Zentraler Augustinustag in München: Die Kraft der Menschenrechte

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Mit einem Gastvortrag von Claus Kleber beging das Augustinum seinen zentralen Augustinustag

Seit vielen Jahren feiert das Augustinum den Geburtstag seines Namensgebers mit Freunden und Geschäftspartnern des Unternehmens, Vertretern von Aufsichtsrat, Bewohner-Sprecherrat, KMAV und Rat der Leitenden. Die diesjährige Abendveranstaltung stand – gleichwohl eingebettet in die beschwingten Klänge der vier Saxophonistinnen von „Sister Gold“ und manch launigem Bonmot der Redner – unter einem ebenso ernsten wie dringlichen Motto: Claus Kleber, Moderator des „heute journal“ im ZDF und vielfach ausgezeichneter Journalist, sprach über die Kraft und die Verletzbarkeit der Menschenrechte.

Alle Fotos: Christian Topp

Joachim Gengenbach, Vorsitzender der Augustinum Geschäftsführung, erinnerte in seiner Begrüßung an die Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen vor 70 Jahren und betonte, wie wichtig eine Positionierung der Gesellschaft, aber auch des Augustinum in einer Zeit ist, in der der Wille zum Konsens sinkt und der Konflikt gewinnt. Claus Kleber führte das Thema engagiert weiter, in einem Vortrag, der viele persönliche Erlebnisse von seiner Kindheit im Nachkriegsdeutschland über seine Zeit als Korrespondent in den USA bis hin zu aktuellen journalistischen Arbeiten enthielt. Nach erfreulichen Schlüsselerlebnissen wie der Verpflichtung von Michael Gorbatschow zur Einhaltung der Menschenrechte vor den Vereinten Nationen (Kleber hörte die Gorbatschow-Rede im Radio auf dem Weg zum Krankenhaus, wo seine erste Tochter zur Welt kam) und dem Fall der Mauer sei seit einiger Zeit erstmals ein Rückgang der Demokratie spürbar.

Eindrucksvoll belegte Kleber seine Wahrnehmung mit Hintergrundinformationen und persönlichen Erlebnissen aus China und aus den USA, etwa bei der Amtseinführung von Präsident Donald Trump. Sein Fazit: Unsere Widerstandskraft gegenüber autokratischen Systemen ist brüchiger geworden; Kleber gab sich aber überzeugt, dass dieser Trend gebrochen werden kann, wenn der Respekt vor den Menschenrechten zum Dreh- und Angelpunkt unseres Handelns wird. Wie sehr dem studierten Juristen Claus Kleber die Menschenrechte am Herzen liegen, zeigt auch seine Dokumentation „Unantastbar“, die noch bis 15. Dezember in der Mediathek des ZDF.