
Kassel
Nicholas Ciesla, Violine
Sanja Uhde, Violoncello
Tomonori Murakami, Klavier
Das Konzert beginnt mit einem Juwel der romantischen Klaviertrio-Literatur: den Fantasiestücken op. 88 von Robert Schumann, in denen vier charakteristische Sätze – Romanze, Humoreske, Duett und Marsch, eine erfrischend neue Alternative zum Aufbau des klassischen Klaviertrios präsentieren. Darauf folgt das „Geistertrio“ von Ludwig van Beethoven. Es wurde zwar nicht vom Komponisten selbst so benannt, sondern von seinem berühmtesten Klavierschüler Carl Czerny. Dieser schrieb im Jahr 1842, dass ihn das Largo, der zweite Satz, an die Szene mit Hamlets Vater im Hamlet von Shakespeare erinnere. Czerny war nah dran; Hinweise auf Seiten von Beethovens Notizbuch deuten darauf hin, dass der Komponist zur Zeit der Komposition dieses Trios mit dem Dramatiker Heinrich von Collin über eine Oper von Shakespeares Macbeth diskutierte. Die Worte „Macbeth“ und „Ende“ erscheinen neben Skizzen für das Largo.
Foto: © Uhde-Trio
Festsaal des Augustinum Kassel
Im Druseltal 12
34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe