Wir machen Ihr Herz nachhaltig wieder leistungsfähig

Kardiologie und Intensivmedizin

Die Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin der Augustinum Klinik ist personell und apparativ so aufgestellt, dass jede Erkrankung des Herzens erkannt und behandelt werden kann – egal ob das Herz aus dem Takt gerät, die Blutversorgung behindert ist, der Herzmuskel kaum noch pumpt oder die Herzklappen nicht mehr ausreichend funktionieren.


Neben einer prästationären Ambulanz und Stationen mit zentraler EKG-Überwachung für jedes Bett verfügt die kardiologische Abteilung über eine Notaufnahme für Patient*innen mit akuten Brustschmerzen (Chest Pain Unit - CPU). Eine Intensivstation mit umfassender Erfahrung bei bedrohlichen Herzproblemen befindet sich ebenfalls im Haus.

In unserem Team arbeiten jeweils mehrere Spezialisten mit Zusatzqualifikationen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie für die Behandlung von Herzkranzgefäßen und Herzklappen mittels Kathetertechniken, die Behandlung der Herzinsuffizienz, die Behandlung des Herzrhythmus mittels Katheterablationen oder Implantationen von z. B. Herzschrittmachern, die Behandlung von schweren Herzmuskelschwächen und auch für die schnelle Diagnostik des Herzens mit höchstauflösender Computertomographie.

Drei Herzkatheterlabore sowie eine große Funktionsabteilung zur nichtinvasiven Untersuchung des Herzens mittels EKG, Ultraschall, hochauflösendem CT sowie zur Abfrage und Programmierung von unter anderem Schrittmachern, Defibrillatoren und kardialen Resynchronisationsgeräten bilden das Herzstück der Behandlung.

Unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Probleme wird ein möglichst kurzer stationären Aufenthalt zur Behandlung geplant und in Zusammenarbeit mit den Hausärzt*innen und betreuenden Fachärzt*innen die Nachhaltigkeit des Behandlungserfolges gesichert.

Seit vielen Jahren wird die Kardiologie der Augustinum Klinik München in der Klinikliste des Focus unter den Deutschlands Top-Kliniken gelistet.

Ihre Ansprechpartner in der Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin

Bild von Professor Dr. Oliver Husser

Prof. Dr. med. Oliver Husser

Chefarzt Kardiologie und Intensivmedizin

Porträtaufnahme von Mia Skrbo

Mia Skrbo

Chefarztsekretariat 

Telefon: 089 7097-1154
Fax: 089 7097-1882
E-Mail: sekretariat-prof.husser(at)med.augustinum.de

Porträtbild von Christina Moshejko

Christina Moshejko

Chefarztsekretariat 

Porträtaufnahme von Tanja Laino

Tanja Laino

Chefarztsekretariat 

Bild von Dr. Christian Tesche

Privatdozent Dr. med. Christian Tesche, MHBA

Leitender Oberarzt
Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin

Bild von Jürgen Brömsen

Jürgen Brömsen

Leitender Oberarzt
Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin und Elektrophysiologie

Porträtbild von Dr. Markus Füller

Dr. med. Markus Füller

Oberarzt
Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin

Porträtaufnahme von Dr. Peter Holzapfel

Dr. med. Peter Holzapfel

Oberarzt
Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin

Porträtaufnahme von Dr. Etienne Luciani

Dr. med. Etienne Luciani

Oberarzt
Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin

Porträtaufnahme von Dr. Daniel Zimmer

Dr. med. Daniel Zimmer

Oberarzt
Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin und Elektrophysiologie

Belegungsmanagement und stationäre Aufnahme

Telefon: 089 7097-5004
Fax: 089 7097-1101

Weitere wichtige Telefonnummern in der Kardiologie und Intensivmedizin

Herzkatheterambulanz für Selbstzahler
Telefon: 089 7097-1154

Herzkatheterlabor
Telefon: 089 7097-1110

Intensivstation
Telefon: 089 7097-1338

Kardiologische Ambulanz
Telefon: 089 7097-1154

Rhythmologische Ambulanz
Telefon: 089 7097-1162

Schrittmacher- und ICD-Ambulanz
Telefon: 089 7097-1180

Einblicke in unsere Fachabteilung

Koronare Herzkrankheit, Herzklappenfehler und andere strukturelle Herzerkrankungen

Wenn aufgrund von akuten Brustschmerzen, Engegefühl, seltenen Unterkieferschmerzen oder Schmerzen in der Magengrube Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt besteht, kann dieser in unserer zertifizierten Thoraxschmerz-Notaufnahme (Chest Pain Unit - CPU) innerhalb kurzer Zeit abgeklärt werden.

