Corona, Putin und andere Totengräber der Globalisierung

Braunschweig

Pro und Contra im Umgang mit Globalsierung

Globalisierung ist nicht die automatische Folge des technischen Wandels im Bereich von Transport und Kommunikation, sondern bedarf auch immer der sie befördernden internationalen Organisationen und Verträge, um mögliche Handelshemmnisse aus Zöllen, Verboten und von Land zu Land unterschiedlichen Vorschriften zu beseitigen. Bevor Regierungen bereit sind, solchen Organisationen wie etwa der Welthandelsorganisation oder dem Internationalen Währungsfonds beizutreten, müssen sie von den Vorteilen überzeugt sein. Das ist immer dann der Fall, wenn der entsprechende Diskurs, im vorliegenden Fall der Neoliberalismus, zur herrschenden Lehrmeinung unter Fachleuten und dann auch in der Öffentlichkeit wird.

Nun hat sich seit der Krisenkaskade der letzten 15 Jahre, beginnend mit der Finanzkrise und fortgesetzt mit der Flüchtlingskrise, der Corona-Krise, der Umweltkrise und zuletzt der Wirtschaftskrise als Folge von Putins Krieg gegen die Ukraine gezeigt, dass Globalisierung nicht nur ein Segen für alle, sondern auch ein Nullsummenspiel oder gar ein Fluch für alle sein kann, weil sie zu Verdrängungswettbewerb, Abhängigkeiten und Verletzlichkeiten führt. Seitdem mehren sich die globalisierungskritischen Stimmen in der Fachwelt, drängen den Neoliberalismus in die Defensive und befördern einen Sinneswandel in der Politik. Derzeit sind die Rückkehr des Staates in die Wirtschaft und erste Schritte Richtung Deglobalisierung angesagt.

Im Vortrag wird anhand historischer Beispiele und aktueller Probleme das Pro und Contra im Umgang mit Globalsierung dargestellt.

Ort

Augustinus-Saal

Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
8 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. Ulrich Menzel
Veranstaltungsreihe
Umbrüche