Bekannt für außergewöhnliche Kulturveranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen im Augustinum Kassel

 

Als Seniorenresidenz hat sich das Augustinum Kassel mit seinem herausragenden Kulturprogramm einen Namen gemacht und ist eine kulturelle Institution im Stadtteil. Kooperationen mit externen Veranstaltern bereichern das Kulturprogramm.

Theodor Storm: Der Schimmelreiter, eine kleine Kulturgeschichte
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
24.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Bebilderter Vortrag
Vortragende/-r
Kulturreferentin Anja Eckard M.A.

Theodor Storms 1888 erschienene Novelle „Der Schimmelreiter“ ist ein Meisterwerk des deutschen Realismus. Im Zentrum steht der Deichgraf Hauke Haien, der im Kampf gegen die Naturgewalten der Nordsee zwischen dem Aberglauben der Dorfbewohner und seinen eigenen fortschrittlichen, rationalen Visionen im Deichbau scheitert und tragisch endet. Die Novelle reflektiert den tiefgreifenden Wandel der Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert. Theodor Storm verarbeitete darin die Spannung zwischen der Industrialisierung und den alten, mythischen Weltbildern.

Dieser Vortrag führt in die Novelle ein, beleuchtet die Entstehungsgeschichte sowie die Symbolik und streift auch skizzenhaft das Leben von Theodor Storm.

Bild: Th. Storm: Der Schimmelreiter. Berlin, Paetel 1888, Cover der Erstausgabe © Foto H.-P.Haack / wikimedia

SPÜRSINN
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
27.08.2026
Uhrzeit
20:00 Uhr
Eintritt
Eine Veranstaltung von „Cantanima“ – die Sänger*innen freuen sich über einen freiwilligen Kostenbeitrag!
Veranstaltungsart
Werkstattkonzert
Vortragende/-r
gemischter Chor „Cantanima“ unter der Leitung von Dr. Merle Clasen

In Wort und Klang geht es um Wahrnehmung – ihre Ebenen, ihre Tiefe, menschliche Sinne und nach der Bereitschaft sich empfänglich zu machen.

Spürsinn ist etwas, das wir Menschen nötig brauchen, um gut bei uns, beieinander, in der Welt und mit der uns umgebenden Schöpfung verbunden zu sein. Spürsinn und Empfänglichkeit sind eine gleichermaßen leichte und schwierige Aufgabe – schon da und doch oft tief vergraben. Musik spricht alle Sinne und Wahrnehmungsmöglichkeiten an und hilft uns Menschen dabei, uns empfänglich zu machen, empfänglich zu werden und uns zurückzubeSINNEN.

Die Musik stammt von H. Distler, H. v. Goisern, O. Gies, Ch. & M. Giesinger, V. Miškinis und anderen.

Plakat © Grafikerin Susanne Stein

Standfest durchs Leben
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
08.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Vortrag zur Fußgesundheit
Vortragende/-r
Katja Teppe

Unsere Füße tragen uns ein Leben lang – sie schenken uns Beweglichkeit, Sicherheit und Lebensqualität. Doch oft schenken wir ihnen erst Aufmerksamkeit, wenn Beschwerden entstehen.

Mit dem heutigen Vortrag zeigt Katja Teppe verständlich, praxisnah und alltagstauglich, wie Füße möglichst lange gesund erhalten werden können. Aus über 25 Jahren Berufserfahrung in der Fußpflege auf medizinischer Basis gibt sie interessante Einblicke, praktische Tipps und wertvolle Anregungen für mehr Mobilität und Lebensqualität – Wissen, das Menschen im Alltag wirklich hilft.
Freuen Sie sich darauf!

Hinweise zur Referentin:
Katja Teppe ist seit über 25 Jahren in der Fußpflege auf medizinischer Basis tätig und hat sich auf die Behandlung und Betreuung von Senior*inn*en spezialisiert. Um ihr Fachwissen stets auf dem neuesten Stand zu halten, nimmt sie regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil. In ihrem Berufsalltag erlebt sie immer wieder, wie wichtig gesunde Füße für die Mobilität, das Gleichgewicht und die Lebensqualität sind. Deshalb ist es ihr ein persönliches Anliegen, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben. In ihren Vorträgen vermittelt sie alltagstaugliche und leicht umsetzbare Tipps, die dazu beitragen können, möglichst lange sicher, mobil und selbstständig zu bleiben.

Bildhinweis:  AI-generiert

"Ich habe versucht wahr zu sein" – Henri de Toulouse-Lautrec: Außenseiter, Künstler, Aristokrat
Ort

Festsaal im Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
09.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
Gäste: 8 Euro
Veranstaltungsart
Bildervortrag zur Kunst
Vortragende/-r
Dr. Hans Thomas Carstensen, Kunsthistoriker

Berühmt wurde Toulouse-Lautrec (1864 – 1901) mit seinen Plakaten für den Amüsierbetrieb des Montmartre, in denen er der schillernden Welt der Pariser Belle Epoque ein Denkmal setzte. Doch er war auch ein großer Menschendarsteller, der mit seinem 'photographischen Pinsel' Ärzte, Arbeiter, Adlige und Prostituierte festhielt und so ein Panorama seiner Zeit geschaffen hat.

