Franz Schubert und Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Dortmund

Vortrag von Dr. Horst Luckhaupt

Franz Schubert, vielfach der "Wiener Klassik" zugeordnet, stand insbesondere durch seine Liedkompositionen der Romantik näher. Schubert, zeitweise als Schulgehilfe tätig, war ein tiefreligiöser Pazifist, musikalisch gefördert vom Wiener Hofkapellmeister Salieri. Neben etwa 700 Liedkompositionen, darunter berühmte Liederzyklen wie "Die schöne Müllerin" und "Die Winterreise" komponierte der hochgradig kurzsichtige Schubert Sinfonien (u.a. die "Unvollendete"), Kammer- und Kirchenmusik,Klavierwerke. Er lebte in Armut. Schubert erkrankte an Syphilis, glegentliche Alkoholexzesse sind bekannt. Er starb am 19.11.1828 an Typhus - Tragik eines frühen Todes!
Tschaikowskij, bedeutendster Komponist Russlands, arbeitete nach einem Studium der Rechtswissenschaften einige Jahre als Beamter im Justizministerium. Er schuf ein beeindruckendes musikalisches Werk mit Sinfonien, Klavierkonzerten,Opern, Ballettmusik. 13 Jahre lang wurde er von Nadeshda von Meck großzügig finanziell unterstützt. Tschaikowskij litt an Magen-Darm-Störungen, häufigen Kopfschmerzen, es zeigten sich über viele Jahre auch psychische Symptome bis hin zum Suizidversuch. Der homosexuelle Komponist (Homosexualität wurde damals in Russland mit Verbannung in Sibirien bestraft) starb an Cholera, nachdem er während einer Choleraepidemie ungekochtes Wasser aus der Newa getrunken hatte.

Ort

Festsaal des Augustinum Dortmund

Uhrzeit
19:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Dr. Horst Luckhaupt
Veranstaltungsreihe
Leben, Werk und Erkrankung der großen Musiker