Bekannt für außergewöhnliche Kulturveranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen im Augustinum Kassel

 

Als Seniorenresidenz hat sich das Augustinum Kassel mit seinem herausragenden Kulturprogramm einen Namen gemacht und ist eine kulturelle Institution im Stadtteil. Kooperationen mit externen Veranstaltern bereichern das Kulturprogramm.

George Sand und Gustave Flaubert – eine Annährung
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
15.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Vortrag und Rezitation
Vortragende/-r
Anja Eckard M.A., Kulturreferentin Augustinum Kassel

George Sand (1804–1876) und Gustave Flaubert (1821–1880) verband eine der berühmtesten platonischen Brieffreundschaften der französischen Literaturgeschichte. Zwischen 1863 und 1876 tauschten die beiden gegensätzlichen Autoren über 400 Briefe aus, die als intellektueller Dialog über Kunst, Wahrheit, Politik und das Schreiben gelten. Während Sand als lebensbejahende Idealistin – auch bekannt für ihre gesellschaftskritischen und feministischen Werke – an die Verbesserung der Menschheit glaubte, war der jüngere Flaubert ein pessimistischer, asketischer Realist, der sich der Poetik der Unpersönlichkeit verschrieb. Dennoch schätzten und ergänzten sie sich tief, was sich auch in ihrer Anrede widerspiegelte: Flaubert nannte sie ehrfurchtsvoll „cher Maître“ (lieber Meister), während sie ihn liebevoll „mon vieux troubadour“ (mein alter Troubadour) nannte.

Ein Portrait mit Auszügen aus dem Briefwechsel von George Sand und Gustave Flaubert -
anlässlich des 150. Todestages von George Sand (†1876) am 8. Juni!

Bildhinweis: AI-generiert

 

Robert Stolz: Zwei Herzen im Dreivierteltakt Lieder, Schlager und Couplets
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
16.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vortrag mit Hörbeispielen
Vortragende/-r
Thomas Sander, Musikwissenschaftler

Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ (Untertitel: Der verlorene Walzer) ist eine Operette in drei Akten von Robert Stolz. Das Libretto verfassten Paul Knepler, Ignaz Michael Welleminsky und Robert Gilbert. Es beruht auf dem Drehbuch zum gleichnamigen Film aus dem Jahr 1930. Robert Stolz hatte bereits zu diesem Film die Musik beigesteuert und sie drei Jahre später für die Bühnenfassung fast unverändert übernommen. Die Operette erlebte ihre Uraufführung am 30. September 1933 am Stadttheater Zürich (heute: Opernhaus Zürich).

Die Handlung dreht sich um den Komponisten Toni Hofer, der unter kreativem Druck steht, da ihm eine zündende Walzermelodie für seine neue Operette fehlt. Inspiriert wird er zunächst von der Soubrette Mizzi, doch erst eine Verwechslung mit der unbekannten Hedi, der Schwester des Librettisten, führt zur Entdeckung des fehlenden Walzers.

Bild: Robert Stolz, um 1915 / wikimedia

On the sunny side of the street
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
18.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Konzert
Vortragende/-r
Sayaka Schmuck, Klarinette & Nikita Volov, Klavier

Mit sprühender Spielfreude, virtuoser Perfektion und einer tiefen Liebe zur Kammermusik entführen die beiden Ausnahmemusiker ihr Publikum in eine faszinierende Klangwelt.

Sayaka Schmuck begeistert mit ihrer musikalischen Ausdruckskraft und brillanten Technik. Als gefragte Solistin und ehemalige Klarinettistin im Gewandhausorchester Leipzig spielte sie u. a. mit den Münchner Philharmonikern, der Bayerischen Staatsoper und dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Nikita Volov ist ein international gefragter Pianist und lehrt an den Musikhochschule Hamburg und Hanns Eisler Berlin. Er trat in renommierten Sälen wie der Berliner Philharmonie und der Elbphilharmonie auf, musizierte mit Orchestern weltweit und arbeitete mit herausragenden Künstlern wie Nobuko Imai und Matthias Höfs zusammen.

Auf dem Programm stehen Werke von Mozart, Satie, Hansen bis hin zu jazzigen Klassikern von Gershwin u. a. – abwechslungsreich, emotional und voller klanglicher Raffinesse. Freuen Sie sich auf einen Abend, der begeistert, berührt und lange nachklingt.

Foto: Duo Schmuck © Asya Chzhan

Soiree auf Sanssouci
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
29.09.2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Cembalokonzert
Vortragende/-r
Hans–Jürgen Thoma

Humoristischer Streifzug durch ein fiktives Abendkonzert am Hofe Friedrichs des Großen mit illustren Gästen und Musik von Bach, Nichelmann, Richter, Franck, Händel und der Schilderung der Begegnung mit Voltaire.

