Lage, Betreuung, Kosten

Ratgeber

Die Checkliste für Seniorenresidenzen – worauf man bei der Auswahl achten sollte

Ein Umzug im Alter will wohlbedacht sein: Schließlich gibt es viele Anbieter von Seniorenresidenzen auf dem Markt mit erheblichen Unterschieden in Kosten und Leistungen. Sei es bei Aktivitäten, Infrastruktur im Haus oder Pflege und Betreuung im Alltag - gründliches Vergleichen lohnt sich. Auch die Angehörigen können die Entscheidung dann besser mittragen. Auf welche Punkte man bei der Auswahl achten sollte und worauf eine gute Beratung eingehen muss, verrät die folgende Checkliste. Diese können Sie hier herunterladen, PDF 89KB

Lage und Wohnen

Was Größe und Ausstattung angeht, sind die Bedürfnisse unterschiedlich: Je nachdem, ob man allein oder zu zwei einzieht, mit Haustier oder ohne, einen Balkon oder eine Terrasse bevorzugt. Darauf achten sollte man, ob eine kleine Küche bereits eingebaut ist. Sicher ist es eine Umstellung, von einem großen Haus in eine Wohnung zu ziehen – dafür hat man aber auch keine lästigen Pflichten mehr. Clevere Lösungen gibt es für fast jedes Bedürfnis. Ideal ist es, wenn man seine Möbel mitnehmen kann und sich die Wohnung nach eigenen Wünschen einrichtet. So wird aus der Wohnung in der Residenz rasch ein Zuhause.

Viele entscheiden sich für eine Residenz in der Nähe des Wohnorts.  Wenn Verwandte oder Freunde zu Besuch kommen wollen, sollte eine Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel vorhanden sein. Einige Residenzen organisieren aber auch regelmäßig Fahrten, etwa zu besonderen Konzerten oder Ausflügen. Wenn Lebensmittelladen, Bank, Friseur und Arzt im Haus sind, sind die Wege kürzer.

Aktivität und Kultur

Beim Durchblättern des Kulturprogramms einer Residenz lohnt sich ein genauer Blick: Wie viele Veranstaltungen finden pro Woche statt? Ist das Programm abwechslungsreich (Kino, Vorträge, Konzerte) und trifft es meinen Geschmack? Organisiert die Residenz Ausflüge oder Reisen? Ist das Haus auch offen gegenüber Gästen und integriert es die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils? Gibt es weitere Angebote, wie Boule, Sportveranstaltungen? Können Bewohnerinnen und Bewohner selbst Kurse anbieten?

In den Residenzen des Augustinum finden Bewohnerinnen und Bewohner ein spannendes Kulturprogramm vor. „Wir achten auf ein niveauvolles und abwechslungsreiches Programm mit hochkarätigen Gästen“, erzählt Dr. Paula Väth, die Kulturbeauftragte des Augustinum. „Von Vorträgen über Filmen bis hin zu Konzerten oder auch Theater – wir bieten jede Woche zwei bis drei Veranstaltungen.“ Auch Sprachkurse, Boule, Sportveranstaltungen oder auch von Bewohnern selbst veranstaltete Kurse bieten die Häuser an. „Da ist für jeden Geschmack etwas dabei“, so Väth. 

Betreuung und Pflege

Der Empfang sollte 24 Stunden am Tag besetzt sein, sodass auf Notrufe sofort reagiert werden kann. Auch Pflegekräfte vor Ort, die nicht erst eine halbe Stunde anfahren müssen, können so rasch alarmiert werden. Aber auch tagsüber sind verlässliche und vertraute Ansprechpartner wichtig, die sich um die großen und kleinen Fragen kümmern können.

Falls ein Pflegebedarf auftritt, sollte in einer guten Seniorenresidenz ein Pflegedienst in die eigene Wohnung kommen. „Bei uns muss niemand auf eine Pflegestation umziehen, selbst im höchsten Pflegegrad“, sagt Dr. Johannes Rückert, Geschäftsführer der Augustinum Seniorenresidenzen. „Wir berücksichtigen bei der Pflege die Privatsphäre der Bewohner. Sie sind bei uns schließlich Zuhause.“ Auch ein Angebot, das Pflegekosten begrenzt, kann entscheidend für die Auswahl sein.

Leistungen und Kosten

Denn einer der wichtigsten Faktoren für viele: Kann ich mir die Wohnform überhaupt leisten – und auch dann, wenn der Partner stirbt? Hier ist ein Vergleich dessen, was im Pensionspreis inbegriffen ist, essentiell: Was ist neben der reinen Warmmiete inklusive? Eine Mahlzeit im Restaurant am Tag, Wohnungsreinigung, Kurse, Sport, Schwimmbad, Übergangspflege im Krankheitsfall, Seelsorge und einige Kulturveranstaltungen? Oder muss man für alles extra zahlen? Auch mögliche Kosten für Pflege sollten einkalkuliert werden. Gute Anbieter rechnen dies mit Interessenten ehrlich durch und geben Bedenkzeit. Aber eines sollte man bedenken: echte Gemeinschaft in Verbindung mit Unabhängigkeit und Sicherheit – das ist auch im Alter unbezahlbar.

Kann ich Probewohnen?

Zu guter Letzt: Wer sich für eine Residenz entschieden hat, sollte einige Tage Probewohnen und das Haus und die Atmosphäre kennenlernen. So kann man sich sicher sein, dass man die richtige Entscheidung trifft.