Spiel, Satz, Lebenslust: Das Tennis-Doppel aus dem Augustinum Braunschweig 

Augustinum Braunschweig

Vier Herren der Seniorenresidenz beweisen jeden Montag mit Spielwitz und Erfahrung, dass Sportlichkeit keine Altersgrenze kennt.

Montags um zehn gibt es einen festen Termin für vier Herren aus dem Augustinum Braunschweig: vier Bewohner, vier Schläger, ein Doppel. Ihr Weg führt gemeinsam aus der Innenstadt hinaus zur Anlage am Stadtrand, wo sie beweisen, dass Sportlichkeit und Lebensfreude keine Altersgrenzen kennen.   

Der Jüngste mit 81 – und der Routinier mit 88 

Stephan von Randow, mit 81 Jahren der Jüngste des Quartetts, ist sportlich, humorvoll und voller Energie. Nebenbei spielt er, ebenso wie Wolfgang-Jürgen von Schreiber (83), sogar noch Punktspiele in einer offiziellen Ü-70 Liga des Niedersächsischen Tennisverbandes. Doch der technisch stärkste Spieler des Montags-Doppels ist unumstritten der Älteste: Schon bei der Ausholbewegung des Gegenübers antizipiert Axel Geilenberg (88) die Flugkurve des Balls. Zudem profitiert er von einer sauber erlernten Schlagtechnik.  

Zentral wohnen – gemeinsam losfahren 

Die vier Tennisfreunde haben das Glück, im Herzen von Braunschweig zu wohnen. Die Augustinum Seniorenresidenz liegt äußerst zentral, am Rande des Stadtkerns. Von dort aus starten sie jeden Montag ihre kleine „Auswärtsfahrt“: Gemeinsam steigen sie in ein Auto und fahren die rund fünf Kilometer zur Tennisanlage am Stadtrand. Schon die Fahrt ist ein Ritual. Man scherzt über die Tagesform, berichtet über die Ereignisse der vergangenen Woche. Spätestens dann ist die Stimmung perfekt. 

Ein Zuhause mit Vorbildwirkung 

Stephan von Randow zog bereits mit 70 Jahren ins Augustinum ein, gemeinsam mit seiner damals 66-jährigen Lebensgefährtin. Beide fühlten sich von Anfang an wohl – so wohl, dass er später sogar seinen Freund Manfred Tomoscheit (85) überzeugte, ebenfalls einzuziehen. „Die beste Empfehlung meines Lebens“, sagt dieser und meint es so. 

Die anderen beiden sind erst im vergangenen Jahr eingezogen. Besonders Wolfgang-Jürgen von Schreiber hatte Vorbehalte: Beim Begriff Augustinum dachte er zunächst an ein klassisches Altenheim. Heute lächelt er darüber. „Hier lebe ich frei wie in meiner eigenen Wohnung – und habe trotzdem die Sicherheit, dass ich Unterstützung bekomme, wenn ich sie brauche.“ Es ist diese Mischung aus Unabhängigkeit und Geborgenheit, die viele Seniorinnen und Senioren an den Augustinum Seniorenresidenzen schätzen. 

Sport, Gemeinschaft und ein bisschen Finesse  

Dass sportliche Aktivität auch im hohen Alter wertvoll ist, spüren die vier Woche für Woche. Die Augustinum Seniorenresidenzen bieten vielfältige Sportprogramme, doch für diese Herren bleibt Tennis ungeschlagen. Die Ballwechsel sind oft dynamischer, als man erwarten würde. Und wenn ein Sprint mal kürzer ausfällt, gleichen Erfahrung und Spielwitz alles aus. 

Nach dem Match geht es traditionell ins Vereinsheim. Dort sitzen sie zusammen, erzählen Geschichten, lachen viel – und bestellen ein Bier oder eine Weinschorle. „Irgendwie schmeckt das nach dem Tennis immer am besten“, da sind sich alle einig. 

Noch viele Montage, bitte! 

Einen Wunsch haben alle vier Herren: noch lange gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Für sie ist das Montagstennis mehr als eine Sporteinheit. Es ist ein Stück Lebensfreude, ein Gemeinschaftserlebnis und ein Beispiel dafür, wie aktiv und erfüllt das Leben im Alter aussehen kann. 

Wer die Gruppe einmal auf dem Platz erlebt hat, merkt schnell: Hier wird nicht nur Tennis gespielt. Hier wird Lebenslust gelebt.