In einem unserer drei Herzkatheterlabore können wir dann notfallmäßig eine Herzkatheteruntersuchung durchführen. Falls der Notarzt bzw. die Notärztin im EKG einen schweren Herzinfarkt erkennt, werden Patient*innen eventuell direkt ins Herzkatheterlabor gebracht, wo das verschlossene Herzkranzgefäß möglichst schnell wieder geöffnet werden muss.

Da ausgedehntes Gerinnselmaterial eine Rolle spielen kann, haben wir die Möglichkeit der Thrombusabsaugung und für Bypässe des Auffangens von Gerinnseln über einen eingeführten Filter. Unser Herzkatheterlabor steht für akute Herzinfarkte rund um die Uhr zur Verfügung. Nach dem akuten Herzinfarkt kümmern wir uns um eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitation).

Wenn Verdacht auf eine neue oder fortschreitende Herzkranzgefäßerkrankung besteht, können wir die Herzkranzgefäße mittels einer Herzkatheteruntersuchung darstellen, in ausgewählten Fällen auch mittels unseres Herz-Computertomographen (kardiale CTA).

Finden wir im Herzkatheter Verengungen der Herzkranzgefäße (Koronarstenosen), können wir diese in der Regel sofort mit Koronarstents behandeln. Wenn eine visuelle Beurteilung nicht ausreicht, können wir die Entscheidung auch von intrakoronaren Flussmessungen (FFR, iFR) und verschiedenen Möglichkeiten der Bildgebung (IVUS, OCT) abhängig machen. In seltenen Fällen besprechen wir Befunde zunächst mit der Herzchirurgie im Hause, ob eine koronare Bypassoperation eine alternative Therapieoption darstellt.

Neben den üblichen Techniken der Ballonerweiterung (PTCA) und Stentversorgung (DES) verfügen wir auch über Techniken wie Aufbohren stark verkalkter Verengungen (Rotablation), Lithotripsieverfahren, spezielle Ballons, medikamentenbeschichtet (DEB), höchste Drücke aushaltend (bis 40 bar), mit Minimessern (cutting balloon) und spezielle Materialien zur Wiedereröffnung von chronischen Koronarverschlüssen (CTO).

Die Herzkatheterimplantation kann häufig nach entsprechender Vorbereitung über die prästationäre Ambulanz erfolgen. Die große Mehrheit der Herzkatheteruntersuchungen erfolgt in der Augustinum Klinik nach modernen Methoden über einen Zugang am Handgelenk (Arteria radialis), so dass in den allermeisten Fällen nach der Untersuchung weder Bettruhe noch Druckverband notwendig sind.

Müssen Verengungen der Herzkranzgefäße behandelt werden, ist mit mindestens einer Übernachtung zu rechnen. Nach Rücksprache mit der Klinik zu ist zu klären, wie eine bestehende Blutverdünnung und Einnahme von Antidiabetika für die Implantation pausiert werden muss.

Wurde eine hochgradige Aortenklappenstenose (Verengung des Ventils zwischen linker Herzmuskelkammer und Hauptschlagader) entdeckt, können wir mit Zusatzuntersuchungen wie kardialer Computertomographie, Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre (transösophageale Echokardiographie, TEE) und Herzkatheteruntersuchung den besten Behandlungsweg festlegen.

Unter Berücksichtigung von Alter, Mobilität, Zusatzerkrankungen sowie der individuelllen Patient*innenanatomie entscheidet ein interdisziplinäres Herzteam aus Kardiologen, Kardiochirurgen und Kardioanästhesisten, welche Form des Herzklappenersatzes empfohlen wird. Die Augustinum Klinik verfügt über langjährige Erfahrung und große Expertise in der minimalinvasiven Behandlung mittels Katheterklappe (TAVI).

Ein operativer Klappenersatz durch mechanische oder biologische Prothese unter Eröffnung des Brustkorbs wird im herzchirurgischen Operationssaal im Hause durchgeführt. Auch die Spezialbehandlung von vor Jahren implantierten, nicht mehr funktionierenden Bioprothesen wird routinemäßig durchgeführt. Für die Voruntersuchungen wird in der Regel ein stationärer Aufenthalt von zwei Nächten erforderlich, für die TAVI noch weitere drei bis sechs Nächte nach dem Eingriff.

Bei einer hochgradigen Mitralklappeninsuffizienz (Undichtigkeit des Ventils zwischen linker Herzmuskelkammer und linkem Vorhof bzw. Lunge) kann mit Zusatzuntersuchungen in der Augustinum Klinik, vor allem einer Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre (transösophageale Echokardiographie, TEE) und einer Herzkatheteruntersuchung der beste Behandlungsweg festgelegt werden.

Unter Berücksichtigung von Alter, Mobilität, Zusatzerkrankungen und vor allem dem Zustand der Klappe selbst entscheidet das interdisziplinäre Herzteam, ob eine minimalinvasive Reparatur in Kathetertechnik (MitraClip, PASCAL-System) erfolgen kann. Alternativ dazu kann eine operative Wiederherstellung der Klappe (Rekonstruktion) oder ein Klappenersatz (mechanische oder biologische Prothese) mit Brustkorberöffnung erfolgen.

Für die Voruntersuchungen wird in der Regel ein stationärer Aufenthalt von zwei Nächten erforderlich, nach einer Reparatur in Kathetertechnik noch weitere drei Nächte nach dem Eingriff.

Bei hochgradiger Tricuspidalklappeninsuffizienz (Undichtigkeit des Ventils zwischen rechter Herzmuskelkammer und rechtem Vorhof) kann mit Zusatzuntersuchungen wie vor allem Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre (transösophageale Echokardiographie, TEE) und Herzkatheteruntersuchung der beste Behandlungsweg festgelegt werden.

Unter Berücksichtigung von Alter, Mobilität, Zusatzerkrankungen und vor allem dem Zustand der Klappe selbst wird entschieden, ob eine minimalinvasive Reparatur in Kathetertechnik (TriClip, PASCAL-System) erfolgen kann oder ob operative Wiederherstellung der Klappe (Rekonstruktion) oder ein Klappenersatz (mechanische oder biologische Prothese) mit Brustkorberöffnung im herzchirurgischen Operationssaal erfolgt.

Für die Voruntersuchungen wird in der Regel ein stationärer Aufenthalt von zwei Nächten erforderlich, nach einer Reparatur in Kathetertechnik noch weitere drei Nächte nach dem Eingriff.

Bei hochgradiger Mitralklappenstenose (Verengung des Ventils zwischen linker Herzmuskelkammer und linken Vorhof bzw. Lunge) wird mit Zusatzuntersuchungen wie vor allem Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre (transösophageale Echokardiographie, TEE) und Herzkatheteruntersuchung der beste Behandlungsweg festgelegt. 

Sollte sich die Beschaffenheit der Klappe für eine minimalinvasive Klappenaufweitung eignen, kann diese in unseren Herzkatheterlaboren durchgeführt werden. Ist der Zustand der Herzklappe ungeeignet, wird entschieden, ob ein Klappenersatz (mechanische oder biologische Prothese) mit Brustkorberöffnung durchgeführt wird.

Für die Voruntersuchungen wird in der Regel ein stationärer Aufenthalt von zwei Nächten erforderlich, nach einer Mitralvalvulotomie noch eine weitere Nacht.

Wenn aufgrund von Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme und/oder auffälliger Herzklappe in der Ultraschalluntersuchung eine Entzündung der Herzklappen (infektiöse Endokarditis) vermutet wird, ist eine dringende stationäre Abklärung zur Sicherung der Diagnose und zur gezielten intravenösen Antibiotikabehandlung erforderlich. Das geschieht mittels Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre (transösophageale Echokardiographie, TEE) und durch Suche nach Bakterien im Blut.

Bei gesicherter Endokarditis liegt ein lebensbedrohendes Krankheitsbild vor. Dann erfolgt umgehend eine Fallbesprechung mit den Kolleg*innen der Herzchirurgie, da bei vielen Patientinnen und Patienten eine operative Sanierung erforderlich ist.

Die stationäre Versorgung dauert aufgrund der langwierigen Infusions-Therapie mit Antibiotika in der Regel mehrere Wochen.

Die HOCM simuliert eine Aortenklappenstenose (siehe oben), aber die Verengung liegt nicht in der Klappe, sondern unterhalb durch einen dicken angeborenen Muskelwulst der Kammerscheidewand.

