Bekannt für außergewöhnliche Kulturveranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen im Augustinum Überlingen

 

Als Seniorenresidenz hat sich das Augustinum Überlingen mit seinem herausragenden Kulturprogramm einen Namen gemacht und ist eine kulturelle Institution in der Stadt. Kooperationen mit externen Veranstaltern bereichern das Kulturprogramm.

Wie geht es weiter in der Ukraine und in Russland?
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
19:00Uhr
Eintritt
Eintritt: 10 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. Ulrich Schmid, Universität Sankt Gallen

Der sinnlose und grausame Angriffskrieg ist für die Ukraine eine Katastrophe und für Russland eine Tragödie. Die ukrainische Wirtschaft ist eingebrochen und wird sich so schnell nicht erholen.  Der Kreml hat de facto ein inneres Besatzungsregime aufgezogen, das sich kaum lange durchhalten lassen wird. Ulrich Schmid blickt auf die Entwicklungsphasen des Kriegs zurück und skizziert Szenarien für die Zukunft Russlands und der Ukraine. 

Ulrich Schmid ist Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands an der Universität St. Gallen. Der Fokus seiner Forschung liegt auf Politik und Medien in Russland und Nationalismus in Osteuropa. Schmid ist mit seinen ruhigen und sachlichen Analysen geeignet, den "gordischen Knoten" des Ukrainekonfliktes für uns zu analysieren.

Die Rückkehr des Drachen: Xi Jingping und seine Politik
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
19:00Uhr
Eintritt
10 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. Daria Berg, Universität Sankt Gallen

Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich China zu einem der mächtigsten Länder der Welt entwickelt. Wirtschaftlich unangefochten versorgt es die welt mit lebenswichtigen Gütern.
Der Ausbau der Seidenstraße, sein rücksichtloses Beharren auf eigenen Interessen zeigt in Afrika und Asien bereits Wirkung.

Seit einigen Jahren führt der Staatspräsident Xi Jinping mit einserner Hand das Land. Rivalen werden öffentlich gedemütigt (wir erinnern an das Abführen eines Kritikers auf dem Parteitag im vergangenen Jahr), seine öffentlich gezeigte Verachtung für den thailändischen Ministerpräsidenten, die Drohungen gegen Taiwan, die zunehmende Nationalisierung und interne Säuberungen zeichnen einen Machtpolitiker par excellance. Doch intern scheint es zu rumoren. Dies zeigen nicht nur die Demonstrationen gegen die strikten Maßnahmen der Covidpolitik- und deren planlos erscheinende Aufhebung
Prof. Daria Berg wird uns die Person Xi Jinping, seine Politik näher bringen.

 

Beachten Sie bitte, dieser text ist ein Platzhalter. Der Text von Prof. Berg wurde uns noch nicht zur Verfügung gestellt.

Winterträume
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
17:00Uhr
Eintritt
11 Euro, Gäste: 13 Euro
Veranstaltungsart
Konzertabend
Vortragende/-r
Thilo Thomas Krigar, Cello & Babette Hierholzer, Klavier

Zu einem erlesenen Konzertabend bitten Thilo Thomas Krigar, Cello und Babette Hierholzer, Klavier. Ganz im Stil eines "Hauskonzertes" kommen dabei Werke unterschiedlicher Komponisten und Jahrhunderte zur Aufführung. Neben Werken von u. a.  Mendelssohn, Bach, de Falla, Saint-Saens oder Schubert hören  Sie eine Bearbeitung des 3. Streichtrios von Beethoven für Cello und Klavier. Außerdem steht eine Komposition des fabelhaften Komponisten Ferdinand Ries auf dem Programm. Der Beethovenfreund komponierte über 300 Werke und ist völlig zu Unrecht in Vergessenheit gefallen. Freuen Sie sich heue Abend auf ein Wiedersehen mit Babette Hierholzer, die ja schon oft bei uns zu Gast war.  Der Cellist und Komponist Thilo Thomas Krigar gibt sein lang erwartetes Debüt im Theatersaal des Augustinum Überlingen.

Thilo Thomas Krigar studierte Musik an der UdK, Berlin. Cellostudium bei Markus Nyikos, Ottomar Borwitzky, Stanislav Apolin (Prag) und Siegfried Palm. Musikwissenschaft an der TU Berlin bei Prof. Carl Dahlhaus. 

