Thomas Hauser

Ohne Titel, 2004, Bleistift, Ölpastell, Beizen auf Papier
Ohne Titel, ca. 1998, Ölpastell, Beizen auf Papier
Ohne Titel, 1998, Bleistift, Ölpastell, Beizen auf Nepalpapier
Ohne Titel, 2005, Bleistift, Ölpastell, Beizen auf Papier
Ohne Titel, 1998, Bleistift, Ölpastell, Beizen auf Papier
Ohne Titel, 1997, Bleistift, Ölpastell, Beizen auf Papier
Ohne Titel, 2001, Ölpastell, Beizen auf Karton

Biografie

Thomas Hauser, 1969 in München geboren, war von 1989 an bis ins Jahr 2016 permanent künstlerisch tätig. Von 2000 bis 2016 war er Mitglied im Atelier Augustinum, das bis heute sein Werk in seiner Sammlung verwahrt und präsentiert.

Hausers Bilder bestehen im Kern aus der variativen Wiederholung von Rechtecksformen, die ein zuvor ausgegrenztes Bildfeld durchziehen. Diese sich wiederholenden Formelemente treten untereinander und zur Bildfläche in eine vielfältige dynamische Beziehung. Sie scheinen sich zu bewegen, scheinen aus dem Bildgrund eben erst aufzutauchen oder in seine Tiefe zu entschwinden. Diese Dynamik fesselt den Blick des Betrachters, wenn er sich auf das Vexierspiel einlässt, das sich vor einem meist monochrom changierenden Hintergrund entfaltet. Gegenständlich identifizierbare Motive, die noch zu Beginn in Hausers Bilder eingeschrieben waren, sind heute fast völlig daraus verschwunden.

Der von Hausers Bildern ausgehende abstrakte aber auch dekorative Reiz war seit 1994 in über siebzig Ausstellungen bundesweit und international zu sehen. Seine Bilder gehören zum Bestand wichtiger Privatsammlungen, 2005 erhielt er den Schweinfurter Kunstpreis.

Hauser – Mensch und Bild>

„Thomas Hausers Arbeitsweise und der Ausdruck seiner Zeichnungen stehen in engem Zusammenhang mit dem Ursprung des Schreibens. Im Sinne der frühesten selbstbewussten Signaturen der Urheber von Höhlenmalereien – ein Finger- oder Handabdruck – vereinfacht er die Buchstaben seines Namens zu den Grundformen Quadrat, Rechteck, Dreieck und Kreis. Diese Zeichen sind als Icons, als Standardzeichen, jedoch ohne feste Bedeutung zu sehen, die – erfüllt von der archaischen und mysteriösen Essenz aller Zeichen – dem Betrachter eine stark energetische Präsenz vermitteln. “

Lena Föckersperger