950 neue Pfeifen für Simeon

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Die Residenz München-Neufriedenheim bekommt eine neue Orgel

Man kann es sich wie ein kleines Orchester vorstellen. Oboe, Gambe, Flageolett – jedes der 18 Register klingt nach einem Instrument. Mit 4,20 Meter Breite, 2,99 Meter Höhe und 1,50 Meter Tiefe ist die neue Orgel der Simeonskirche im Augustinum München-Neufriedenheim vergleichsweise klein, doch hinter der eleganten Front aus schwarz gebeizter massiver Eiche und Pfeifen aus einer wertvollen Zinn-Blei-Legierung verbirgt sich ein verdichtetes Wunderwerk der Technik.

Während der Einbauarbeiten im November duftete es in der Simeonskirche nach Fichtenholz. Das Gehäuse und viele Instrumententeile wie die großen Basspfeifen sind aus Holz. Gebaut und eingebaut wurde die Orgel vom Traditionsunternehmen Münchner Orgelbau Johannes Führer aus München, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Sachverständigen, dem Organisten der Simeonskirche, Markus Oberniedermayr, und dem Architekten Robert Rechenauer. Die Klangfarben der 950 Pfeifen hat der Intonator Andreas Pürtinger einzeln vor Ort eingestellt.

„Es ist unsere Wunschorgel”, freut sich Pfarrerin Irene Silbermann, Seelsorgerin des Hauses. 200.000 Euro hat das Instrument gekostet, das überwiegend durch Spenden finanziert wurde. 138.000 Euro kamen von Bewohnerinnen und Bewohnern der Seniorenresidenz, 6.000 Euro trug die Kirchengemeinde bei, den Rest hat das Augustinum übernommen.