Aber er belässt es nicht beim bloßen Abbilden: „Ich mache keine Bildnisse, ich male meine Freunde“, schreibt er einmal. Sensibilisiert durch seine schwere Behinderung hat er einen einfühlsamen Blick für ihre geheimen Ängste und Sehnsüchte, für erlittene Enttäuschungen und nie erlöschende Hoffnungen. Henri de Toulouse-Lautrec hat die seltene Gabe besessen, die Seele eines Menschen sichtbar zu machen.

Anlässlich des heutigen 125. Todestags von Henri de Toulouse-Lautrec (†1901)

 

Bildhinweis: Henri Toulouse-Lautrec - Aristide Bruant, Plakat, 1892, Privatbesitz

 

George Sand und Gustave Flaubert – eine Annährung
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
15.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Vortrag und Rezitation
Vortragende/-r
Anja Eckard M.A., Kulturreferentin Augustinum Kassel

George Sand (1804–1876) und Gustave Flaubert (1821–1880) verband eine der berühmtesten platonischen Brieffreundschaften der französischen Literaturgeschichte. Zwischen 1863 und 1876 tauschten die beiden gegensätzlichen Autoren über 400 Briefe aus, die als intellektueller Dialog über Kunst, Wahrheit, Politik und das Schreiben gelten. Während Sand als lebensbejahende Idealistin – auch bekannt für ihre gesellschaftskritischen und feministischen Werke – an die Verbesserung der Menschheit glaubte, war der jüngere Flaubert ein pessimistischer, asketischer Realist, der sich der Poetik der Unpersönlichkeit verschrieb. Dennoch schätzten und ergänzten sie sich tief, was sich auch in ihrer Anrede widerspiegelte: Flaubert nannte sie ehrfurchtsvoll „cher Maître“ (lieber Meister), während sie ihn liebevoll „mon vieux troubadour“ (mein alter Troubadour) nannte.

Ein Portrait mit Auszügen aus dem Briefwechsel von George Sand und Gustave Flaubert -
anlässlich des 150. Todestages von George Sand (†1876) am 8. Juni!

Bildhinweis: AI-generiert

 

Robert Stolz: Zwei Herzen im Dreivierteltakt Lieder, Schlager und Couplets
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
16.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vortrag mit Hörbeispielen
Vortragende/-r
Thomas Sander, Musikwissenschaftler

Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ (Untertitel: Der verlorene Walzer) ist eine Operette in drei Akten von Robert Stolz. Das Libretto verfassten Paul Knepler, Ignaz Michael Welleminsky und Robert Gilbert. Es beruht auf dem Drehbuch zum gleichnamigen Film aus dem Jahr 1930. Robert Stolz hatte bereits zu diesem Film die Musik beigesteuert und sie drei Jahre später für die Bühnenfassung fast unverändert übernommen. Die Operette erlebte ihre Uraufführung am 30. September 1933 am Stadttheater Zürich (heute: Opernhaus Zürich).

Die Handlung dreht sich um den Komponisten Toni Hofer, der unter kreativem Druck steht, da ihm eine zündende Walzermelodie für seine neue Operette fehlt. Inspiriert wird er zunächst von der Soubrette Mizzi, doch erst eine Verwechslung mit der unbekannten Hedi, der Schwester des Librettisten, führt zur Entdeckung des fehlenden Walzers.

Bild: Robert Stolz, um 1915 / wikimedia

On the sunny side of the street
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
18.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Konzert
Vortragende/-r
Sayaka Schmuck, Klarinette & Nikita Volov, Klavier

Mit sprühender Spielfreude, virtuoser Perfektion und einer tiefen Liebe zur Kammermusik entführen die beiden Ausnahmemusiker ihr Publikum in eine faszinierende Klangwelt.

Sayaka Schmuck begeistert mit ihrer musikalischen Ausdruckskraft und brillanten Technik. Als gefragte Solistin und ehemalige Klarinettistin im Gewandhausorchester Leipzig spielte sie u. a. mit den Münchner Philharmonikern, der Bayerischen Staatsoper und dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Nikita Volov ist ein international gefragter Pianist und lehrt an den Musikhochschule Hamburg und Hanns Eisler Berlin. Er trat in renommierten Sälen wie der Berliner Philharmonie und der Elbphilharmonie auf, musizierte mit Orchestern weltweit und arbeitete mit herausragenden Künstlern wie Nobuko Imai und Matthias Höfs zusammen.

