Bekannt für außergewöhnliche Kulturveranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen im Augustinum Kassel

 

Als Seniorenresidenz hat sich das Augustinum Kassel mit seinem herausragenden Kulturprogramm einen Namen gemacht und ist eine kulturelle Institution im Stadtteil. Kooperationen mit externen Veranstaltern bereichern das Kulturprogramm.

Emmerich Kálmán: Gräfin Mariza und Leo Fall: Die Dollarprinzessin
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
12.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vortrag mit Hörbeispielen
Vortragende/-r
Thomas Sander, Musikwissenschaftler

"Gräfin Mariza" ist eine Operette von Emmerich Kálmán, die 1924 im Theater an der Wien uraufgeführt wurde und nach der „Csárdásfürstin“ zu seinen größten Erfolgen zählt. Sie handelt von der reichen Gräfin Mariza, die sich in ihren verarmten Verwalter Graf Tassilo verliebt, der inkognito arbeitet, um Geld für seine Schwester zu verdienen. Die Operette ist bekannt für ihre Melodien wie "Komm mit nach Varasdin" und "Komm Zigan".

„Die Dollarprinzessin“ gehört zur Silbernen Operettenära und erlebte ihre Uraufführung am 2. November 1907 am Theater an der Wien in Wien. Die Erstaufführung des Stückes in Dresden erfolgte am 1. Januar 1908 in Anwesenheit des Komponisten im Central-Theater. Die Handlung dreht sich um Alice, die Tochter eines amerikanischen Milliardärs, die an eine Devise glaubt, dass Geld die Welt regiert. Ihr Vater stellt verarmte europäische Adelige als Hauspersonal ein, was zu komischen Verwicklungen führt.

Bild: Die Dollarprinzessin, Titelblatt von 1907 / wikimedia

Der Herkules in Kassel – Mythos und Wahrzeichen
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
13.08.2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Bebilderter Vortrag
Vortragende/-r
Dr. Bettina Dodenhoeft

Er wird besungen, er wird fotografiert und gemalt und verfremdet: Der Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe. Seit über 300 Jahren steht er dort auf dem Berg und ist während dieser Jahrhunderte zum Wahrzeichen Kassels geworden. Im Vortrag geht es um die Entstehungsgeschichte der Figur im Kontext der Gestaltung des Bergparks und ihre mythologische Bedeutung.

Foto: Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe © Pedelecs /wikimedia

Der Blaue Reiter
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
14.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vorlesung
Vortragende/-r
Dr. Ellen Markgraf

Der Blaue Reiter ist eine Bezeichnung von Wassily Kandinsky und Franz Marc für ihre Ausstellungs- und Publikationstätigkeit, bei der beide Künstler in dem erstmals Mitte Mai 1912 herausgegebenen gleichnamigen Almanach als alleinige Herausgeber fungierten. Das Redaktionsteam organisierte in den Jahren 1911 und 1912 zwei Ausstellungen in München, um seine kunsttheoretischen Vorstellungen anhand der ausgestellten Kunstwerke zu belegen. Es folgten Wanderausstellungen in deutschen und europäischen Städten. Der Blaue Reiter löste sich zu Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 auf. Die im Umfeld des Blauen Reiters tätigen Künstler waren wichtige Wegbereiter der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts; sie bildeten ein lockeres Beziehungsnetz, aber keine Künstlergruppe im engeren Sinne wie die Brücke in Dresden. Das Werk der angeschlossenen Künstler wird dem deutschen Expressionismus zugeordnet. 

Bild: Alexej Jawlensky – Murnauer Landschaft, 1909 / wikimedia

„die unselige politik verleidet einem jetzt alle tage“ - Die Brüder Grimm und ihre Zeit
Ort

Festsaal im Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
17.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. Ewald Grothe

Im heutigen öffentlichen Bewußtsein sind die Brüder Grimm vor allem für ihre berühmte Sammlung der „Kinder- und Hausmärchen“ bekannt. Jacob (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) sind aber darüber hinaus auch wissenschaftlich und politisch aktiv gewesen. So haben beide beispielsweise das „Deutsche Wörterbuch“ herausgegeben. Jacob Grimm saß 1848 als Abgeordneter in der Frankfurter Paulskirche und auch sein Bruder Wilhelm hat sich immer wieder zu politischen Themen geäußert. Der Vortrag beleuchtet die eher unbekannte Seite der „Märchenbrüder”, die als Wissenschaftler dennoch keineswegs als unpolitisch oder weltfremd gelten dürfen.

