Die Augustinum inklusive Gastronomie vereint gastronomisches Know-how und ein vielfältiges kulinarisches Angebot mit der Förderung von Menschen mit Behinderung auf ihrem beruflichen Weg auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Ein Casino, das nicht nur frisch gekochte Mittagsgerichte bietet, sondern auch ein Ort der Begegnung ist, ein Verpflegungscatering für soziale Einrichtungen in und um München und ein Catering-Service für besondere Events: Die Augustinum Inklusionsgastronomie ist weit mehr als eine Küche, die Menschen mit Behinderung beschäftigt. Gegründet vor nicht mal einem Jahr als Augustinum Inklusion gGmbH, ist die Augustinum Inklusionsgastronomie ein weiterer wichtiger Baustein in der Förderung von Menschen mit Behinderung durch das Augustinum und dazu ein Unternehmen, das mittlerweile an die 300.000 Essen im Jahr zubereitet. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten hier Seite an Seite als Küchenkräfte, im Service, im Logistikbereich oder der Hauswirtschaft. Etwa ein Drittel des Teams besteht aus Mitarbeiter*innen mit besonderem Förderbedarf oder Praktikant*innen aus Werkstätten. Ziel ist es, ihnen durch qualifizierte Beschäftigung berufliche Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen.
Das alles funktioniert nur, wenn ein Betrieb eine gewisse Größe hat, denn das bei einem Inklusionsbetrieb vorgeschriebene Verhältnis von Mitarbeiter*innen mit und ohne Behinderung, der bürokratische Aufwand und die wirtschaftliche Tragfähigkeit erfordern eine ausreichende Zahl von Essen, Kund*innen und Mitarbeiter*innen. Nachdem die Idee einer Inklusionsfirma im Augustinum bereits längere Zeit erwogen worden war, wurde ein solcher Betrieb 2023 gefunden, als die Stiftung Pfennigparade, die Menschen mit Körperbehinderung und anderen Beeinträchtigungen begleitet, ihre Produktionsküche im Münchner Norden samt Catering und Außenstellenversorgung an das Augustinum abgab.
Seitdem ist das von der Aktion Mensch und dem Inklusionsamt Oberbayern geförderte Unternehmen weiter gewachsen: Heute bringt ihr Verpflegungscatering das in der Produktionsküche zubereitete Essen an 19 Lieferorte, darunter Schulen, Tagesstätten und Werkstätten des Augustinum und der Pfennigparade, es bereitet im Schnitt 1.250 Essen pro Tag zu (bei 205 Liefertagen im Jahr) und beschäftigt zwei Inklusionsmitarbeiter, vier Werkstattmitarbeiter der Pfennigparade sowie mehrere Praktikanten im inklusiven Bereich. Zwei weitere Stellen für Inklusionsmitarbeiter sind in diesem Jahr geplant.
Das Casino ist mit seinem freundlich gestalteten Interieur mit Pflanzen aus der Gärtnerei Hollern und dem integrierten Tagescafé zu einem Ort geworden, der auch von Gästen von außerhalb gerne besucht wird. Das Catering sorgt mit Buffet, Menü oder Flying Service für das kulinarische Extra bei Firmenveranstaltungen, Festen und Konferenzen und bietet zuweilen auch für die Mitarbeiter*innen das eine oder andere Highlight – zuletzt bei der Sternstundengala des Bayerischen Rundfunks in Nürnberg, wo neben Gerichten von Sternekoch Alexander Herrmann auch eine leckere Suppe und zwei Hauptgänge des AIG-Teams serviert wurden.
VON PERSONEN
Markus Gierschmann, Direktor des Augustinum Dortmund, ist in seiner Funktion als Vorsitzender der Vertretung der Leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Aufsichtsrat der Augustinum Gruppe berufen worden. Er folgt auf Gudrun Tischner-Remington, Leiterin der Samuel-Heinicke-Realschule des Augustinum, die bis 2025 den Vorsitz im Rat der Leitenden im Augustinum innehatte.