Liebe Kolleg*innen, ​

rund 95% unserer Bewohner*innen und Klient*innen sind, ebenso wie viele Kolleg*innen, schon geimpft. Wir hoffen, dass nun alle im Augustinum eine Schutzimpfung bekommen, die sie möchten. ​

Machen Sie mit, damit wir zusammen gesund bleiben.

Ihr Augustinum​

10 Fragen und Antworten zur Impfung​

Zur Corona-Impfung haben viele Menschen Fragen. Schließlich ist es ein kompliziertes Thema und gerade in Sozialen Medien liest man viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Da den Durchblick zu behalten und sich nicht verunsichern zu lassen, ist oft schwer. Wir stellen Ihnen hier Informationen zur Verfügung, mit denen Sie sich selbst ein Bild machen können. ​

Die häufigsten Fragen und Antworten im Überblick, zusammengestellt von der Diakonie Deutschland (Stand April 2021):​

Alle Impfstoffe, die bisher in Deutschland zugelassen sind, wurden umfangreich auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit getestet. Bisher wurden vier Impfstoffe zugelassen, von BioNTech/Pfizer (Comirnaty), Moderna, AstraZeneca (Vaxzevria) und Johnson & Johnson. Alle Impfstoffe wurden durch ein deutsches und europäisches Arzneimittelzulassungsverfahren umfangreich geprüft und für sicher und wirksam befunden. Diese Zulassungsverfahren sind für alle in Deutschland erhältlichen Medikamente vorgeschrieben. Dabei wird das neue Medikament in einem Stufenverfahren erst im Labor getestet und dann auch an Menschen angewendet. Alle Schritte wurden durch unabhängige Wissenschaftler*innen überwacht.

Die schnelle Entwicklung des Corona-Impfstoffes war möglich, weil viele Wissenschaftler*innen sehr eng zusammengearbeitet haben. So konnten die Ergebnisse aus der Virus-Forschung direkt in die Impfstoffentwicklung einfließen.

Das Zulassungsverfahren konnte durch das sogenannte „Rolling Review“ beschleunigt werden – das bedeutet, dass mehrere Schritte gleichzeitig durchgeführt wurden. Auch wenn das Zulassungsverfahren schneller ging als sonst, war es nicht weniger gründlich.

Die Impfstoffe von BioNTech und Moderna sind sogenannte mRNA-Impfstoffe.

Durch die Impfung gelangen genetische Bausteine (messenger-RNA) des Virus in den Körper. Der Körper reagiert darauf mit einer Immunreaktion und baut Antikörper gegen das Virus auf. Diese Antikörper neutralisieren das Virus, wenn es in den Körper eindringt und verhindern auf diese Weise eine Infektion.

Nein. Der mRNA-Impfstoff kann nicht in die genetische Struktur der geimpften Menschen eindringen.

Nach einer Impfung kommt es manchmal zu Schmerzen an der Einstichstelle, die ein paar Tage anhalten können. Außerdem fühlen sich manche Menschen nach einer Impfung schlapp und können Fieber oder Kopfschmerzen bekommen. Das liegt daran, dass die Immunabwehr aktiviert wird und genau das tut, was sie tun soll. Diese Symptome klingen ebenfalls nach ein paar Tagen wieder ab. Solche Impfreaktionen können bei allen Impfungen auftreten und sind ganz normal.

Sehr wenige Menschen reagieren auf einen Bestandteil des Impfstoffs allergisch. Diese allergischen Reaktionen treten immer direkt nach der Impfung auf, deshalb soll man nach der Impfung noch mindestens eine Viertelstunde unter medizinischer Aufsicht bleiben. Bei schweren allergischen Reaktionen muss ein Notfallmedikament gegeben werden, welches die Impfteams dabeihaben

Langzeitnebenwirkungen: Impf-Nebenwirkungen treten generell meist innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen nach der Impfung auf, in seltenen Fällen auch einmal Wochen oder wenige Monate später. Es gibt keine bekannten Fälle, bei denen die Nebenwirkung einer Impfung erst nach langer Zeit aufgetreten ist.

Langzeitfolgen: Von Langzeitfolgen spricht man, wenn Nebenwirkungen über einen längeren Zeitraum anhalten. Das kommt bei Impfstoffen sehr selten vor.

