15 Jahre nach Fukushima – Wie eine ferne Natur- und Technikkatastrophe die deutsche Politik veränderte

Meersburg

Vortrag von Prof. Dr. Volker Schneider

Am 11. März 2011 erschütterte ein gewaltiges Seebeben die Küste Japans und löste einen verheerenden Tsunami aus, der das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in eine Katastrophe stürzte. Was folgte, war in Deutschland einzigartig: Innerhalb weniger Monate beschloss die schwarz-gelbe Bundesregierung den vollständigen Atomausstieg – eine politische Kehrtwende ohne Beispiel in der Geschichte moderner Industriestaaten. Doch wie konnte ein Unfall auf der anderen Seite der Welt eine solch radikale Wende in der deutschen Energiepolitik und auch in der Landespolitik auslösen?

Der Vortrag beleuchtet die politischen Mechanismen hinter diesem außergewöhnlichen Prozess. Welche Rolle spielten die energie- und umweltpolitische Fachdiskussion? Parteistrategie und Wahlkampftaktik? Wie veränderte die Medienberichterstattung die öffentliche Meinung? Und warum reagierte Deutschland so viel radikaler als alle anderen betroffenen Länder? Der Referent analysiert den deutschen Atomausstieg als Reaktion auf einen externen Schock und stellt verschiedene konkurrierende Erklärungen gegenüber.

Prof. Dr. Volker Schneider lehrte bis zu seiner Emeritierung am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz und forscht seit Jahrzehnten zu Fragen der Energie- und Klimapolitik, politischen Netzwerken und institutionellem Wandel. Er ist Au-tor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen zur deutschen und europäischen Energie- und Klimapolitik.

In Kooperation mit FoWiK (Forum Wissenschaft & Kultur Meersburg e.V.)

 

Ort

Theatersaal

Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. Volker Schneider
Veranstaltungsreihe
FOWIK präsentiert