Bekannt für außergewöhnliche Kulturveranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen im Augustinum Überlingen

 

Als Seniorenresidenz hat sich das Augustinum Überlingen mit seinem herausragenden Kulturprogramm einen Namen gemacht und ist eine kulturelle Institution in der Stadt. Kooperationen mit externen Veranstaltern bereichern das Kulturprogramm.

Die Wikinger
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Datum
26.03.2026
Uhrzeit
18:30 Uhr
Eintritt
10 Euro, Gäste: 11 Euro
Vortragende/-r
Andreas Pehl

793 – ein Jahr des Schreckens: Wikinger überfallen das Kloster Lindisfarne an der englischen Ostküste. Aus der Sicht verzweifelter Geistlicher erscheinen sie als grausamen Horden aus dem Norden – ein Bild, das bis heute nachwirkt: Hörnerhelme, Bärte und Felle, dazu Schwert und Axt stets bereit. Doch die Nordmänner, die bis nach Grönland und Nordamerika segelten, waren weit mehr als räuberische Krieger. Sie waren Händler, Entdecker und schließlich sogar Könige in Süditalien und Sizilien. Als Rus im Osten und als Teil der Leibgarde am Kaiserhof in Konstantinopel prägten sie das mittelalterliche Europa. Ihre Neugier und Offenheit machen sie auch zu Wegbereitern einer europäischen Identität – jenseits der Klischees von mordenden Horden und gehörnten Helmen. Der mehrfach ausgezeichnete Rundfunkautor und Musiker Andreas Pehl nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise zu Wikingermythen, Sprache, Kultur und Musik – vom Norden Skandinaviens bis in den Süden Italiens.

Zwei Sommer in den Rockies
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Datum
31.03.2026
Uhrzeit
18:30 Uhr
Eintritt
10 Euro, Gäste: 11 Euro
Vortragende/-r
Verena Schmidt

Als Verena Schmidt im Alter von 33 Jahren sehr überraschend ihren Partner, den Vater der damals zwölfjährigen Tochter Analena verlor, reißt es ihr den Boden unter den Füßen weg. 
Es war ihr nur eines klar. Sie wusste: sie muss raus in die Natur. Dank eines Wanderführer-Auftrages ging es in die kanadischen Rocky Mountains und die mittlerweile nun 13-jährige Analena soll mitkommen. 
Dabei wandert sie absolut nicht gern! Die permanente Zweisamkeit (da Pumagebiet) und die vielen zusammen gemeisterten Kilometer fordern unser Mutter-Tochter-Gespann jeden Tag aufs Neue. Doch Begegnungen mit Karibus und Bären, durchstandene Schneestürme, gemeinsam erlebte Abenteuer und erklommene Gipfel schweißen uns beide fest zusammen. 

Insgesamt legte Analena 600 km und 27.000 Höhenmeter zurück, obwohl sie wandern nicht ausstehen kann. (Bei Verena war's insgesamt knapp das Doppelte.)
Eine PIlgerfahrt, ein Kreuzweg, ein Marsch ins neue Leben.

Foto: Verena Schmidt

 

Der Mensch ist wie Gesicht im Sand, das die Wellen irgendwann wegspülen
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Datum
16.04.2026
Uhrzeit
18:30 Uhr
Eintritt
10 Euro
Vortragende/-r
Prof. Dr. Regine Kather

Zum Entsetzen von so unterschiedlichen Philosophen wie J.-P.Sartre, E.Lèvinas und T.W.Adorno vertraten Foucault und seine Mitstreiter die Überzeugung, dass die menschliche Identität nur auf dem variablen Geflecht sozialer Diskurse beruht. Die jahrhundertealte Überzeugung von einer Form der Geistigkeit, die zumindest ein gewisses Maß an innerer Freiheit garantiert, wurde damit über Bord geworfen. Sie erschien als eine bloße Konstruktion, die jederzeit verändert werden kann. Damit öffnete Foucault die Tür für den radikalen Konstruktivismus, der derzeit in den USA ebenso wie in Europa zu zahllosen Kontroversen führt.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Michel Foucault beschäftigt sich Prof. Dr. Regine Kather, Universität Freiburg mit den umstrittenen Thesen dieses wohl einflussreichsten Philsophen für das 21. Jahrhundert. Regine Kather, Prof. Dr. phil., ist Professorin für Philosophie an der Universität Freiburg. Sie studierte Physik, Philosophie und Religionswissenschaften. Lehrtätigkeit in Philosophie an diversen Institutionen. Gastdozenturen in Rumänien. Forschungsschwerpunkte sind Naturphilosophie, philosophische Anthropologie und Religionsphilosophie mit interkultureller Ausrichtung. Zahlreiche Buchpublikationen.

Muschalle & Engelmeyer ! Just Music!
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Datum
22.04.2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
14 Euro, Gäste: 16 Euro
Veranstaltungsart
Jazzabend
Vortragende/-r
Frank Muschalle & Dirk Engelmeyer

Wenn Frank Muschalle und Dirk Engelmeyer die Bühne betreten, springt der Funke sofort über: Hier treffen groovende Boogie-Woogie-Rhythmen auf mitreißenden Blues, virtuose Tastenläufe auf charmante Bühnenpräsenz – handgemacht, ehrlich und voller Energie.