Wird diese Erkrankung entdeckt, können wir deren Schweregrad gegebenenfalls noch einmal sicher einstufen und mit Zusatzuntersuchungen wie Messung der Verengung unter Belastungsbedingung, Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre (transösophageale Echokardiographie, TEE) und Herzkatheteruntersuchung den besten Behandlungsweg festlegen. In der Regel wird bei dieser Erkrankung nicht operiert, sondern im Bereich des Herzmuskelwulsts werden über einen Ballon kleine Mengen 99-prozentigen Alkohols eingebracht, um den Muskelwulst zu verkleinern (TASH).

Nach der Maßnahme wird in der Regel eine fünftägige stationäre Überwachung erforderlich.

Wird ein Loch der Herzscheidewand (Atrialer Septum Defekt = ASD) entdeckt, so können wir mit Zusatzuntersuchungen wie vor allem Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre (transösophageale Echokardiographie, TEE) und Herzkatheteruntersuchung den besten Behandlungsweg festlegen. Wenn immer möglich ist die Therapie der Wahl der Verschluss des Lochs mit einem Doppelschirmchen in Kathetertechnik.

Hierzu ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt über zwei Nächte erforderlich.

Wenn der Deckel des im Mutterleib benötigten Lochs der Herzscheidewand nicht vollständig verklebt ist (Persistierendes Foramen ovale = PFO) und sich öffnen kann oder dieses PFO nach einem Schlaganfall ohne offensichtlichen anderen Grund (z. B. Vorhofflimmern) gefunden wird, kann dieses Loch mit einem Doppelschirmchen über eine Kathetertechnik verschlossen werden.

Hierzu ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt über ein bis zwei Nächte erforderlich.

Außer bei jungen, ansonsten gesunden Patienten muss bei Vorhofflimmern eine lebenslange Blutverdünnung erfolgen. Ist dies nicht möglich (z. B. wegen Darmblutungen), können wir stattdessen das linkes Vorhofohr (LAA; Quelle der Gerinnselbildung) mittels Kathetertechnik verschließen (Vorhofohr-Verschluss, Watchman).

Dieses erfordert in der Regel einen stationären Aufenthalt mit zwei Übernachtungen.

Krankheitsbilder rund um Herzrhythmusstörungen

Wir können Vorhofflimmern beseitigen, indem wir einen Elektroschock (elektrische Cardioversion = ECV) in Kurznarkose durchführen. Voraussetzung ist eine durchgehende Blutverdünnung oder eine durch uns unmittelbar zuvor über die Speiseröhre durchgeführte Ultraschalluntersuchung des Vorhofohres auf Gerinnsel (transösophageale Echokardiographie = TEE). Dieses ist in der Regel über die prästationäre Ambulanz möglich. 

Um erneutes Vorhofflimmern zu verhindern, können wir die Elektrik der Vorhöfe mittels einer Katheterablation verändern (Pulmonalvenenisolation, Kryoballon, Hochfrequenzablation) und/oder stationär unter EKG-Kontrolle Medikamente gegen Vorhofflimmern starten. Dieses erfordert in der Regel mindestens eine Übernachtung in der Klinik nach vorhergehender Vorbereitung in der prästationären Ambulanz.

Vor allem bei atypischem Vorhofflattern, häufig nach bereits früher durchgeführter Vorhofflimmerablation, müssen oft aufwendige Untersuchungen des Vorhofes (dreidimensionale Kartographie der Erregung, 3D-Mapping) stattfinden, um die richtigen Stellen zu veröden.

Therapie der Wahl ist hier die Verödung im rechten Vorhof (Katheterablation des rechtsatrialen Isthmus). Prinzipiell ist auch eine Elektroschockbehandlung (ECV) möglich. Voraussetzung ist in der Regel eine sorgfältige Blutverdünnung oder eine durch uns unmittelbar zuvor über die Speiseröhre durchgeführte Ultraschalluntersuchung des linken Vorhofohres auf Gerinnsel (transösophageale Echokardiographie = TEE).

Das erfordert in der Regel mindestens eine Übernachtung in der Klinik nach vorhergehender Vorbereitung in der prästationären Ambulanz.

