Julia Huber-Warzecha und Nikolaus Norz (Barockviolinen)
Isabel Müller-Hornbach (Barockvioloncello und Gambe)
Christian Pfeifer (Truhenorgel und Cembalo)
Als der italienische Barock-Komponist Arcangelo Corelli 1681 seine Triosonaten Opus 1 veröffentlichte, setzte er damit für nachfolgende Generationen den Maßstab dieser Gattung. Auch in Frankreich, wo man einen ganz eigenen stilistischen Weg ging, war die Faszination für Corellis Musik groß. François Couperin lernte dessen Kompositionen bereits um 1690 kennen und schätzen. Ihm gelang es auf einzigartige Weise, italienische Ausdruckskraft mit französischer Raffinesse zu verbinden und so eine Brücke zwischen den zwei bedeutenden europäischen Stilwelten zu schlagen.
Das Barockensemble Incontro begibt sich mit dem Programm „Corelli in Frankreich“ auf eine musikalische Reise ins Europa des frühen 18. Jahrhunderts – in eine Zeit, in der sich unterschiedliche Musikstile begegneten, inspirierten und miteinander verschmolzen. Im Zentrum steht die Musik Arcangelo Corellis, ergänzt durch Werke von Jean-Féry Rebel, Jean-Baptiste Barrière und Jean-Marie Leclair. Das Publikum darf sich auf ein abwechslungsreiches Programm und die spannende Begegnung zweier musikalischer Kulturen freuen.
Über das Ensemble:
Das Barockensemble Incontro wurde 2007 gegründet und verdankt seinen Namen dem ersten Konzertprogramm „Incontro a Venezia“ (Begegnung in Venedig). Das Ensemble erarbeitet regelmäßig Programme, bei denen auch weniger bekannte Barockkomponisten mit ihrer herausragenden Kammermusik im Fokus stehen. 2021 erschien die erste CD des Ensembles. Weitere Informationen zu dem Ensemble finden Sie hier: http://bergkirche.de/incontro
Über die Ensemble-Mitglieder:
Julia Huber-Warzecha studierte Violine bei Sandor Karolyi und Walter Forchert in Frankfurt. Ihr Aufbaustudium Barockvioline belegte sie bei Mary Utiger. Erfolgreiche Kammermusik- und Meisterkurse bei William Pleeth, Hiro Kurosaki, Simon Standage, Michi Gaigg und John Holloway rundeten ihre Ausbildung ab. 1997 war sie Preisträgerin des Internationalen Locatelli-Wettbewerbs in Amsterdam. Sie musiziert bei La Stagione Frankfurt und der Neuen Düsseldorfer Hofmusik. Im L'Orfeo Barockorchester Linz und im Collegium Cartusianum Köln ist sie als Stimmführerin oder Konzertmeisterin tätig.
Nikolaus Norz studierte Violine in Würzburg und Stuttgart und Barockvioline bei Petra Müllejans in Frankfurt. Schon während des Studiums der „modernen“ Violine in Würzburg und Stuttgart erhielt er als Stipendiat der Händel-Akademie Karlsruhe sowie der Orchester-Akademie Mannheimer Schule wertvolle Impulse im Bereich der Alten Musik. Als aktiver Teilnehmer an Meisterkursen und Workshops bei Anner Bylsma, Gottfried von der Goltz, Michael Schneider u. a. vertiefte er sein Interesse an der historischen Aufführungspraxis. Seit 2004 ist er Mitglied im Staatsorchester Darmstadt und spielt projektweise in verschiedenen Barockorchestern wie z. B. L‘arpa festante, L‘Orfeo Barockorchester Linz oder La stagione Frankfurt.
Schon früh in ihrem Musikstudium begann Isabel Müller-Hornbach sich mit Alter Musik zu beschäftigen und spezialisierte sich in ihren weiteren Studien und in ihrer Arbeit als konzertierende weiter in diesem Bereich. Ihr instrumentales Spektrum umfasst das Barockcello sowie die gesamte Familie der Gambeninstrumente. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie u.a. durch die Arbeit mit Heidi Gröger, Kristin von der Goltz, Susanne Müller-Hornbach, Dane Roberts, Michael Schneider und Ingeborg Scheerer. In ihrer künstlerischen Arbeit übernimmt Isabel Müller-Hornbach sowohl solistische Rollen als auch verschiedene Positionen in kammermusikalischen und orchestralen Besetzungen mit einem Schwerpunkt auf dem Basso Continuo-Spiel.
Christian Pfeifer studierte Kirchenmusik in Heidelberg und arbeitete nach seinem Studium zunächst als Assistent des Landeskantors an der Mannheimer Christuskirche. Kurse im Bereich der Alten Musik für Orgel, Cembalo, Dirigieren brachten ihn in Kontakt mit Ludger Lohmann, Philippe Herreweghe und John Eliot Gardiner. Projekte mit Neuer Musik in Zusammenarbeit mit Walter Nußbaum. Seit 1993 ist er Kantor und Dekanatskirchenmusiker an der Bergkirche in Wiesbaden. Als Cembalist spielt er auch im Ensemble Mattiacis im Staatstheater Wiesbaden.
Bildverweis: Barockensemble Incontro
Weitere Infos & Termine zum Kulturprogramm im Augustinum Heidelberg finden Sie hier.