Verdi: I Vespri Siciliani

Überlingen

Einführung anlässlich der Opernfahr nach Zürich

Verdi komponierte die "Sizilianische Vesper" als Grand Opéra für Paris. Die dortige Uraufführung am 13. Juni 1855 war Aufrgund der sensationellen Aufführungen seiner Werke "Il Trovatore", "Rigoletto" und "La Traviata" zustande gekommen. Verdi hatte sich bereits 1847 mit "Jérusalem" vorgestellt, wollte jedoch kein umgearbeitetes Werk präsentieren, sondern eine eigenständie, neue Komposition.
Das Libretto der Oper war bereits von Donizetti verwendet worden, Halévy hatte den text abgelehnt. Die Uraufführung- trotz der speziellen Anforderungen der Grand Opéra- war ein großer Erfolg.
Berlioz schrieb: "In Les vêpres ist die durchdringende Intensität der melodischen Ausdruckskraft, die üppige, weise Vielfalt der Instrumentation, die Weite und poetische Klangfülle der konzertierten Stücke, die heiße Farbe, die überall leuchtet ... verleihen dieser Oper einen Hauch von Größe, eine Art souveräner Majestät, die deutlicher zu unterscheiden ist als in den früheren Werken dieses Komponisten". Doch Theaterintrigen, die Anforderungen an Inszenierung und Sänger sowie der Drang des Publikums zu neuem liess die Oper in den Dornröschenschlaf sinken.
In Italien wurde die Oper aufgrund des problematischen Inhalts zunächst nur spärlich aufgeführt, aber seit den 40er Jahren erlebt "Vespri" eine Renaissance. Herausragende Inszenierungen fanden in den 30er Jahren in Deutschland, 1951 in Italien (mit Callas als Elena) sowie 1970 in New York und der Scala (mit Caballe) und 1990 mit Cheryl Studer und Susan Dunn (Scala und Bologna) sowie 1998 mit Hasmik Papian in Ravenna und Montpellier statt.

Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Uhrzeit
17:00 Uhr
Eintritt
Der Eintritt ist frei
Vortragende/-r
Olivia Schnepf