Bei plötzlich startendem und endendem regelmäßigem Herzrasen, das mittels eines EKG einer SVT zugeordnet wurde, kann die Ursache (atriale Tachykardie = AT, AV-Knoten-Reentry-Tachykardie = AVNRT, AV-Reentry-Tachykardie = AVRT in der Regel bei WPW-Syndrom) in aller Regel mit einer elektrophysiologischen Untersuchung (EPU, innere EKG-Ableitungen über Herzkatheter) geklärt und in gleicher Sitzung die verantwortliche elektrische Abnormität verödet (Katheterablation) werden.

Das erfordert in der Regel mindestens eine Übernachtung in der Klinik nach vorhergehender Vorbereitung in der prästationären Ambulanz. Diese Untersuchung kann nur stattfinden, wenn mindestens drei Tage zuvor keine den Herzrhythmus beeinflussenden Medikamente mehr eingenommen wurden, insbesondere keine Betablocker.

Wenn Herzstolpern sehr häufige auftritt und/oder sich die Herzmuskelfunktion durch häufige Extraschläge aus der Herzkammer zu verschlechtern droht, kann der Ursprungsort der vorzeitigen Erregung verödet werden (Katheterablation). Wenn notwendig auch als Ablation der Herzoberfläche (epikardiale Ablation).

Dieses erfordert in der Regel mindestens eine Übernachtung in der Klinik nach vorhergehender Vorbereitung in der prästationären Ambulanz.

Herzrasen aus der Herzkammer (ventrikuläre Tachykardien, VT) kann je nach Art der VT auf verschiedenste Weise verödet (Katheterablation) werden. Häufig müssen wir eine dreidimensionale Kartographie der Erregungsleitung (3D-Mapping) anlegen, manchmal auch von der Herzoberfläche veröden (epikardiale Ablation).

Bei herzgesunden Patient*innen erfordert dieses in der Regel mindestens eine Übernachtung in der Klinik nach vorhergehender Vorbereitung in der prästationären Ambulanz.

Bei den bedeutsam im Herzmuskel erkrankten Patient*innen (häufig ist auch ein implantierbarer Defibrillator erforderlich oder bereits vorhanden) ist mit einem mehrtägigen stationären Aufenthalt zu rechnen.

In der Augustinum Klinik werden alle Arten von Herzschrittmachern implantiert. Einkammerschrittmacher, die meist bei Vorhofflimmern eingesetzt werden, oder Zweikammerschrittmacher mit je einer Elektrode in Vorhof und Herzkammer können nicht selten nach vorausgehender Vorbereitung auch auf der prästationären Ambulanz implantiert werden. Aufwändigere Schrittmacher erfordern in der Regel einen stationären Aufenthalt über zwei Nächte. Dies ist beispielweise der Fall bei:

  • Leadless Pacer: Kleine, über Kathetertechnik direkt in den Herzmuskel implantierte Mini-Schrittmacher, Micra
  • Dreikammerschrittmacher zur kardialen Resynchronisationsbehandlung (CRT, siehe auch Herzinsuffizienz) mit einer zusätzlichen Elektrode auf der Herzmuskeloberfläche (linksventrikuläre Elektrode, CS-Elektrode)
  • Schrittmacher mit einer His-Bündel-Elektrode/Elektrode des linken Leitungsschenkels wie His-Bundle Pacing oder LeftBundle Branch Area Pacing

Bei allen Schrittmachern ist nach Rücksprache mit der Klinik zu klären, ob eine bestehende Blutverdünnung für die Implantation pausiert werden kann.

Wir setzen alle Arten von implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren (ICD) ein. Ein Einkammer-ICD (zumeist ohne vorausgehendes Ereignis bei Gefährdung für einen plötzlichen Herztod benötigt) oder ein Zweikammerdefibrillator (Elektrode in Vorhof und Herzkammer) erfordert in der Regel mindestens eine Übernachtung in der Klinik nach vorhergehender Vorbereitung in der prästationären Ambulanz.

Aufwändigere ICD wie ein Dreikammer-ICD (CRT-D) mit der Möglichkeit einer kardialen Resynchronisationsbehandlung (CRT, siehe auch Herzinsuffizienz) mit einer zusätzlichen Elektrode auf der Herzmuskeloberfläche (linksventrikuläre Elektrode, CS-Elektrode) oder einem subkutanen ICD (keine intravenöse Elektrode) erfordern in der Regel einen stationären Aufenthalt über mindestens zwei Nächte.

Bei allen ICD ist nach Rücksprache mit der Klinik zu hinterfragen, ob eine bestehende Blutverdünnung für die Implantation pausiert werden kann.

