Felix Mendelssohn-Bartholdy & Friedrich Smetana

Dortmund

Kulturhistorischer Vortrag von Dr. Horst Luckhaupt

Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847), Bankierssohn und Enkel des berühmten Philosophen Moses Mendelssohn, schuf ein vielschichtiges musikalisches Werk in der Blütezeit der deutschen Romantik: Sinfonien, Kammermusik, Klavierwerke, Oratorien. Mit nur 38 Jahren verstarb er, wenige Monate nach seiner geliebten Schwester Fanny. Die zum Tode führende Krankheit kann auch heute noch nicht definitiv benannt werden; diskutiert werden insbesondere kreislaufbedingte und neurologische Krankheitsursachen.

Friedrich Smetana (1824-1884), auch als "böhmischer Chopin" bezeichnet, gilt als Begründer der tschechischen Nationaloper und der tschechischen nationalen Tonkunst. Werke wie "Die Moldau" aus seinen sinfonischen Dichtungen oder die Lustspieloper "Die verkaufte Braut" werden auch heute noch regelmäßig aufgeführt. Smetana erlitt zum einen ein ähnliches Schicksal wie Beethoven, auch er ertaubte Jahre vor seinem Tod. In seinen letzten Lebensjahren stellte sich dann noch eine psychische Erkrankung, die schließlich zu einer Einlieferung in eine Nervenheilanstalt führte, ein. Als mögliche Krankheitsursachen für Ertaubung und "Geisteskrankheit" Smetanas werden Syphilis, aber auch gefäßbedingte Erkrankungen diskutiert.

Dr. Horst Luckhaupt, ehemaliger Leiter der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, stellt neben Leben und Werk der beiden Komponisten den aktuellen Kenntnisstand ihrer Erkrankungen dar.

Bild: gemeinfrei

Ort

Augustinum Dortmund, Kirchhörder Str. 101, 44229 Dortmund

Festsaal

Uhrzeit
19:30 Uhr
Eintritt
Eintritt frei
Vortragende/-r
Dr. Horst Luckhaupt
Veranstaltungsreihe
LEBEN, WERK UND ERKRANKUNG GROSSER MUSIKER