
Kassel
Johannes Eichhorn zeigt in seinen Arbeiten keine naturgetreuen Abbilder, sondern lebendige Verbindungen zwischen innerem Erleben und äußerer Welt. Inspiriert vom Wald als dynamischem System entstehen seine Bilder aus Beobachtungen und Skizzen der Natur. Auf der Leinwand entfalten sich Prozesse von Wachstum, Wandel und Vergänglichkeit. Wie in der Natur wird auch in seinen Werken Zeit sichtbar: Formen entstehen, verändern sich und gehen wieder ineinander über. Der einzelne Baum steht dabei beispielhaft für das Zusammenspiel von Entwicklung, Bruch und Erneuerung.
Die Arbeiten von Susanne Eichhorn beleuchten einen anderen Aspekt von Naturwelten. Tiere werden in ihrer Lebensumgebung beobachtet, darunter wilde Bären und eine umherstreifende Löwin. Gleichzeitig wird auch der Einfluss des Menschen auf die Natur zum Gegenstand ihrer Werke. Mit scharfem Messer und Papieren aus aller Welt erweckt sie ihre Zeichnungen zum Leben: In filigranen Paper-Cuts entstehen vielschichtige Lebensräume, die die Fantasie der Betrachtenden anregen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, eigene Erinnerungen und Empfindungen zur Natur wiederzuentdecken – und vielleicht neue Perspektiven auf das Leben und seine stetige Veränderung zu gewinnen.
Fotos: (c) Johannes Eichhorn & Susanne Eichhorn
Foyer des Augustinum Kassel
Im Druseltal 12
34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe