Vom Freiwilligen Jahr in die Ausbildung: Philas und Philous im Augustinum

Unternehmen

200 junge Frauen und Männer leisten zurzeit ein Freiwilliges Jahr im Augustinum – und einige schließen gleich noch eine Ausbildung an.

Ein Jahr wertvolle Arbeit in den Pädagogischen Einrichtungen, der Klinik, den Sanatorien oder Seniorenresidenzen des Augustinum, berufliche Orientierung und neue Freundschaften – für rund 200 junge Frauen und Männer ist das Augustinum Jahr für Jahr ein Ort, an dem sie wichtige Erfahrungen sammeln und wertvolle Schlüsselqualifikationen für das Berufsleben lernen können: Sie machen ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst im Augustinum.

Eine Gemeinschaft - auch in Zukunft

Die Freiwilligendienste im Augustinum gibt es bereits seit fast 60 Jahren. 1962, zwei Jahre bevor der Bundestag das „Gesetz zur Förderung eines Freiwilligen Sozialen Jahres“ verabschiedete, wurde hier der Philadelphische Ring gegründet, um jungen Menschen ein Jahr der Orientierung zwischen Schule und Ausbildung in tätigem Dienst am Mitmenschen zu ermöglichen, wie es seine Gründerin Gertrud Rückert formulierte. Mehr als 6.000 junge Menschen haben seitdem im Augustinum ein Freiwilliges Jahr geleistet, und für viele ist das erst der Anfang einer Tätigkeit im Unternehmen. Denn der Philadelphische Ring im Augustinum versteht sich als Gemeinschaft, die mitunter weit über die Zeit des Freiwilligendienstes hinausreicht, zum Beispiel, wenn es um die berufliche Zukunft geht.

So bleiben einige der Philas und Philous, wie sie im Augustinum in Anlehnung an die Philadelphia, die geschwisterliche Zuwendung zum Mitmenschen, genannt werden, auch nach ihrem Freiwilligendient und beginnen zum Beispiel eine Ausbildung. Marika Tchigladze ist eine von ihnen. Die junge Frau hat in Georgien Psychologie studiert und ist vor zweieinhalb Jahren als Au-Pair-Mädchen nach Deutschland gekommen. Da sie ihr theoretisches Wissen gerne in die Praxis umsetzen wollte, hat sie die Freiwilligenstelle im Berufsbildungsbereich der Augustinum sofort angesprochen.

Viele Philas und Philous bleiben im Augustinum

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie dort junge Menschen mit geistiger Behinderung unterstützt, mittels verschiedener Praktika einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden. Marika Tchigladze hat sich in der Gruppe gleich wohl gefühlt und dort deshalb im Anschluss an das Freiwillige Jahr eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin begonnen – eine Win-win-Situation, denn auch das Augustinum profitiert: Die Werkstätten und Förderbereiche mussten sich in den vergangenen Jahren nicht um Nachwuchs sorgen, da ausnahmslos alle Ausbildungsplätze zur Heilerziehungspflege mit Philas und Philous aus den eigenen Reihen besetzt werden konnten.