Auch der Impfstoff von AstraZeneca hat eine hohe Wirksamkeit und schützt vor einer Infektion oder schweren Verläufen von Corona-Infektionen. Es wurden weltweit schon Millionen Menschen damit erfolgreich geimpft. Es wurde aber festgestellt, dass Menschen nach einer Impfung in sehr wenigen Fällen nach 10 bis 14 Tagen gefährliche Blutgerinnsel (Thrombosen) entwickeln. Weil das vor allem Frauen unter 60 Jahren betrifft, wird nun empfohlen, den AstraZeneca Impfstoff nur noch für Menschen über 60 Jahren zu verwenden.

Auf diese Frage können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch keine genaue Antwort geben. Wahrscheinlich muss der Impfschutz regelmäßig aufgefrischt werden.

Bisher schützen die Impfstoffe auch vor den Mutationen des Corona-Virus. Das kann sich aber ändern, wenn weitere Mutationen auftreten. Wichtig ist, dass auch weiterhin alle Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Es gibt Fälle von Corona-Infektionen, die auch nach einer Impfung auftreten. Man kann sich auch nach der Impfung noch anstecken. Die Krankheitsverläufe sind aber viel milder als ohne Impfung. 

Auch diese Frage kann man noch nicht sicher beantworten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das noch nicht abschließend untersucht. Deswegen ist es auch weiterhin notwendig, sich an die geltenden Hygienemaßnahmen (Abstand, Hände waschen/desinfizieren) zu halten und eine Maske zu tragen. Die Studien weisen aber deutlich darauf hin, dass geimpfte Personen das Virus nicht mehr übertragen können.

Die Corona-Impfstoffe sind zunächst nur für Erwachsene zugelassen worden, weil sie noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden konnten. Auch Schwangere sollten sich aus demselben Grund noch nicht impfen lassen. Die Studien an diesen Gruppen sind besonders aufwendig und erfolgen erst, wenn das Medikament bei (nicht schwangeren) Erwachsenen gut wirkt. Wichtig ist es, dass besonders die Menschen in der näheren Umgebung von Schwangeren und gefährdeten (zum Beispiel chronisch kranken) Kindern geimpft werden. Diese Personengruppen können von einem Impfschutz der Mitmenschen profitieren, da davon auszugehen ist, dass das Infektionsgeschehen immer mehr zurückgeht, je mehr Menschen sich impfen lassen.

Die Impfstoffe von BioNTech/ Pfizer und Moderna sind mRNA-Impfstoffe, die Impfstoffe von AstraZeneca sowie Johnson & Johnson sind Vektorimpfstoffe. Mit dem Vektorimpfstoff werden einzelne, ungefährliche Bestandteile des Virus in den Körper gebracht. Der Körper erkennt so das Virus ohne daran zu erkranken und baut seine Abwehr gegen das Virus auf. Genau wie beim mRNA-Impfstoff baut der Körper in seinem Immunsystem Antikörper gegen das Corona-Virus auf, weil er durch den Impfstoff dazu die notwendigen Informationen bekommen hat.

Einfach erklärt und auch noch witzig: Drei Videos zur Impfung

Der Wissenschaftler und YouTuber Martin Moder klärt im Auftrag des Robert-Koch-Instituts (RKI) verständlich und kurzweilig über die Impfung auf. Wir empfehlen Ihnen drei Videos, die keine Fragen mehr offen lassen.

Was wissen wir über Reaktionen auf Impfungen?

Gibt es Spätfolgen?​ ​

Sie möchten es ganz genau wissen?

Wissenschaftlich fundierte Informationen des Gesundheitsministeriums und des BR:

Infos der Bundesregierung in anderen Sprachen:

Infos in Gebärdensprache:

  • Das Bundesgesundheitsministerium stellt auf seiner YouTube-Seite Videos über Corona zur Verfügung.

Infos in leichter Sprache:

Dank der Geschäftsführung


„Wir freuen uns, dass sich schon so viele Kolleg*innen für eine Impfung entschieden haben. Da spürt man richtig den augustinischen Geist: eine Impfung ist gelebte Solidarität.“