Totentag und Totengedenken in Mexiko

Stuttgart-Sillenbuch

Totenrituale und Jenseitsvorstellungen im Kulturvergleich

Die vierteilige Vortragsreihe „Unterwegs zwischen den Welten“ beschäftigt sich mit den Totenritualen in unterschiedlichen Kulturen. Zum Auftakt reisen wir nach Lateinamerika.

Der Totentag „dia de los muertos“ ist der vielleicht größte Feiertag in Mexiko. Liebevoll errichtet jede Familie einen Altar zum Andenken an die Verstorbenen, die in dieser Nacht aus dem Jenseits zurückkehren, um mit den Angehörigen zu essen, zu feiern und zu tanzen. Der Tod wird nicht beiseitegeschoben, sondern mitten ins Leben integriert. Bei dem ausgelassenen, farbenfrohen Volksfest ist alles mit Zuckerguss-Schädeln und Skeletten geschmückt. Man feiert das Leben im Angesicht seiner Endlichkeit. Damit greift der mexikanische Totentag auch auf alte indianische Vorstellungen zurück. Schon in vorspanischer Zeit wurden den Toten wertvolle und bedeutsame Grabbeigaben für ihr Weiterleben im Jenseits mitgegeben.

 

Bildnachweis: (c) Dietmar Neitzke

Ort
Theater
Uhrzeit
16:00Uhr
Eintritt
8 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Ethnologe Dietmar Neitzke
Veranstaltungsreihe
Unterwegs zwischen den Welten