Der Cembalist plaudert in dem einstündigen Konzert über den Bau des Schlosses, die konfliktreiche Beziehung zu Voltaire, die Abendkonzerte, die Einladung der ungeliebten Mannheimer Komponisten, den Besuch Johann Sebastian Bachs und dessen Begegnung mit Georg Friedrich Händel in einem satirischen Dialog u.v.m.

Hans – Jürgen Thoma war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 40 Jahre Leiter kommunaler Musikschulen in Rheinland – Pfalz und Lehrbeauftragt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Mit dem Trio Sanssouci musizierte er rund 1800 Konzerte im In – und Ausland, war häufig Gast in Rundfunkanstalten, spielte 10 CDs ein und wirkte bei Fernsehproduktionen von Arte und 3sat mit.

Foto: © Hans–Jürgen Thoma

Giotto di Bondone – Wegbereiter der Renaissance in Italien
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
30.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
10 / 8 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Bildervortrag zur Kunstgeschichte
Vortragende/-r
Dr. Alice Gudera, Kunsthistorikerin, Bremen

Bereits zu Lebzeiten kannte und bewunderte man den italienischen Künstler Giotto di Bondone (1267/76–1337): Dante erwähnt ihn in seiner Göttlichen Komödie, in Boccaccios Decamerone kommt er vor und auch Petraca ist seine Nennung wichtig. Giotto revolutionierte die Malerei, er gilt gar als Wegbereiter der italienischen Renaissance. An die Stelle des Mosaiks setzte er die Freskomalerei und führte sie zu entscheidender Dimension der Kirchenausstattung. Seine Figuren gewannen zunehmend an Natürlichkeit wie auch an Individualität und lösten durch ihre plastische Wirkung in perspektivisch anmutenden Räumen die herkömmlich flächig aufgefassten, hieratisch überhöhten Darstellungen der Heiligen und biblischen Gestalten ab.

Als Giottos Hauptwerk kann wohl der Freskenzyklus in der Scrovegni-Kapelle in Padua mit den Szenen aus dem Leben Mariä und Jesu gelten. Doch auch in Florenz, Rom, Neapel, Bologna und Mailand hat er entscheidende Werke geschaffen. 

Im Anschluss an die Einführung in Giottos künstlerisches Schaffen folgt ein kurzer Ausblick auf seine unmittelbaren Einflüsse in Florenz und die Kunst anderer oberitalienischer Zentren.

Bild: Giotto di Bondone - Joachims Traum, Scrovegni-Kapelle, 1303-05  / gemeinfrei

Der Franziskus-Zyklus in der Basilika San Francesco in Assisi von Giotto
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
05.10.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Bildervortrag zur Kunst
Vortragende/-r
Anja Eckard M.A., Kulturreferentin Augustinum Kassel

Der Franziskus-Zyklus in der Oberkirche der Basilika San Francesco in Assisi gehört zu den bedeutenden Werken der europäischen Kunstgeschichte und markiert den Übergang von der byzantinischen Malerei zur Frührenaissance. Der aus 28 Einzelszenen bestehende Freskenzyklus wurde um das Jahr 1300 geschaffen und wird dem Künstler Giotto di Bondone sowie seiner Werkstatt zugeschrieben. Die Bildergeschichten illustrieren das Leben und Wirken des heiligen Franz von Assisi, basierend auf der offiziellen Biografie Legenda Maior des heiligen Bonaventura. Die Basilika ist die Grablegungskirche des Hl. Franziskus.

In diesem Vortrag lernen Sie die Lebensgeschichte des Franz von Assisi im Bildwerk des Ausnahmekünstlers kennen, den Maler selbst und Hintergründe zur Entstehung des Zyklus.

 

Bild: „Die Vertreibung der Dämonen aus Arezzo“ von Giotto di Bondone, Fresko aus dem Zyklus über das Leben des Heiligen Franziskus von Assisi in der Oberkirche der Basilika San Francesco in Assisi, Italien,  Zwischen 1297 und 1299 / wikimedia

Klangwelten im Dialog – Musik für Klavier & Harmonium
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
06.10.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Konzert
Vortragende/-r
Artem Kanke, Klavier & Dr. Roman Salyutov, Harmonium

Klavier, der moderne König aller Instrumente, genießt als Tasteninstrument in der Regel eine alleinige Bühnenpräsenz. Aber manchmal muss es diese Präsenz teilen – mit einem anderen Instrument, das zwar heutzutage aus dem Gebrauch in erheblichem Maße verschwand, aber noch im 19. Jahrhundert in Konzertsälen verschiedener europäischer Musikstädte herrschte: Das Harmonium! Eine, wenn man so will, kleine Orgel, ein sehr facettenreiches, klanglich voluminöses Instrument, das in diesem Konzert einen klanglichen Dialog mit Klavier führt.

