
Dießen am Ammersee
Kunstvortrag von Dr. Wolfgang Urbanczik
Paul Klee (1879 -1940) kehrt zurück ins Blaue Land: Seine Kunst entstand in enger Verbundenheit mit den Ideen und Zielen des "Blauen Reiter". Sie entführt uns in eine poetische Welt und gibt, so Paul Klee, „nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“. Selten gezeigte Werke des Künstlers sind aktuell im Schlossmuseum Murnau zu sehen. Dort treten sie in einen spannenden Dialog mit Arbeiten von August Macke, Robert Delaunay, Franz Marc, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter.
So unmittelbar und nachhaltig der schöpferische und geistige Einfluss seines Umfelds ihn seinen unverwechselbaren Stil finden ließ, so singulär steht Paul Klee künstlerisch mit der Vergabe seiner fantasievollen Bildtitel: „Rhythmie der Fenster und Tannen“, „Guter Fischplatz“, „Das Fest der Astern“, „Ein Genius serviert ein kleines Frühstück“ und auch die „Schicksal-Stunde des Kaisers“ sind poetische Titel, deren Motive sich erst in der weiteren Auseinandersetzung mit dem Werk klären. Die Auswahl der Werke in Murnau beleuchtet nahezu jede Entwicklungsphase im Schaffen von Paul Klee. Ihren Anfang nimmt die Ausstellung mit Klees Aquarell „Hamammet“, das 1914 während der gemeinsamen Tunesienreise mit August Macke und Louis Moilliet entstand.
Der berühmte Klee-Sammler Heinz Berggruen hat die jetzt in Murnau zu sehende Privatsammlung einmal als "Les Klee du Paradis" bezeichnet.
Ausstellungsmotiv: Paul Klee, Hamammet (1914) © KK-Privatsammlung
Video Der Süden: Ausstellung in Murnau: Selten zu sehende Paul-Klee-Bilder
Theatersaal Augustinum Dießen am Ammersee, Am Augustinerberg 1, 86911 Dießen, T. 08807/ 70-0.