Der Mensch ist wie Gesicht im Sand, das die Wellen irgendwann wegspülen

Überlingen

Michel Foucaults Thesen zum Gefühl der eigenen Identität?

Zum Entsetzen von so unterschiedlichen Philosophen wie J.-P.Sartre, E.Lèvinas und T.W.Adorno vertraten Foucault und seine Mitstreiter die Überzeugung, dass die menschliche Identität nur auf dem variablen Geflecht sozialer Diskurse beruht. Die jahrhundertealte Überzeugung von einer Form der Geistigkeit, die zumindest ein gewisses Maß an innerer Freiheit garantiert, wurde damit über Bord geworfen. Sie erschien als eine bloße Konstruktion, die jederzeit verändert werden kann. Damit öffnete Foucault die Tür für den radikalen Konstruktivismus, der derzeit in den USA ebenso wie in Europa zu zahllosen Kontroversen führt.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Michel Foucault beschäftigt sich Prof. Dr. Regine Kather, Universität Freiburg mit den umstrittenen Thesen dieses wohl einflussreichsten Philsophen für das 21. Jahrhundert. Regine Kather, Prof. Dr. phil., ist Professorin für Philosophie an der Universität Freiburg. Sie studierte Physik, Philosophie und Religionswissenschaften. Lehrtätigkeit in Philosophie an diversen Institutionen. Gastdozenturen in Rumänien. Forschungsschwerpunkte sind Naturphilosophie, philosophische Anthropologie und Religionsphilosophie mit interkultureller Ausrichtung. Zahlreiche Buchpublikationen.

Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Uhrzeit
18:30 Uhr
Eintritt
10 Euro
Vortragende/-r
Prof. Dr. Regine Kather
Veranstaltungsreihe
Academia