Impfung? Deine Entscheidung!

Liebe Kolleg*innen, ​

in einigen Einrichtungen des Augustinum haben erste Bewohner*innen, Klient*innen und Mitarbeiter*innen Schutzimpfungen gegen Covid-19 erhalten. Wir hoffen, dass bald alle im Augustinum eine Schutzimpfung bekommen, die sie möchten. ​

Noch ist der Impfstoff knapp, und die Gesundheitsämter entscheiden kurzfristig, welche Einrichtungen versorgt werden sollen. Die Impfteams melden sich daher oft spontan im Augustinum an: „Morgen kommen wir vorbei!“ Da bleibt nicht viel Zeit zum Nachdenken, ob man sich impfen lassen möchte.​

Wie Sie sich entscheiden, ist Ihre Sache. Aber wir bitten Sie, liebe Kolleg*innen, schon jetzt darüber nachzudenken, ob Sie sich impfen lassen wollen. Wenn die erste Impf-Welle in einer Einrichtung stattgefunden hat, kann es schwierig sein, rasch an einen Termin zu kommen. Daher machen Sie sich bitte frühzeitig Gedanken. ​

Ihr Augustinum​

10 Fragen und Antworten zur Impfung​

Zur Corona-Impfung haben viele Menschen Fragen. Schließlich ist es ein kompliziertes Thema und gerade in Sozialen Medien liest man viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Da den Durchblick zu behalten und sich nicht verunsichern zu lassen, ist oft schwer. Wir stellen Ihnen hier Informationen zur Verfügung, mit denen Sie sich selbst ein Bild machen können. ​

Die häufigsten Fragen und Antworten im Überblick, zusammengestellt von der Diakonie Deutschland (Stand Januar 2021):​

Die Impfstoffe von BioNTech/ Pfizer und Moderna, die bisher in Deutschland zugelassen sind, wurden umfangreich auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit getestet. Beide Impfstoffe wurden durch ein deutsches und europäisches Arzneimittelzulassungsverfahren umfangreich geprüft und für sicher und wirksam befunden. Diese Zulassungsverfahren sind die sichersten der Welt und sind für alle in Deutschland erhältlichen Medikamente verantwortlich. Dabei wird das neue Medikament in einem Stufenverfahren erst im Labor getestet und dann auch an Menschen angewendet. Alle Schritte werden durch unabhängige Wissenschaftler*innen überwacht. Die schnelle Entwicklung des Corona-Impfstoffes war möglich, weil viele Wissenschaftler*innen sehr eng zusammen gearbeitet haben. So konnten die Ergebnisse aus der Virus-Forschung direkt in die Impfstoffentwicklung einfließen.​

Das Zulassungsverfahren konnte durch das sogenannte „Rolling Review“ beschleunigt werden - das bedeutet, dass mehrere Schritte gleichzeitig durchgeführt wurden. Auch wenn das Zulassungsverfahren schneller ging als sonst, war es nicht weniger gründlich.

Durch die Impfung gelangen genetische Bausteine (messenger-RNA) des Virus in den Körper. Der Körper reagiert darauf mit einer Immunreaktion und baut Antikörper gegen das Virus auf. Diese Antikörper neutralisieren das Virus, wenn es in den Körper eindringt und verhindern auf diese Weise eine Infektion.

Nein. Der mRNA-Impfstoff kann nicht in die genetische Struktur der geimpften Menschen eindringen.

Nach einer Impfung kommt es manchmal zu Schmerzen an der Einstichstelle, die ein paar Tage anhalten können. Außerdem fühlen sich manche Menschen nach einer Impfung schlapp und können Fieber oder Kopfschmerzen bekommen. Das liegt daran, dass die Immunabwehr aktiviert wird und genau das tut, was sie tun soll. Diese Symptome klingen ebenfalls nach ein paar Tagen wieder ab. Solche Impfreaktionen können bei allen Impfungen auftreten und sind ganz normal. Sehr wenige Menschen reagieren auf einen Bestandteil des Impfstoffs allergisch. Diese allergischen Reaktionen treten immer direkt nach der Impfung auf, deshalb soll man nach der Impfung noch eine halbe Stunde unter medizinischer Aufsicht bleiben. Bei schweren allergischen Reaktionen muss ein Notfallmedikament gegeben werden, welches die Impfteams dabei haben.

