Bekannt für außergewöhnliche Kulturveranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen im Augustinum Kassel

 

Als Seniorenresidenz hat sich das Augustinum Kassel mit seinem herausragenden Kulturprogramm einen Namen gemacht und ist eine kulturelle Institution im Stadtteil. Kooperationen mit externen Veranstaltern bereichern das Kulturprogramm.

Welterbe Mathildenhöhe – Wiege der Moderne
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
24.07.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Bilder-Vortrag zur Kunst
Vortragende/-r
Dr. Wolfgang Urbanczik, Kunsthistoriker, München

Die Mathildenhöhe in Darmstadt, UNESCO-Welterbe seit 2021, ist ein einzigartiges und außergewöhnliches Ensemble aus Architektur, Skulpturen und Parkanlagen. Verbunden mit der Idee einer Künstlerkolonie, begründet von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen, steht sie für ein wegweisendes Gesamtkunstwerk der Moderne. Bedeutende Mitglieder der Kolonie waren Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens und Bernhard Hoetger. Bis 1914 schufen diese und andere Künstler eine Oase der Kunst, getreu der Devise „Seine Welt zeige der Künstler, die niemals war noch jemals sein wird“.

Foto: © Thomas Wolf, www.foto-tw.de (CC BY-SA 3.0 DE)

Via Appia: Von Rom nach Brindisi
Ort

Festsaal im Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
27.07.2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
10 / 8 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Multivision
Vortragende/-r
Peter Witt

Die Via Appia, die erste Fernstraße der Welt, war der Beginn von Europa. Aus einer Welt der Trampelpfade kommend, lag da plötzlich eine gerade, gepflasterte Straße mit Gasthäusern vor dem Reisenden. Der Fotograf und Reisejournalist Peter Witt nimmt Sie mit auf die Reise von Rom nach Brindisi und erzählt Ihnen Geschichten aus über 2000 Jahren.

Die Appia startet in Rom als Straße der Lebenden und der Toten, führt uns zur Privatwohnung des Papstes in Castel Gandolfo, zum rätselhaften achteckigen Castel del Monte, zum polarisierenden Tarent bis zum Blick nach Osten auf die Adria in Brindisi. Und natürlich war die Via Appia nie eine Einbahnstraße; die Römer trugen Ihre Zivilisation in die Welt, aber die Religionen kamen für uns Europäer immer aus dem Osten!

Foto: Via Appia © Peter Witt

Franz Liszt – ein Künstler von tausend Leben
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
30.07.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Klavierrecital
Vortragende/-r
Dr. Roman Salyutov

Kaum ein Künstler konnte auf ein dermaßen spannendes und facettenreiches Leben zurückblicken wie Franz Liszt. Recht früh als Ausnahmetalent hochgefeiert, entwickelte er sich im 19. Jahrhundert zum „König der Pianisten“ und wurde von seinen Zuhörer in vielen europäischen Ländern bewundert. Dabei bleibt traditionell im Vordergrund sein Ruf als hervorragender Virtuose, aber Liszt selbst widerstrebte es, nur auf technische Perfektion reduziert zu werden. In diesem Konzert wird eine neue Vorstellung von Liszt vermittelt, die neben den glorreichen Ereignissen seines Lebens auch die Komplexität seines Charakters und Wirkens berücksichtigt. 

Anlässlich des morgigen 140. Todestages von Franz Liszt (†1886)!

Bild: Franz Liszt, Fotografie von Joseph Albert nach 1865 / gemeinfrei

Orchestrale Klangfülle und feine Miniaturen
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
03.08.2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
10 / 8 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Klavierkonzert
Vortragende/-r
Gerlint Böttcher

Gerlint Böttcher entfaltet am Klavier eine Klangsprache von außergewöhnlicher Tiefe und Brillanz. Ihr Anschlag ist glasklar, ihr Klang von nuancierter Leichtigkeit – sie versteht es, Musik lebendig werden zu lassen. Als Solistin konzertiert sie mit Orchestern wie dem Konzerthausorchester Berlin, den Berliner Symphonikern, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und dem Philharmonischen Orchester Ryazan (Russland).  Ihre Konzerttätigkeit führte sie durch Europa, Asien, Amerika und den Nahen Osten. Sie gastierte bei renommierten Festivals, u. a. mehrfach im Haus Wahnfried in Kooperation mit den Bayreuther Festspielen.