Er spielte ca. 2000 Konzerte und Aufführungen in über 30 Staaten als Solist und Kammermusiker. 1989 gegründete er sein Ensemble „Pythagoras Strings“, mit denen er auf vielen internationalen Festivals konzertierte. Als Cellist interpretiert Krigar nicht nur das klassischen Repertoire und die zeitgenössische Musik, sondern erweitert sein Spektrum mit argentinischem Tango, Jazz, Improvisation und Performance im Musiktheater. Die New York Times bezeichnete ihn 1994 als „an excellent Instrumentalist“ und 1996 als „compelling artist“.

Seit Mitte der 90ger Jahre wendete er sich zunehmend der Komposition zu. Stilistisch können seine Werke im Bereich zeitgenössischer klassischer Musik zugeordnet werden. Von seinen ca. 120 Kompositionen seien erwähnt: „West-Eastern Divan“ (Cultural Capital of Europe Weimar 1999) „DNA-in-Concert: the flow of genetic information“ (gefördert 2005 vom Hauptstadt Kulturfonds , u.a. 2009 Dresdner Tage für Neue Musik) und die Neufassung seiner "Odyssee“ für die Berliner Philharmoniker in 2017. Aktuell arbeitet er als Komponist in einem Projekt für die Uni-Marburg.

Babette Hierholzers Debüt mit dem Berliner Philharmonischen Orchester folgten weitere Auftritte unter Sir Colin Davis, Klaus Tennstedt, Leopold Hager, Semyon Bychkov und Einladungen in die großen Konzertsäle Europas sowie nach Afrika, Südamerika und in die USA, wo sie als Solistin mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra mit Liszts 1. Klavierkonzert ihr Amerika-Debut gab. Babette Hierholzer begann ihre Klavierausbildung bei Elisabeth Dounias-Sindermann und Wolfgang Saschowa in Berlin und setzte ihre Studien bei Herbert Stessin in New York, sowie bei Paul Badura-Skoda in Essen an der Folkwang-Hochschule und in Wien, bei Maria Tipo in Florenz und bei Bruno Leonardo Gelber in Buenos Aires fort. Babette Hierholzer gewann 1. Preise beim Jugend musiziert Bundeswettbewerb in Marl und in Nürnberg, sowie den 1. Preis beim “G.B. Viotti” Concorso Internazionale di Musica in Vercelli, Italien. Babette Hierholzer war Artistic Director des ‘German Forum’ New York sowie Artistic Director der RCMS Rhinebeck Chamber Music Society in New York und hat CDs mit Werken von Scarlatti, Bach, Mozart, Schubert, Schumann und Ferdinand Ries eingespielt. Eine Aufnahmen mit dem Mozart Konzert KV 488 mit den Berliner Philharmonikern unter Klaus Tennstedt erschien bei TESTAMENT.  Mit ihrem 2004 gegründeten ‘Duo Lontano’ spielte sie CDs mit Werken von Mendelssohn, Schubert und ein LATIN Program bei GENUIN ein und spielte Mozarts Doppelkonzert in Caracas, Venezuela mit der Orquesta Sinfónica de la Juventud Simón Bolívar unter Gustavo Dudamel. Sie wurde zu Schallplatten-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen eingeladen und zu Filmaufnahmen in Peter Schamonis Schumann Film „Frühlingssinfonie“, in dem sie den Soundtrack spielte und Nastassja Kinski in der Rolle der Clara Wieck doubelte.

Hierholzer gastiert seit vielen Jahren im Augustinum Überlingen, zuletzt mit einem Bach-Abend.

Von Bach bis Tango
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
17:00Uhr
Eintritt
Eintritt: 10 Euro, Gäste: 12 Euro
Veranstaltungsart
Klavierabend
Vortragende/-r
Leopoldo Lipstein

Die Interpretationskunst des argentinischen Pianisten Leopoldo Lipstein gehört zu den bemerkenswerten des gegenwärtigen Konzertlebens.

Behutsam und unmerklich treten Selbstverständlichkeiten wie perfekte Technik und Stilgefühl, Professionalität und musikalische Intelligenz in den Dienst einer sensiblen und liebevollen Poesie.

Schon früh bereiste er als Wunderkind ganz Südamerika. Mit 17 Jahren gewann er den ersten Preis des Nationalen Argentinischen Klavierwettbewerbs.

Seine wichtigsten Lehrer waren Marcelo Tomassini, Aldo Antognazzi, Karin Merle und Pavel Gililov.