Es erklingen Werke von Johannes Brahms, Richard Wagner, Cesar Franck und Camille Saint-Saens für Klavier und Harmonium, aufgeführt von Artem Kanke (Klavier) und Roman Salyutov (Harmonium). Ein neuartiges Duo verschiedener anspruchsvoller Tasteninstrumente – und ein lebendiges musikalisches Gespräch auf Augenhöhe.  

Nachlese
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
10.10.2026
Uhrzeit
15:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Konzert
Vortragende/-r
Preisträger des 28. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs für Harfe

Der Förderverein Louis-Spohr-Stiftung e.V. lädt in diesem Jahr Harfenspieler*innen aus den Mitgliedsstaaten der EU, der Schweiz und den Staaten ein, in denen Louis Spohr wirkte, sich um den Louis-Spohr-Förderpreis zu bewerben. Als Pflichtstücke wurden für die erste Runde ausgewählt: von Louis Spohr die Fantasie c-moll Op. 35 oder Je suis encore dans mon printemps Op. 36 und ein frei wählbares Stück. Bei der zweiten Runde ist das Pflichtstück Une châtelaine en sa tour von Gabriel Fauré plus 1-2 zusätzliche Werke nach freier Wahl aus unterschiedlichen Stilepochen.

Das Augustinum Kassel veranstaltet in Kooperation mit der Louis-Spohr-Stiftung ein Konzert mit der Gewinnerin oder dem Gewinner des Vorabends.

Bild: (c) Louis-Spohr-Stiftung e.V.

De Stijl
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
13.10.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vorlesung
Vortragende/-r
Dr. Ellen Markgraf

De Stijl, niederländisch für „Der Stil“, war eine niederländische Gruppe von Malern, Architekten und Designern, die 1917 in Leiden eine Künstlervereinigung und eine Kunstzeitschrift gleichen Namens gründete. Gründungsmitglieder waren der Maler und Kunsttheoretiker Theo van Doesburg, die Maler Piet Mondrian und Georges Vantangerloo, die Architekten Robert van 't Hoff, J. J. P. Oud und Jan Wils, die Maler Vilmos Kuszár und Bart van der Leck sowie der Dichter Antony Kok. Bis 1922 verließen acht der anfänglich zehn Mitglieder die Gruppe, dafür kamen neue hinzu, unter anderem die Architekten Gerrit Rietveld, Cornelis van Esteren und der Maler Friedrich Vordemberge-Gildewart. 

Bild: Van Doesburg - Rhythmus eines russischen Tanzes, 1918

Hannah Arendt: Denken ist gefährlich
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
14.10.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
Eintritt: 9 / 6 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Filmvorführung
Vortragende/-r
Filmdauer: 84 Minuten

Aktivistin, Medienstar, Denkerin „ohne Sicherheitsnetz“ — Hannah Arendt ist berühmt für ihre Studie über die Ursprünge totalitärer Herrschaft, umstritten für ihre Diagnose der „Banalität des Bösen“. Ihr unermüdliches und furchtloses Eintreten für Gedankenfreiheit und eine offene Gesellschaft wird bewundert. Ihre Bücher und Essays sind bis heute Bestseller. Fünfzig Jahre nach ihrem Tod erzählt der Film die Geschichte ihres Lebens und folgt den historischen Ereignissen, die ihr Denken tiefgreifend geprägt haben — vom Reichstagsbrand bis zum Vietnamkrieg. Menschen, die sie kannten, malen das Bild einer Frau, die ebenso furchtlos wie voller Leben war. Originalaufnahmen von Arendt und Zitate aus ihren Büchern und Briefen, gesprochen von der Schauspielerin Nina Hoss, zeugen von einem einzigartig selbstbestimmten Leben.

Ein Film über die erstaunliche Weitsicht einer politischen Denkerin, die bis in die Gegenwart nachhallt.

Anlässslich des heutigen 120. Geburtstages von Hannah Arendt (*1906)!

Bild: © Progress Filmverleih

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit dem Kultur-Newsletter des Augustinum Kassel

Mit unserem E-Mail-Newsletter informiert Sie unser Kulturreferat jeden Monat über die anstehenden Veranstaltungen in Ihrem Augustinum:

Kontakt zur Kulturreferentin

Anja Eckard
Telefon: 0561 9364-807
E-Mail: anja.eckard(at)augustinum.de