Die Augustinum Stiftung schreibt zum 8. Mal den euward aus

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Der euward - Förderpreis des Augustinum für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung

Der euward, der Europäische Förderpreis für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung, ist wieder ausgeschrieben. Bis zum 20. Mai 2020 können sich Künstlerinnen und Künstler mit kognitiven Beeinträchtigungen um den renommierten Kunstpreis der Münchner Augustinum Stiftung bewerben. Der Preise wird im Rahmen der Eröffnung der euward-Ausstellung ab April 2021 im Haus der Kunst in München verliehen. “Was seine internationale Bedeutung und Reichweite angeht, gibt es nichts Vergleichbares. Damit hat der euward seit vielen Jahre großen Einfluss auf die Entwicklung der künstlerischen Szene der sogenannten Outsider Art und ihre Rezeption gehabt, die bis heute immer noch weitgehend unbekannt ist”, sagt Klaus Mecherlein, Leiter des Atelier Augustinum und Organisator des euward. 

Seit 2000 verleiht die Augustinum Stiftung den euward. Er ist international die wichtigste Auszeichnung für Kunst im Kontext von geistiger Behinderung und wird 2021 bereits zum achten Mal vergeben. In den letzten Jahren hatten sich jeweils zwischen 300 und 800 Künstler aus mehr als 25 europäischen Nationen beworben. “Durch seine großen Ausstellungen im Haus der Kunst München, in den Jahren 2004, 2007 und 2010 unter Chris Dercon, und zuletzt im Buchheim Museum, hat er medial große Aufmerksamkeit erreicht”, erzählt Klaus Mecherlein. “Seine Diese Ausstellungen zeigen einen Überblick über das enorme Potential dieser Künstler am Rande der Kultur und ihr einzigartiges wie zugleich eigenartiges Schaffen im Schatten der zeitgenössischen Kunst. Kunst trotz Behinderung, oder besser: gerade aus der Kraft heraus, die eine Person aus ihrer Behinderung zieht.” 

Ziel des euward ist es, unbekannte Künstler zu fördern und ihr Schaffen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine Jury von bekannten Fachleuten wählt aus den Bewerbungen aus ganz Europa drei Preisträger. Sie erhalten eine Ausstellung ihrer Werke im Haus der Kunst in München, außerdem werden sie mit Geldpreisen und einem Katalog im Gesamtwert von rund 19.000 Euro gefördert.  

Kunst von Menschen mit einer geistigen Behinderung hat sich in jüngster Zeit zunehmend entwickelt. Neben der Tradition der „Art Brut“ oder „Outsider Art“ bildet sie heute eine neue künstlerische Szene. Oft bieten „Betreute Ateliers“ den Talenten die Bedingungen, um sich als freischaffende Künstler zu verwirklichen. Der euward will die künstlerische Qualität im Schaffen dieser kulturellen Außenseiter sichtbar machen. Rein soziale Aspekte spielen dabei keine Rolle.

Mehr Informationen unter www.euward.de