In der kardiologischen Abteilung der Augustinum Klinik werden alle Arten von Austauschen von Schrittmacher-/ICD-Aggregaten vorgenommen, ebenso Revisionen der Elektroden. Bei Ein- und Zweikammergeräten kann dies nicht selten auch über die prästationäre Ambulanz nach vorausgehender Vorbereitung erfolgen.

Bei Dreikammergeräten (CRT) und allen Defibrillatoren ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt über mindestens eine Nacht nach vorhergehender Vorbereitung in der prästationären Ambulanz erforderlich.

Müssen komplette Systeme (Aggregat und Elektroden) z. B. bei Infektionen explantiert (entfernt) werden, werden in der Regel mehrtägige stationäre Aufenthalte erforderlich.

Bei allen Eingriffen ist nach Rücksprache mit der Klinik zu klären, ob eine bestehende Blutverdünnung pausiert werden kann.

Zur Therapie der Herzmuskelschwäche implantieren wir in ausgewählten Fällen bei speziellen Patient*innen ein Cardiac Contractility Modulation (CCM) System (Optimizer), das ähnlich einem Schrittmacher arbeitet.

Das erfordert in der Regel einen stationären Aufenthalt über zwei Nächte. Nach Rücksprache mit der Klinik zu ist zu klären, ob eine bestehende Blutverdünnung für die Implantation pausiert werden kann.

Vor allem bei Patient*innen, die wiederholte, nicht geklärte Bewusstlosigkeit (Synkopen) erlitten haben, insbesondere mit Verletzungen, können wir einen kleines Gerät unter die Haut einsetzen (Eventrecorder). Dieser Recorder erfasst EKG-Ereignisse, die für die Synkopen verantwortlich sein können und ermöglicht dadurch eine zielgerichtete Behandlung.

Für die Implantation ist in der Regel eine Bewilligung der Krankenkasse notwendig. Die Krankenkasse fordert in der Regel eine aufwändige Abklärung einschließlich der von uns zu erbringenden Diagnostik wie Kipptischuntersuchung und/oder elektrophysiologische Untersuchung, bei der das elektrische System über innere EKG-Ableitungen in Kathetertechnik untersucht wird.

Herzmuskelerkrankungen und ausgeprägte Herzinsuffizienz

Wenn wegen einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) schon bei kleinsten Anstrengungen Luftnot auftritt und/oder erhebliche Wassersammlungen in den Beinen bestehen, können wir diese Situation schnell wieder erträglicher machen, indem wir durch intravenös verabreichte, stark wassertreibende Medikamente Flüssigkeit entziehen.

In seltenen Fällen wird zur Überbrückung von Phasen mit sehr niedrigem Blutdruck eine intravenöse Behandlung mit herzstützenden Medikamenten (z. B. Levosimendan) auf unserer Intensivstation benötigt, in sehr schweren Fällen eine Herzkatheterpumpe (Impella). 

Parallel zur symptomatischen medikamentösen Behandlung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) suchen wir nach Ursachen, welche die Einschränkung der Herzmuskelkontraktionen verursachen oder verschlechtern.

Der Zustand der Blutversorgung des Herzens und der Zustand der Herzklappen muss geprüft werden. Ebenso, ob schnelle, über längere Zeit bestehende Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern mit Pulsraten von z .B. 140/min) ursächlich verantwortlich sein können (Tachy-Cardiomyopathie).

Bei einer schlagartig aus dem Gesunden auftretenden Herzmuskelschwäche gehört hierzu häufig auch eine Herzmuskelbiopsie, um nach einer Virusentzündung des Herzmuskels (Myokarditis) zu suchen. Zur Verschlechterung können auch zusätzlich auftretende Leitungsstörungen (insbesondere Linksschenkelblock = LSB) beitragen, die das schwache Herz während der Pumpbewegung schaukeln lassen.

Werden solche Ursachen der Herzinsuffizienz entdeckt, bestehen in der Augustinum Klinik vielfältige Behandlungsmöglichkeiten (z. B. Koronarstents, Mitralklappenclipping, Vorhofflimmerablation, Resynchronisationstherapie = CRT-P oder CRT-D).

Ebenso wie die schwere Einschränkung der Kontraktion des Herzmuskels ist eine Behinderung der Füllung der Herzmuskelkammer oft ursächlich für die Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).