Auf dem Programm stehen Werke von Mozart, Satie, Hansen bis hin zu jazzigen Klassikern von Gershwin u. a. – abwechslungsreich, emotional und voller klanglicher Raffinesse. Freuen Sie sich auf einen Abend, der begeistert, berührt und lange nachklingt.

Foto: Duo Schmuck © Asya Chzhan

Soiree auf Sanssouci
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
29.09.2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Cembalokonzert
Vortragende/-r
Hans–Jürgen Thoma

Humoristischer Streifzug durch ein fiktives Abendkonzert am Hofe Friedrichs des Großen mit illustren Gästen und Musik von Bach, Nichelmann, Richter, Franck, Händel und der Schilderung der Begegnung mit Voltaire.

Der Cembalist plaudert in dem einstündigen Konzert über den Bau des Schlosses, die konfliktreiche Beziehung zu Voltaire, die Abendkonzerte, die Einladung der ungeliebten Mannheimer Komponisten, den Besuch Johann Sebastian Bachs und dessen Begegnung mit Georg Friedrich Händel in einem satirischen Dialog u.v.m.

Hans – Jürgen Thoma war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 40 Jahre Leiter kommunaler Musikschulen in Rheinland – Pfalz und Lehrbeauftragt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Mit dem Trio Sanssouci musizierte er rund 1800 Konzerte im In – und Ausland, war häufig Gast in Rundfunkanstalten, spielte 10 CDs ein und wirkte bei Fernsehproduktionen von Arte und 3sat mit.

Foto: © Hans–Jürgen Thoma

Giotto di Bondone – Wegbereiter der Renaissance in Italien
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
30.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
10 / 8 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Bildervortrag zur Kunstgeschichte
Vortragende/-r
Dr. Alice Gudera, Kunsthistorikerin, Bremen

Bereits zu Lebzeiten kannte und bewunderte man den italienischen Künstler Giotto di Bondone (1267/76–1337): Dante erwähnt ihn in seiner Göttlichen Komödie, in Boccaccios Decamerone kommt er vor und auch Petraca ist seine Nennung wichtig. Giotto revolutionierte die Malerei, er gilt gar als Wegbereiter der italienischen Renaissance. An die Stelle des Mosaiks setzte er die Freskomalerei und führte sie zu entscheidender Dimension der Kirchenausstattung. Seine Figuren gewannen zunehmend an Natürlichkeit wie auch an Individualität und lösten durch ihre plastische Wirkung in perspektivisch anmutenden Räumen die herkömmlich flächig aufgefassten, hieratisch überhöhten Darstellungen der Heiligen und biblischen Gestalten ab.

Als Giottos Hauptwerk kann wohl der Freskenzyklus in der Scrovegni-Kapelle in Padua mit den Szenen aus dem Leben Mariä und Jesu gelten. Doch auch in Florenz, Rom, Neapel, Bologna und Mailand hat er entscheidende Werke geschaffen. 

Im Anschluss an die Einführung in Giottos künstlerisches Schaffen folgt ein kurzer Ausblick auf seine unmittelbaren Einflüsse in Florenz und die Kunst anderer oberitalienischer Zentren.

Bild: Giotto di Bondone - Joachims Traum, Scrovegni-Kapelle, 1303-05  / gemeinfrei

Der Franziskus-Zyklus in der Basilika San Francesco in Assisi von Giotto
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
02.10.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Bildervortrag zur Kunst
Vortragende/-r
Anja Eckard M.A., Kulturreferentin Augustinum Kassel

Der Franziskus-Zyklus in der Oberkirche der Basilika San Francesco in Assisi gehört zu den bedeutenden Werken der europäischen Kunstgeschichte und markiert den Übergang von der byzantinischen Malerei zur Frührenaissance. Der aus 28 Einzelszenen bestehende Freskenzyklus wurde um das Jahr 1300 geschaffen und wird dem Künstler Giotto di Bondone sowie seiner Werkstatt zugeschrieben. Die Bildergeschichten illustrieren das Leben und Wirken des heiligen Franz von Assisi, basierend auf der offiziellen Biografie Legenda Maior des heiligen Bonaventura. Die Basilika ist die Grablegungskirche des Hl. Franziskus.

In diesem Vortrag lernen Sie die Lebensgeschichte des Franz von Assisi im Bildwerk des Ausnahmekünstlers kennen, den Maler selbst und Hintergründe zur Entstehung des Zyklus.

 

Bild: „Die Vertreibung der Dämonen aus Arezzo“ von Giotto di Bondone, Fresko aus dem Zyklus über das Leben des Heiligen Franziskus von Assisi in der Oberkirche der Basilika San Francesco in Assisi, Italien,  Zwischen 1297 und 1299 / wikimedia

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Anja Eckard
Telefon: 0561 9364-807
E-Mail: anja.eckard(at)augustinum.de