Wegbereiter der Moderne

Essen

Junge Master der Folkwang Universität spielen Werke des frühen 20. Jahrhunderts

Der Beginn des 20. Jahrhunderts war in vielerlei Hinsicht eine aufregende Epoche. Die Malerei löste sich in Form und Farbe von der Abbildung der Realität, Kandinsky malte 1910 das erste abstrakte Bild. Die bildenden Künstler suchten nach neuen Wegen und Stilen, weg von Akademismus und Konvention.

In der Musik ereignete sich eine vergleichbare Entwicklung. Hier strebten die Komponisten in Klang und Formensprache die Ablösung von der Tonalität an. Es entstanden aufregend neue und originelle Musiksprachen. Die einzelnen Komponisten gingen jeweils individuelle Wege, die alten Muster zu überwinden, ein Spiegelbild der Zeit im Umbruch vor dem ersten Weltkrieg. 

Als Beispiele hierfür erklingen in diesem Konzert die Werke von vier verschiedenen Komponisten, geschrieben zwischen 1904 und 1913: Sergei Rachmaninov war noch am meisten der romantischen Welt verbunden (und blieb es auch zeitlebens), er entwickelte eher Raffinesse im Klaviersatz und Klang. Der avancierteste war sicherlich Alexander Skrjabin, ebenfalls russischer Herkunft, mit seiner visionären und einzigartigen Tonsprache ein Wegbereiter der Moderne. Ganz anders die sublime magische Klanglichkeit Claude Debussys, die (nicht nur die französische) Musik des nachfolgenden Jahrhunderts maßgeblich prägte.

Es spielen Chairok Oh, Südkorea, sowie Arkin Akçagül, Türkei, (Klavier) aus der Klasse von Prof. Susanne Achilles.

 

 

Bild: © C. Oh / A. Akçagül

Ort

Renteilichtung 8 - 10, 45134 Essen

Theater

Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
Anstelle eines Eintritts kommen freiwillige Kostenbeiträge den Studierenden zugute
Vortragende/-r
Chairok Oh, Südkorea
Arkin Akçagül, Türkei