Lipstein spielte weit über 500 Konzerte auf der ganzen Welt, u. a. in Deutschland, USA, Japan und Südamerika. Neben seiner solistischen Aktivität teilt er seine Erfahrung als Klavierdozent an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Seine Studenten gewannen Preise bei internationalen Klavierwettbewerben. Seine Söhne Rafael (Klavier) und Manuel (Cello) feiern große Erfolge und sind auf den wichtigen Bühnen weltweit präsent.
Als Solist hat er sieben CDs veröffentlicht, die alle besondere thematische Schwerpunkte setzen (Chopin, spanische Komponisten, Shakespeare und weitere).
Außerdem hat er drei CDs mit Kammermusik und diverse Aufnahmen als Solist mit Orchester u. a. für den Bayrischen Rundfunk und den SWR gemacht, sowie bei Radio Buenos Aires Beethovens drittes Klavierkonzert aufgenommen.

Presse und Publikum überschlagen sich nach Lipsteins Konzerten und beschreiben ihn als „Ausnahmepianisten, der alle Erwartungen übertrifft!“

Shikiba Babori: Die Afghaninnen -  Spielball der Politik
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
19:00Uhr
Eintritt
10 Euro
Veranstaltungsart
Autorengespräch
Vortragende/-r
Autorin Shikiba Babori im Gespräch mit Journalistin Karin Walz

Das Schicksal der Frauen in Afghanistan ist schon immer eng mit den politischen Interessen der jeweiligen Machthaber im Land verknüpft. Sie müssen als Eigentum, Druckmittel oder Alibi herhalten, um Politik zu rechtfertigen. Shikiba Babori – in Kabul geboren – zeigt, welche Rolle Frauen in der afghanischen Gesellschaft zugewiesen wird. Sie erzählt Geschichten von Frauen aus unterschiedlichen Landesteilen und gesellschaftlichen Schichten und zeichnet ein differenziertes Bild davon, was es heißt, eine Frau in Afghanistan zu sein: »Wer sich nicht an die Regeln hält, läuftschnell Gefahr, umgebracht zu werden.«
Nach dem überstürzten Abzug der NATO und ihrer Verbündeten Ende August 2021 wird zunehmend klar, wie wenig erfolgreich die Bemühungen des Westens für den Aufbau einer demokratischen Gesellschaftsordnung in Afghanistan waren. Zwar wurde der Einsatz unter anderem mit der »Befreiung der Frauen« legitimiert, doch die Umsetzung dieses Ziels gelang trotz jahrelanger Anstrengungen nur in Teilen und gerät mit dem Abzug der Truppen nun vollends unter die Räder.
Für Frauen und Intellektuelle im Land heißt das: Alle erkämpften Freiheiten sind dahin.
Babori reist regelmäßig nach Afghanistan, um mit Frauen zu sprechen – in Städten wie Kabul oder Masar‐e‐Sharif ebenso wie in ländlichen Gebieten, in denen 90 Prozent der Frauen keinen
Zugang zu Bildung haben. In sechs Kapiteln beschreibt sie, warum der Westen in den letzten 20 Jahren versagt hat, und richtet den Blick zurück bis zu den 1920er Jahren. Sie hält fest, wie es um die rechtliche Situation der Frauen bestellt ist, und was es heißt, als Mädchen in Afghanistan
geboren zu werden. Sie erzählt von Frauen, die unter Lebensgefahr heimlich andere Frauen unterrichten und von anderen, die sich aus Verzweiflung das Leben nehmen.
Babori ist überzeugt: Die Weltgemeinschaft sollte Hintergründe und Lebensrealität in allen Facetten kennen, bevor sie erneut der Versuchung erliegt, afghanische Frauen im Interesse der
eigenen Politik zu instrumentalisieren. Sie zeigt: Das Bildungs‐ und Gesundheitswesen in Afghanistan steht kurz vor dem Zusammenbruch. Die Wirtschaft befindet sich im freien Fall. Geopolitische und wirtschaftliche Interessen, ob von einzelnen Politikern und Befehlshabern oder
von Weltmächten wie USA oder China, stehen oben auf der Agenda. Die Frauen landen einmal mehr im Abseits. Ihr Buch ist ein unmissverständlicher Appell, weiter hinzuschauen und zu handeln: mit nachhaltiger Unterstützung von Bildung, mit Frauen in Schlüsselpositionen und garantierten
Frauenrechten. Für eine in sich stabile, auch für Frauen lebenswerte Nation.