Heute ist sie zu Gast im Augustinum und spielt Werke von Chopin, Liszt, Saint-Saëns/Bizet, Brahms und Mozart.

Foto: Gerlint-Böttcher © Petera Damik

Emmerich Kálmán: Gräfin Mariza und Leo Fall: Die Dollarprinzessin
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
12.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vortrag mit Hörbeispielen
Vortragende/-r
Thomas Sander, Musikwissenschaftler

"Gräfin Mariza" ist eine Operette von Emmerich Kálmán, die 1924 im Theater an der Wien uraufgeführt wurde und nach der „Csárdásfürstin“ zu seinen größten Erfolgen zählt. Sie handelt von der reichen Gräfin Mariza, die sich in ihren verarmten Verwalter Graf Tassilo verliebt, der inkognito arbeitet, um Geld für seine Schwester zu verdienen. Die Operette ist bekannt für ihre Melodien wie "Komm mit nach Varasdin" und "Komm Zigan".

„Die Dollarprinzessin“ gehört zur Silbernen Operettenära und erlebte ihre Uraufführung am 2. November 1907 am Theater an der Wien in Wien. Die Erstaufführung des Stückes in Dresden erfolgte am 1. Januar 1908 in Anwesenheit des Komponisten im Central-Theater. Die Handlung dreht sich um Alice, die Tochter eines amerikanischen Milliardärs, die an eine Devise glaubt, dass Geld die Welt regiert. Ihr Vater stellt verarmte europäische Adelige als Hauspersonal ein, was zu komischen Verwicklungen führt.

Bild: Die Dollarprinzessin, Titelblatt von 1907 / wikimedia

Der Herkules in Kassel – Mythos und Wahrzeichen
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
13.08.2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Bebilderter Vortrag
Vortragende/-r
Dr. Bettina Dodenhoeft

Er wird besungen, er wird fotografiert und gemalt und verfremdet: Der Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe. Seit über 300 Jahren steht er dort auf dem Berg und ist während dieser Jahrhunderte zum Wahrzeichen Kassels geworden. Im Vortrag geht es um die Entstehungsgeschichte der Figur im Kontext der Gestaltung des Bergparks und ihre mythologische Bedeutung.

Foto: Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe © Pedelecs /wikimedia

Der Blaue Reiter
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
14.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vorlesung
Vortragende/-r
Dr. Ellen Markgraf

Der Blaue Reiter ist eine Bezeichnung von Wassily Kandinsky und Franz Marc für ihre Ausstellungs- und Publikationstätigkeit, bei der beide Künstler in dem erstmals Mitte Mai 1912 herausgegebenen gleichnamigen Almanach als alleinige Herausgeber fungierten. Das Redaktionsteam organisierte in den Jahren 1911 und 1912 zwei Ausstellungen in München, um seine kunsttheoretischen Vorstellungen anhand der ausgestellten Kunstwerke zu belegen. Es folgten Wanderausstellungen in deutschen und europäischen Städten. Der Blaue Reiter löste sich zu Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 auf. Die im Umfeld des Blauen Reiters tätigen Künstler waren wichtige Wegbereiter der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts; sie bildeten ein lockeres Beziehungsnetz, aber keine Künstlergruppe im engeren Sinne wie die Brücke in Dresden. Das Werk der angeschlossenen Künstler wird dem deutschen Expressionismus zugeordnet. 

