Unsere Jubiläen 2026

Insgesamt 285 runde und halbrunde Jubiläumsjahre kann das Augustinum 2026 feiern, was in den Residenzen mit zahlreichen Festveranstaltungen und Kulturevents begangen wird: 75, 70, zweimal 50 und einmal 40 Jahre liegen die jeweiligen Einweihungen zurück. Wir gratulieren allen Standorten dazu!

Augustinum Berchtesgadener Land mit Bergen im Hintergrund

Berchtesgadener Land

Mit dem Augustinum Berchtesgadener Land gesellte sich 2023 in Bischofswiesen ein neues Mitglied zur Augustinum-Familie: Das ehemalige Evang.-Luth. Diakoniewerk Hohenbrunn, das bereits 1951 als „Evang-Luth. Altenheim Insula“ eingeweiht wurde, konnte als hundertprozentige Tochter übernommen werden und feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Jubiläum. Damals diente das internationale Pflegeheim vor allem Kranken und Flüchtlingen im Rentenalter, für die kein Einwanderungsland gefunden werden konnte. Eine Insel, also ein beschützender Ort, ist es heute auch weiterhin: für Seniorinnen und Senioren ebenso wie für Erholung suchende Mütter und Väter, für Wohngruppenklient*innen und Berufsfachschüler*innen. Von der Tagespflege bis zum gehobenen Seniorenwohnen, von der Vorsorgeklinik bis hin zu den Adipositas-Wohngruppen, von der Pflegefachschule bis hin zur eigenen Kindertagesstätte ist alles in einem parkähnlichen Gelände vereint. Eine solche Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen auf einem gemeinsamen Campus zu beherbergen, sorgt für generationsübergreifende Begegnungen, was die Besonderheit des Augustinum Berchtesgadener Land ausmacht.

 

Gebäude des Studienheims Augustinum in der Münchner Dachstraße

Augustinum Studienheim

Mit der Einweihung eines Studienheims in Pasing vor 70 Jahren hat die Erfolgsgeschichte des Augustinum seinen Anfang genommen. Als einstiger Religionslehrer kannte Pfarrer Georg Rückert die Bedürfnisse seiner Schülerinnen und Schüler, die nach dem Krieg in beengten Verhältnissen wohnten oder oft lange Pendelstrecken auf sich nehmen mussten. Nachdem es in ganz Oberbayern kein einziges evangelisches Internat gab, rief er 1954 einen Trägerverein für ein solches ins Leben, das “Collegium Augustinum”. Die Bauarbeiten, die 1955 starteten, wurden in Rekordzeit abgeschlossen, und bereits am 28. Januar 1956 konnte das Haus offiziell eingeweiht werden – auch wenn dafür alle helfenden Hände kräftig mit anpacken mussten: “Wir haben am Nachmittag noch geputzt, sind hinten zur Tür raus, und vorn kamen die ersten Schüler rein”, erzählte seine Frau Gertrud Rückert, auf die in solchen Zeiten Verlass war. 1958 wurde ein weiteres Haus in der Dachstraße bezugsfertig, in dem Studentinnen des Pasinger Instituts untergebracht wurden. Zwei weitere Häuser folgten, nachdem das Internat den Namen “Collegium Augustinum” an den Verwaltungsverein abgegeben hatte, der inzwischen den Bau und Betrieb der Wohnstifte vorantrieb.

 

Parklandschaft mit dem Augustinum Heidelberg im Hintergrund

Augustinum Heidelberg

Auf fünf Jahrzehnte kann das Augustinum Heidelberg zurückblicken. Rund 340 Bewohnerinnen und Bewohner genießen hier badische Herzlichkeit und ein abwechslungsreiches kulturelles, gesellschaftliches und gastronomisches Leben. Der gute Ruf des Augustinum Heidelberg hatte sich schon vor etlichen Jahren bis ins englische Nottingham herumgesprochen. Dort wohnte die langjährige Freundin einer Bewohnerin des Hauses, die sich sehr für deren Leben im Augustinum interessierte. Besagte Bewohnerin schickte ihr Prospekte und Kulturprogramme zu und schwärmte davon – nicht ahnend, welche Reaktionen dies in Nottingham hervorrufen würde. Die englische Freundin nämlich nahm regelmäßig an einem Deutschkurs teil, und bei einer dieser Deutschstunden zeigte sie der Kursleiterin die Post ihrer Freundin aus Heidelberg. Die Leiterin war so beeindruckt, dass sie das Material in einer Lektion in Form eines Rollenspiels verarbeitete, bei dem ein Beratungsgespräch für das Augustinum geführt werden sollte. Am Ende der Stunde fragte die Lehrerin, ob denn eine*r der Teilnehmenden gerne ins Augustinum einziehen würde. Die Beteiligten waren so beeindruckt von den vielen Annehmlichkeiten des Hauses, dass sich alle meldeten!

 

 

Sicht über den Park auf das Augustinum Überlingen

Augustinum Überlingen

Ebenfalls 1976 wurde das Augustinum Überlingen eröffnet, ein Haus, in dem heute rund 240 Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur die perfekte Lage am Bodensee, sondern auch das reiche kulturelle Angebot schätzen. Hochkarätige Konzerte im hauseigenen Theater oder auf den großen Bühnen der Umgebung gehören ebenso dazu wie eigene Aktivitäten. Die Atmosphäre am See scheint in besonderer Weise die Kreativität zu fördern und hat immer schon Maler, Dichter und Intellektuelle angezogen. Annette von Droste-Hülshoff, Hermann Hesse und Martin Walser sind nur die bekanntesten. Im Augustinum Überlingen pflegt man diese Tradition durch Literatur- und Kreativkurse, mit Theaterspiel und Lesungen.

 

 

Blick auf den alten und neuen Teil der Augustinum Seniorenresidenz Aumühle

Augustinum Aumühle

Ein Bürgermeister mit „Drive“, eine Fürstin und ein attraktives Grundstück im Sachsenwald vor den Toren Hamburgs waren ausschlaggebend für die Entscheidung, die Seniorenresidenz Aumühle als 18. Haus des Augustinum zu planen und vor 40 Jahren zu eröffnen. Was steckte dahinter? Zu Beginn der 1980er Jahre, einer Zeit, in der das Augustinum nach der Errichtung seines Möllner Hauses an einen weiteren Standort im Norden Deutschlands dachte, stand in Aumühle das Gelände eines denkmalgeschützten Forsthofs aus dem Besitz der Familie von Bismarck zum Verkauf. Die Gemeinde war interessiert an einer Seniorenresidenz, und so kam man schnell zusammen. Die feierliche Einweihung fand dann 1987 statt und wurde durch eine besondere Leihgabe geadelt: den restaurierten Konzertflügel des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Diesen gibt es inzwischen nicht mehr; erhalten geblieben ist aber das alte Jugendstil-Forsthaus. Drum herum sind in bester Lage hochwertig ausgestattete Appartements in einem weitläufigen Park gruppiert, in denen heute rund 200 Menschen zuhause sind.

 

 


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