Die Autorin:
Shikiba Babori wurde in Kabul geboren und kam Ende der 70er Jahre mit ihrer Familie nach Deutschland. Nach Afghanistan kehrte sie zum ersten Mal im Jahr 2003 zurück. Seitdem reiste
die Journalistin und Ethnologin regelmäßig in die Heimat ihrer Vorfahren und berichtete in zahlreichen Reportagen von den Entwicklungen dort. Seit dem Abzug der Nato im August 2021
wurde sie zur Stimme der afghanischen Frauen in den deutschen Medien. Sie bildete Journalist:innen in Afghanistan aus und hat das afghanisch‐deutsche Reporter:innen‐Netzwerk
Kalima‐News gegründet.

Die in Überlingen lebende Journalistin Karin Walz wird mit Babori ein Gespräch führen. Walz war Journalistin bei verschiedenen Zeitungen (2 journalistische Auszeichnungen) und für die Wirtschaftsredaktion der DW-TV in Berlin. Arbeitsaufenthalte in den USA, Dozentin für Journalismus / PR / Kommunikation.

 

Indonesien und Java
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
18:30Uhr
Eintritt
9 Euro, Gäste: 11 Euro
Veranstaltungsart
Multivisionsvortrag
Vortragende/-r
Thomas Schenker

Die Backpacks auf die Schultern und dann los zur nahegelegenen Straße, um das nächste Bemo anzuhalten, wie die Indonesier ihre Sammeltaxis nennen. Alle Sitze sind belegt - trotzdem winkt uns der Fahrtbegleiter mit auffordernder Geste heran. Die Passagiere rutschen zusammen, die Hühner am Boden werden etwas zur Seite geschoben und so finden wir noch Platz im überfüllten Kleinbus. Dann gibt der Fahrer Gas und wir verschwinden im chaotischen Verkehr Indonesiens, während der Fahrtbegleiter mehr oder weniger aus der offenen Tür heraushängt, da es nun wirklich keinen freien Zentimeter Platz mehr im Fahrgastraum des Bemos gibt.
Egal, ob wir mit dem Bus oder auf dem Rücksitz eines Motorradtaxis unterwegs sind, oder uns für ein paar Tage ein eigenes Moped leihen und das dann mit unseren Rucksäcken vollpacken, sodass es kaum noch von den schwer überladenen Motorrädern der Einheimischen zu unterscheiden ist – Unterwegs zu sein auf Indonesiens Straßen ist nicht gerade was für schwache Nerven, und wir brauchen einige Zeit, um uns daran zu gewöhnen und das ständig mitfahrende Risiko auszublenden. Eine Alternative gibt es aber ohnehin nicht, denn nur so können wir in die faszinierende Kultur dieser tropischen Inselwelt eintauchen und das Leben der Einheimischen miterleben.
Imposante Vulkane, die ihren giftigen Rauch Richtung Himmel atmen, Bauern, die die saftig grünen Reisterrassen an den Hängen der Feuer speienden Berge bewirtschaften, geheimnisvolle Zeremonien und Tänze in traumhaft geschmückten Tempeln, Gebete in imposanten Moscheen, lebhaftes Treiben auf farbenfrohen Märkten - und natürlich das Meer, das die Inseln von allen Seiten umgibt und manchmal mystisch still sein kann, manchmal aber auch furchteinflößende Wellen Richtung Küste wirft, die sich steil aufbäumen und über das messerscharfe Riff brechen, um dann an einem wunderschönen Strand sanft anzubranden.

Kreisleriana
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
18:30Uhr
Eintritt
10 Euro
Veranstaltungsart
Literarisch-musikalischer Abend
Vortragende/-r
Christian Mattick, Querflöte & Sprecher
Mathias Huth, Klavier

“Die Musik schließt dem Menschen ein unbekanntes Reich auf, eine Welt, die nichts gemein hat mit der äußeren Sinnenwelt, die ihn umgibt, und in der er alle bestimmten Gefühle zurücklässt, um sich einer unaussprechlichen Sehnsucht hinzugeben.” 

E.T.A. Hoffmann

E.T.A. Hoffmann, der ein glühender Verehrer Beethovens war, hat in seiner „Kreisleriana“ rund um den vom Wahnsinn bedrohten Kapellmeister Johannes Kreisler humorvoll und bissig das Musikleben seiner Zeit kommentiert – pendelnd zwischen romantischem Überschwang: „Musik, das Reich des Ungeheuern und Unermesslichen“ und tiefem Sarkasmus. Musik von Zeitgenossen E.T.A. Hoffmanns Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Johann Nepomuk Hummel und Texte aus Hoffmanns „Kreisleriana“ lassen die Vielfalt und Intensität der Zeit der frühen Romantik lebendig werden – ein Konzert zum Jubiläumsjahr des Dichters, der auch als Komponist, Dirigent und Opernintendant von sich reden machte.