Bild: Alexej Jawlensky – Murnauer Landschaft, 1909 / wikimedia

„die unselige politik verleidet einem jetzt alle tage“ - Die Brüder Grimm und ihre Zeit
Ort

Festsaal im Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
17.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. Ewald Grothe

Im heutigen öffentlichen Bewußtsein sind die Brüder Grimm vor allem für ihre berühmte Sammlung der „Kinder- und Hausmärchen“ bekannt. Jacob (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) sind aber darüber hinaus auch wissenschaftlich und politisch aktiv gewesen. So haben beide beispielsweise das „Deutsche Wörterbuch“ herausgegeben. Jacob Grimm saß 1848 als Abgeordneter in der Frankfurter Paulskirche und auch sein Bruder Wilhelm hat sich immer wieder zu politischen Themen geäußert. Der Vortrag beleuchtet die eher unbekannte Seite der „Märchenbrüder”, die als Wissenschaftler dennoch keineswegs als unpolitisch oder weltfremd gelten dürfen.

Dr. Ewald Grothe leitet als Historiker das Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Er lehrt als Professor Neuere und Neueste Geschichte an den Universitäten Wuppertal und Köln. Zu seinem Forschungsschwerpunkten Liberalismus- und Wissenschaftsgeschichte hat er zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt.

Anlässlich des heutigen 240. Geburtstages von Wilhelm Grimm (*1786)!

Bild: Elisabeth Jerichau Baumann - Doppelporträt der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, 1855

Theodor Storm: Der Schimmelreiter, eine kleine Kulturgeschichte
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
24.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Bebilderter Vortrag
Vortragende/-r
Kulturreferentin Anja Eckard M.A.

Theodor Storms 1888 erschienene Novelle „Der Schimmelreiter“ ist ein Meisterwerk des deutschen Realismus. Im Zentrum steht der Deichgraf Hauke Haien, der im Kampf gegen die Naturgewalten der Nordsee zwischen dem Aberglauben der Dorfbewohner und seinen eigenen fortschrittlichen, rationalen Visionen im Deichbau scheitert und tragisch endet. Die Novelle reflektiert den tiefgreifenden Wandel der Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert. Theodor Storm verarbeitete darin die Spannung zwischen der Industrialisierung und den alten, mythischen Weltbildern.

Dieser Vortrag führt in die Novelle ein, beleuchtet die Entstehungsgeschichte sowie die Symbolik und streift auch skizzenhaft das Leben von Theodor Storm.

Bild: Th. Storm: Der Schimmelreiter. Berlin, Paetel 1888, Cover der Erstausgabe © Foto H.-P.Haack / wikimedia

SPÜRSINN
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
27.08.2026
Uhrzeit
20:00 Uhr
Eintritt
Eine Veranstaltung von „Cantanima“ – die Sänger*innen freuen sich über einen freiwilligen Kostenbeitrag!
Veranstaltungsart
Werkstattkonzert
Vortragende/-r
gemischter Chor „Cantanima“ unter der Leitung von Dr. Merle Clasen

In Wort und Klang geht es um Wahrnehmung – ihre Ebenen, ihre Tiefe, menschliche Sinne und nach der Bereitschaft sich empfänglich zu machen.

Spürsinn ist etwas, das wir Menschen nötig brauchen, um gut bei uns, beieinander, in der Welt und mit der uns umgebenden Schöpfung verbunden zu sein. Spürsinn und Empfänglichkeit sind eine gleichermaßen leichte und schwierige Aufgabe – schon da und doch oft tief vergraben. Musik spricht alle Sinne und Wahrnehmungsmöglichkeiten an und hilft uns Menschen dabei, uns empfänglich zu machen, empfänglich zu werden und uns zurückzubeSINNEN.

Die Musik stammt von H. Distler, H. v. Goisern, O. Gies, Ch. & M. Giesinger, V. Miškinis und anderen.

Plakat © Grafikerin Susanne Stein

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Kontakt zur Kulturreferentin

Anja Eckard
Telefon: 0561 9364-807
E-Mail: anja.eckard(at)augustinum.de