Dr. Ewald Grothe leitet als Historiker das Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Er lehrt als Professor Neuere und Neueste Geschichte an den Universitäten Wuppertal und Köln. Zu seinem Forschungsschwerpunkten Liberalismus- und Wissenschaftsgeschichte hat er zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt.

Anlässlich des heutigen 240. Geburtstages von Wilhelm Grimm (*1786)!

Bild: Elisabeth Jerichau Baumann - Doppelporträt der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, 1855

Theodor Storm: Der Schimmelreiter, eine kleine Kulturgeschichte
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
24.08.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Bebilderter Vortrag
Vortragende/-r
Kulturreferentin Anja Eckard M.A.

Theodor Storms 1888 erschienene Novelle „Der Schimmelreiter“ ist ein Meisterwerk des deutschen Realismus. Im Zentrum steht der Deichgraf Hauke Haien, der im Kampf gegen die Naturgewalten der Nordsee zwischen dem Aberglauben der Dorfbewohner und seinen eigenen fortschrittlichen, rationalen Visionen im Deichbau scheitert und tragisch endet. Die Novelle reflektiert den tiefgreifenden Wandel der Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert. Theodor Storm verarbeitete darin die Spannung zwischen der Industrialisierung und den alten, mythischen Weltbildern.

Dieser Vortrag führt in die Novelle ein, beleuchtet die Entstehungsgeschichte sowie die Symbolik und streift auch skizzenhaft das Leben von Theodor Storm.

Bild: Th. Storm: Der Schimmelreiter. Berlin, Paetel 1888, Cover der Erstausgabe © Foto H.-P.Haack / wikimedia

SPÜRSINN
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
27.08.2026
Uhrzeit
20:00 Uhr
Eintritt
Eine Veranstaltung von „Cantanima“ – die Sänger*innen freuen sich über einen freiwilligen Kostenbeitrag!
Veranstaltungsart
Werkstattkonzert
Vortragende/-r
gemischter Chor „Cantanima“ unter der Leitung von Dr. Merle Clasen

In Wort und Klang geht es um Wahrnehmung – ihre Ebenen, ihre Tiefe, menschliche Sinne und nach der Bereitschaft sich empfänglich zu machen.

Spürsinn ist etwas, das wir Menschen nötig brauchen, um gut bei uns, beieinander, in der Welt und mit der uns umgebenden Schöpfung verbunden zu sein. Spürsinn und Empfänglichkeit sind eine gleichermaßen leichte und schwierige Aufgabe – schon da und doch oft tief vergraben. Musik spricht alle Sinne und Wahrnehmungsmöglichkeiten an und hilft uns Menschen dabei, uns empfänglich zu machen, empfänglich zu werden und uns zurückzubeSINNEN.

Die Musik stammt von H. Distler, H. v. Goisern, O. Gies, Ch. & M. Giesinger, V. Miškinis und anderen.

Plakat © Grafikerin Susanne Stein

Standfest durchs Leben
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
08.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Vortrag zur Fußgesundheit
Vortragende/-r
Katja Teppe

Unsere Füße tragen uns ein Leben lang – sie schenken uns Beweglichkeit, Sicherheit und Lebensqualität. Doch oft schenken wir ihnen erst Aufmerksamkeit, wenn Beschwerden entstehen.

Mit dem heutigen Vortrag zeigt Katja Teppe verständlich, praxisnah und alltagstauglich, wie Füße möglichst lange gesund erhalten werden können. Aus über 25 Jahren Berufserfahrung in der Fußpflege auf medizinischer Basis gibt sie interessante Einblicke, praktische Tipps und wertvolle Anregungen für mehr Mobilität und Lebensqualität – Wissen, das Menschen im Alltag wirklich hilft.
Freuen Sie sich darauf!

Hinweise zur Referentin:
Katja Teppe ist seit über 25 Jahren in der Fußpflege auf medizinischer Basis tätig und hat sich auf die Behandlung und Betreuung von Senior*inn*en spezialisiert. Um ihr Fachwissen stets auf dem neuesten Stand zu halten, nimmt sie regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil. In ihrem Berufsalltag erlebt sie immer wieder, wie wichtig gesunde Füße für die Mobilität, das Gleichgewicht und die Lebensqualität sind. Deshalb ist es ihr ein persönliches Anliegen, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben. In ihren Vorträgen vermittelt sie alltagstaugliche und leicht umsetzbare Tipps, die dazu beitragen können, möglichst lange sicher, mobil und selbstständig zu bleiben.