Bei der Abklärung wird mittels Ultraschall, kardialem CT,  gegebenenfalls Kernspintomographie und Herzmuskelbiopsie nach Einlagerungen im Herzmuskelgewebe (z. B. Amyloidose) oder Herzbeutelerkrankungen (z. B. Ergüsse bei Perkarditis oder einem Panzerherz = Pericarditis constrictiva) gesuct, die ursächlich behandelbar sind. Dies geschieht durch medikamentöse Behandlung bzw. Perikarddrainage bzw. operative Entfernung des Perikardpanzers durch die Herzchirurgie im Hause.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen der Augustinum Klinik

Sehr häufig weisen Patient*innen mit schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) große Wasseransammlungen zwischen Rippenfell und Lungenfell (Pleuraerguss) auf. In Zusammenarbeit mit unserer Pneumologie können wir diese ablassen und falls erforderlich auch eine Drainage anlegen. 

Eine schwere Herzmuskelschwäche des rechten Herzens (Rechts-Herzinsuffizienz) ist manchmal auch dadurch bedingt, dass der Herzmuskel gegen einen hohen Widerstand der Lungengefäße pumpen muss (Cor pulmonale). In Zusammenarbeit mit unserer Pneumologie können wir die Funktion der Lunge optimieren und ggf. den Lungenwiderstand verringern.

Manchmal weisen Patient*innen mit schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) auch große Wasseransammlungen im Bauchraum (Aszites) auf. In Zusammenarbeit mit unserer Gastroenterologie können wir diese ablassen.

Oft leiden Patient*innen mit schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) auch unter einer deutlich eingeschränkten Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz). Dieses so genannte kardio-renale Syndrom erschwert die Entwässerung.

In Zusammenarbeit mit unserer Dialyse/Intensivstation können wir den Wasserentzug trotzdem ermöglichen und der Niereninsuffizienz medikamentös entgegenwirken.

Wenn die konservativen Behandlungsmöglichkeiten bei schwerster Herzmuskelschwäche ausgeschöpft sind, kann die Herzchirurgie im Haus eventuell durch den Einbau eines Herzunterstützungssystem (LVAD, BIVAD) oder mit der Durchführung einer Herztransplantation helfen.

Weiterführende Information zu Krankheitssymptomen

Wenn Sie mehr über Krankheitssymptome im Bereich der Kardiologie wissen möchten, finden Sie weitere fundierte Informationen der Bundesärztekammer sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf der Seite

patienten-information.de

Eine Mitarbeiterin der Augustinum Klinik kontrolliert vor mehreren Bildschirmen sitzend eine Computertomographie

Computertomographie (CT)

Die hochmoderne Computertomographie in der Augustinum Klinik steht Privatpatient*innen oder Selbstzahler*innen auch zur ambulanten Behandlung in der Fachabteilung Kardiologie und Intensivmedizin zur Verfügung. Telefonische Anmeldung erfolgt über das Sekretariat.

Mehr zur CT in der Augustinum Klinik
Porträtaufnahme einer Patientin der Augustinum Klinik
„Ich bin erstaunt, wie schnell und unkompliziert die Herzkatheterbehandlung über das Handgelenk erfolgte und ich sofort wieder belastbar war.“

Eine Patientin über ihre Behandlung in der Augustinum Klinik

Zertifizierungen und Partnerschaften

Focus Siegel "Top Nationale Fachklinik 2022 - Kardiologie"

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Laut FOCUS zählt die Augustinum Klinik zu den Top-Kliniken für Kardiologie in Deutschland.

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Zertifizierung der kardiologischen Notaufnahme/Chest Pain Unit (CPU) durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

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Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Ausbildungsstätte für die Zusatzqualifikation "Kardiale Computertomographie"

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Focus-Siegel "Top Nationale Fachklinik 2022 - Rhythmologie"

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Die Kardiologie der Augustinum Klinik zählt laut FOCUS zu den Top-Kliniken für Rhythmologie in Deutschland.

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Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Ausbildungsstätte für die Zusatzqualifikation "Interventionelle Kardiologie"

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Zusammenarbeit mit dem medizinischen Versorgungszentrum für Rheumatologie Dr. Welcker in Planegg im Bereich der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung.

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Kooperation mit der Herzchirurgie und Herzanästhesie der LMU-Klinik

Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwigs Maximilians Universität München

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Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Ausbildungsstätte für die Zusatzqualifikation "Spezielle Rhythmologie"

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