Verbindung der Lebenden und der Toten: Ahnenkulte in Afrika

Stuttgart-Sillenbuch

Totenrituale und Jenseitsvorstellungen im Kulturvergleich

Die meisten afrikanischen Religionen erzählen von einer Gottheit, die die Welt einmal geschaffen und eingerichtet hat. Nach diesem Schöpfungsprozess aber hat sie sich in die Verborgenheit des Jenseits zurückgezogen, so dass wir Menschen über Gebete, Opfergaben oder Rituale keinen direkten Kontakt zu ihr aufnehmen können. Mit dem Tod aber gehen die Menschen in dieses Jenseits ein. Daher gelten die Verstorbenen in vielen afrikanischen Religionen als Verbindung und Mittler zur geistigen Welt. Über die Ahnen haben die Lebenden Zugang zu den spirituellen Segnungen wie Fruchtbarkeit, Gesundheit und Wohlbefinden. Großartige Kunstwerke, Musik und Tanz werden in Ritualen und Maskenzügen verwendet, um der Ahnen zu gedenken, ihnen zu danken und sie positiv zu stimmen.

 

Bildnachweis: (c) Dietmar Neitzke)

Ort
Theater
Uhrzeit
16:00Uhr
Eintritt
8 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Ethnologe Dietmar Neitzke
Veranstaltungsreihe
Unterwegs zwischen den Welten