Langzeitnebenwirkungen: Impf-Nebenwirkungen treten generell meist innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen nach der Impfung auf, in seltenen Fällen auch einmal Wochen oder wenige Monate später. Es gibt keine bekannten Fälle, bei denen die Nebenwirkung einer Impfung erst nach langer Zeit aufgetreten ist.

Langzeitfolgen: Von Langzeitfolgen spricht man, wenn Nebenwirkungen über einen längeren Zeitraum anhalten. Das kommt bei Impfstoffen sehr selten vor.

Auf diese Frage können die Wissenschaftler*innen leider noch keine genaue Antwort geben.

Bisher schützt der Impfstoff auch vor den Mutationen des Corona-Virus. Das kann sich aber ändern, wenn weitere Mutationen auftreten. Wichtig ist, dass auch weiterhin alle Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Der häufigste Grund dafür ist, dass die Ansteckung schon vor der Impfung passierte. Durch die lange Inkubationszeit von bis zu zwei Wochen kann das Virus bereits im Körper sein, ohne dass man etwas merkt. Der vollständige Impfschutz liegt erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung vor. Es kann also sein, dass man sich durch den unvollständigen Impfschutz noch infizieren kann.​

Ein dritter Grund könnte sein, dass man zu den fünf Prozent der Menschen gehört, bei denen der Impfschutz nicht ausreicht, um eine Infektion zu verhindern.

Auch diese Frage kann man noch nicht sicher beantworten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das noch nicht abschließend untersucht. Deswegen ist es auch weiterhin notwendig, sich an die geltenden Hygienemaßnahmen (Abstand, Hände waschen/desinfizieren) zu halten und eine Maske zu tragen. Beachten Sie bei der Nutzung von Masken die Richtlinien der Länder. Im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften soll künftig die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske beziehungsweise FFP2 oder KN95-Maske gelten.

Die Corona-Impfstoffe sind zunächst nur für Erwachsene zugelassen worden, weil sie noch nicht an Kindern getestet wurden. Auch Schwangere sollten sich aus demselben Grund noch nicht impfen lassen. Die Studien an diesen Gruppen sind besonders aufwendig und erfolgen erst, wenn das Medikament bei (nicht schwangeren) Erwachsenen gut wirkt. Wichtig ist es, dass besonders die Menschen in der näheren Umgebung von Schwangeren und gefährdeten (z.B. chronisch kranken) Kindern geimpft werden.  Diese Personengruppen können von einem Impfschutz der Mitmenschen profitieren, da davon auszugehen ist, dass das Infektionsgeschehen immer mehr zurückgeht, je mehr Menschen sich impfen lassen.

Einfach erklärt und auch noch witzig: Drei Videos zur Impfung

Der Wissenschaftler und YouTuber Martin Moder klärt im Auftrag des Robert-Koch-Instituts (RKI) verständlich und kurzweilig über die Impfung auf. Wir empfehlen Ihnen drei Videos, die keine Fragen mehr offen lassen.

Was wissen wir über Reaktionen auf Impfungen?

Gibt es Spätfolgen?​ ​

Sie möchten es ganz genau wissen?

Wissenschaftlich fundierte Informationen des Gesundheitsministeriums und des BR:

Infos der Bundesregierung in anderen Sprachen:

Infos in Gebärdensprache:

  • Das Bundesgesundheitsministerium stellt auf seiner YouTube-Seite Videos über Corona zur Verfügung.

Infos in leichter Sprache:

Informations-Flyer: Hier zum Download:

Dank der Geschäftsführung


„Wir freuen uns, dass sich schon so viele Kolleg*innen für eine Impfung entschieden haben. Da spürt man richtig den augustinischen Geist: eine Impfung ist gelebte Solidarität.“