„Demokratie braucht Demokraten“

Braunschweig

75 Jahre Grundgesetz

Vor 75 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde in Bonn das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in einer feierlichen Sitzung des Parlamentarischen Rates unterzeichnet und damit die Bundesrepublik gegründet.  In seiner anschließenden Ansprache betonte Konrad Adenauer: „Heute, am 23. Mai 1949, beginnt ein neuer Abschnitt in der wechselvollen Geschichte unseres Volkes: Heute wird die Bundesrepublik Deutschland in die Geschichte eintreten. Wer die Jahre seit 1933 bewußt erlebt hat, der denkt bewegten Herzens daran, daß heute das neue Deutschland ersteht“.

Es war ein Umbruch zum Weg in die Demokratie, wie auch der spätere braunschweigische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer eindringlich feststellte: „Als das Grundgesetz geschaffen wurde, das den Rechtsstaat, die Freiheit und Gleichheit aller Menschen sanktionierte, fuhr ich nach Deutschland zurück. Schon einmal war die Demokratie zu Grunde gegangen, weil sie keine Demokraten besaß. Ich wollte einer sein“.

Es war tatsächlich eine noch recht unsichere Zeit. Vor 80 Jahren, am 23. Juli 1944, hatte das Attentat auf Hitler der Welt signalisieren sollen, dass es auch ein Deutschland im Bemühen gegen den Nazi-Terror gab und 1952 erst wurde dieser Wille für ein anderes Deutschland im Braunschweiger Remer-Prozess erstmals anerkannt und die Attentäter rehabilitiert und zwar in einer Zeit, in der die Demokratie noch auf tönernen Füssen stand und in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens die Kontinuität von nationalsozialistischem Gedankengut lebendig war. Diese Phase zwischen 1944 und 1952 mit dem zentralen Moment der Unterzeichnung des Grundgesetzes vor 75 Jahren steht im Zentrum des Vortrages.

Ort

Augustinum Braunschweig

Am Hohen Tore 4A

38818 Braunschweig

Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
8 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel
Veranstaltungsreihe
Umbrüche