Bildhinweis:  AI-generiert

"Ich habe versucht wahr zu sein" – Henri de Toulouse-Lautrec: Außenseiter, Künstler, Aristokrat
Ort

Festsaal im Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
09.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
Gäste: 8 Euro
Veranstaltungsart
Bildervortrag zur Kunst
Vortragende/-r
Dr. Hans Thomas Carstensen, Kunsthistoriker

Berühmt wurde Toulouse-Lautrec (1864 – 1901) mit seinen Plakaten für den Amüsierbetrieb des Montmartre, in denen er der schillernden Welt der Pariser Belle Epoque ein Denkmal setzte. Doch er war auch ein großer Menschendarsteller, der mit seinem 'photographischen Pinsel' Ärzte, Arbeiter, Adlige und Prostituierte festhielt und so ein Panorama seiner Zeit geschaffen hat.

Aber er belässt es nicht beim bloßen Abbilden: „Ich mache keine Bildnisse, ich male meine Freunde“, schreibt er einmal. Sensibilisiert durch seine schwere Behinderung hat er einen einfühlsamen Blick für ihre geheimen Ängste und Sehnsüchte, für erlittene Enttäuschungen und nie erlöschende Hoffnungen. Henri de Toulouse-Lautrec hat die seltene Gabe besessen, die Seele eines Menschen sichtbar zu machen.

Anlässlich des heutigen 125. Todestags von Henri de Toulouse-Lautrec (†1901)

 

Bildhinweis: Henri Toulouse-Lautrec - Aristide Bruant, Plakat, 1892, Privatbesitz

 

George Sand und Gustave Flaubert – eine Annährung
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
15.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Vortrag und Rezitation
Vortragende/-r
Anja Eckard M.A., Kulturreferentin Augustinum Kassel

George Sand (1804–1876) und Gustave Flaubert (1821–1880) verband eine der berühmtesten platonischen Brieffreundschaften der französischen Literaturgeschichte. Zwischen 1863 und 1876 tauschten die beiden gegensätzlichen Autoren über 400 Briefe aus, die als intellektueller Dialog über Kunst, Wahrheit, Politik und das Schreiben gelten. Während Sand als lebensbejahende Idealistin – auch bekannt für ihre gesellschaftskritischen und feministischen Werke – an die Verbesserung der Menschheit glaubte, war der jüngere Flaubert ein pessimistischer, asketischer Realist, der sich der Poetik der Unpersönlichkeit verschrieb. Dennoch schätzten und ergänzten sie sich tief, was sich auch in ihrer Anrede widerspiegelte: Flaubert nannte sie ehrfurchtsvoll „cher Maître“ (lieber Meister), während sie ihn liebevoll „mon vieux troubadour“ (mein alter Troubadour) nannte.

Ein Portrait mit Auszügen aus dem Briefwechsel von George Sand und Gustave Flaubert -
anlässlich des 150. Todestages von George Sand (†1876) am 8. Juni!

Bildhinweis: AI-generiert

 

Robert Stolz: Zwei Herzen im Dreivierteltakt Lieder, Schlager und Couplets
Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Datum
16.09.2026
Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Vortrag mit Hörbeispielen
Vortragende/-r
Thomas Sander, Musikwissenschaftler

Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ (Untertitel: Der verlorene Walzer) ist eine Operette in drei Akten von Robert Stolz. Das Libretto verfassten Paul Knepler, Ignaz Michael Welleminsky und Robert Gilbert. Es beruht auf dem Drehbuch zum gleichnamigen Film aus dem Jahr 1930. Robert Stolz hatte bereits zu diesem Film die Musik beigesteuert und sie drei Jahre später für die Bühnenfassung fast unverändert übernommen. Die Operette erlebte ihre Uraufführung am 30. September 1933 am Stadttheater Zürich (heute: Opernhaus Zürich).

Die Handlung dreht sich um den Komponisten Toni Hofer, der unter kreativem Druck steht, da ihm eine zündende Walzermelodie für seine neue Operette fehlt. Inspiriert wird er zunächst von der Soubrette Mizzi, doch erst eine Verwechslung mit der unbekannten Hedi, der Schwester des Librettisten, führt zur Entdeckung des fehlenden Walzers.

Bild: Robert Stolz, um 1915 / wikimedia

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Kontakt zur Kulturreferentin

Anja Eckard
Telefon: 0561 9364-807
E-Mail: anja.eckard(at)augustinum.de