Waren wir doch Teile voneinander
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
19:00Uhr
Eintritt
9 Euro, Gäste: 10 Euro
Veranstaltungsart
Autorenlesung
Vortragende/-r
Gunna Wendt

Die Beziehung zu einer Schwester gehört zu den intensivsten Bindungen im Leben – sie kann fundamentalen Halt, aber auch viel Zündstoff bieten.
So war für Simone de Beauvoir ihre Schwester Hélène Komplizin und Untertanin zugleich, und Liesl Karlstadt fand nach schwerer Krise nur mit Hilfe ihrer Schwester zurück in den Alltag. Sisi, die Kaiserin von Österreich, und ihre Schwester Néné verständigten sich auf Englisch, ihrer Schwesternsprache, die sonst niemand in ihrer Umgebung verstand, und dass die disziplinierte Queen Elizabeth und die rebellische Prinzessin Margaret nicht immer einer Meinung waren, ist nicht erst seit The Crown bekannt.
Über Schwestern weiß Gunna Wendt allerhand zu erzählen, sowohl Spannendes und Skandalöses als auch Bewegendes und Unterhaltsames.

Die Brüder Gerswhin
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
17:00Uhr
Eintritt
11 Euro, Gäste: 12 Euro
Veranstaltungsart
Jazzkonzert
Vortragende/-r
Shaunette Hildabrand (USA), Gesang

Bernd Lhotzky (D), Klavier

Jos Machtel (NL), Kontrabass

Von 1924 bis 1937 schrieben die Brüder Gershwin fast ausschließlich zusammen und komponierten über zwei Dutzend Partituren für den Broadway und Hollywood. Obwohl sie viele individuelle Song-Hits hatten, war ihre größte Errungenschaft vielleicht die Erhebung der musikalischen Komödie zu einer amerikanischen Kunstform. Ihre Zusammenarbeit war eine von zwei absolut unterschiedlichen Temperamenten; George, die überschwängliche, expansive Natur; Ira, melancholisch, verträumt, introvertiert. Doch diese beiden Köpfe erhielten identische Eindrücke vom Kontakt mit der Außenwelt, und die Fusion, eine Verschmelzung ihrer beiden Stile, schuf einen einzigen Stil, einen sehr persönlichen, einen, der die amerikanische Musik weiterhin definiert.

 

Das internationale Shaunette Hildabrand Trio wird dem außergewöhnlichen Gershwin-Songwriter-Team in einem Programm mit seinen beliebtesten Kompositionen Tribut zollen.

Besetzung - 

Shaunette Hildabrand (USA), Gesang

Bernd Lhotzky (D), Klavier

Jos Machtel (NL), Kontrabass

Dr. Martin Kloke: 75 Jahre Israel - Land, Leute und Gesellschaft im Umbruch
Ort
Theatersaal
Uhrzeit
19:00Uhr
Eintritt
9 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Dr. Martin Kloke

Israel ist ein buntes, demokratisches Land in einem spannungsgeladenen Umfeld– Heimat nicht nur, aber vor allem von Jüdinnen und Juden. Viele von ihnen sind vor und nach 1948 als Einwanderer/-innen vor Hass und Verfolgung in ihren Herkunftsländern geflohen.
Innerhalb weniger Jahrzehnte ist aus dem agrarisch geprägten Entwicklungsland ein High-Tech-Land geworden.
Wie kommen die verschiedenen ethnischen, religiösen und kulturellen Communities Israels miteinander aus – und wo verlaufen Konfliktlinien? Bedeutet die Regierungsbeteiligung ultrarechter
Strömungen eine Gefahr für den Fortbestand von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Israel?
Dr. Martin Kloke ist Politikwissenschaftler und Publizist und bereist regelmäßig Israel und den Nahen Osten. Er hat über das Verhältnis der deutschen Linken zum Staat Israel promoviert und betreut als verantwortlicher Redakteur die Fächer Ethik, Philosophie und Religion in einem Berliner Bildungsmedienverlag. Kloke ist seit vielen Jahren in der deutsch-israelischen und christlich-jüdischen
Beziehungsgeschichte unterwegs und hat dazu zahlreiche Beiträge veröffentlicht.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Augustinum Überlingen, Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Evangelische Erwachsenenbildung Bodensee, Jüdische Gemeinde Konstanz e.V.
 

Kontakt zur Kulturreferentin

Olivia Schnepf
Telefon: 07551 940-460
E-Mail: olivia.schnepf(at)augustinum.de