Frank Muschalle gilt als einer der international gefragtesten Boogie-Woogie-Pianisten Europas. Mit seinem unverwechselbaren Swing, rasanten Läufen und seinem Gespür für Dynamik begeistert er seit Jahrzehnten Publikum von Berlin bis San Francisco. 

2022 -2025 fanden Konzertreisen in Kanada und den USA statt, organisiert von der Deutschen Botschaft und dem Goethe Institut. Die Tourneen führten Frank nach Ottawa, Montreal, Vancouver, Chicago, Seattle, Houston, Cincinnati und San Francisco. 15 Cds sind mittlerweile unter seinem Namen erschienen, das Jazzpodium schrieb: "....Muschalle erschließt seiner Musik nicht nur neue Spielorte, sondern auch neue kreative Horizonte...." 

An seiner Seite sorgt Dirk Engelmeyer mit markantem Schlagzeugspiel, gefühlvollem Gesang und viel Witz für den perfekten Rhythmus und das Augenzwinkern zwischen den Takten.

Gemeinsam präsentieren die beiden ein Programm, das von treibenden Boogies über klassischen Chicago-Blues bis hin zu charmanten Swing-Nummern reicht – mal rasant, mal ganz laid-back, aber immer mit jeder Menge Spielfreude und Herzblut.

Ein Abend mit Frank Muschalle & Dirk Engelmeyer ist keine Nostalgieshow – es ist lebendige, authentische Musik, die direkt in die Beine geht.

Kurz gesagt: Boogie-Woogie vom Feinsten – mitreißend, humorvoll, energiegeladen.

Foto: Manfred Pollert

Pommern – Westpreußen & Danzig – Ostpreußen: eine Reise nach Masuren
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Datum
24.04.2026
Uhrzeit
18:30 Uhr
Eintritt
11 Euro, Gäste: 13 Euro
Veranstaltungsart
Multivision
Vortragende/-r
Roland Marske

Pommern, Westpreußen, Ostpreußen. Die Namen der einst östlichsten Provinzen Deutschlands existierten jahrzehntelang fast nur in der Erinnerung ihrer ehemaligen Bewohner. In der Geschichte versunken und heute fast vergessen, klingen diese Länder wie ein ferner Mythos. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges sind sie polnisch und heißen jetzt Pomorze Zachodnie, Pomorze Gdanski und Mazury.

Es sind stille Landschaften, vom Massentourismus unentdeckt. Der Berliner Fotograf und Autor Roland Marske war hier der verlorenen Zeit auf der Spur. Seine Reise nach Masuren führte ihn durch Städte und Landschaften mit deutscher Vergangenheit und polnischer Gegenwart. Unterwegs sprach er mit den Menschen und fand Zerstörtes und Versunkenes, aber auch mühsam Bewahrtes und liebevoll Restauriertes. Und er hat sich faszinieren lassen vom Zauber Pommerns, dem „Land am Meer“, von Westpreußen, dem „Land an der unteren Weichsel“ mit seiner Hauptstadt, der „tausendjährigen Stadt“ Danzig, und natürlich von Ostpreußen, dem „Land der dunklen Wälder und kristallenen Seen“.

Diese einmalige Multi-Visions-Show ist eine einfühlsame Begegnung, die nicht nur

Erinnerungen lebendig werden lässt, sondern Sehnsucht weckt, den Norden unseres Nachbarn Polens zu erkunden – die alten, malerischen Städte und Dörfer, Burgen, Schlösser und Herrenhäuser, die von der wechselvollen Geschichte erzählen, einsame Strände und die geheimnisvolle Schönheit der Seen und Wälder. Hier kann man die Seele baumeln lassen und sich mit dem Zug der Wolken in den Himmel träumen…

Unter dem Markenzeichen JULES VERNE präsentiert das Fotografen- und Journalisten-Team um den Berliner Fotografen Roland Marske seit vielen Jahren erfolgreich seine einmaligen Multi-Visions-Shows über die schönsten und interessantesten Regionen der Erde. Mehrmonatige Reisen, intensive Auseinandersetzung und konsequente fotografische Umsetzung, aufwendige Recherche, unzählige Gespräche, viel Schweiß und noch mehr Spaß liefern die Hintergründe und Geschichten. So sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe aufwendig gestalteter Multi-Visions-Shows entstanden, die mit Spezial-Projektoren auf bis zu 60 m² Leinwand projiziert werden - perfekte Illusionen, die in ihrer Wirkung durch die akustische Vielfalt passender Musik sowie intelligenten, humorvollen und persönlichen Kommentaren optimal ergänzt werden.

Mit diesem Erfolgskonzept begeistert JULES VERNE inzwischen nicht nur das Publikum in Deutschland, sondern auch in den USA und Kanada. Texte und Bilder der Autoren wurden u.a. in GEO, Merian und Time Life sowie in Reiseführern und Kalendern veröffentlicht.

Madagaskar
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Datum
28.04.2026
Uhrzeit
18:30 Uhr
Eintritt
10 Euro, Gäste: 11 Euro
Vortragende/-r
Rebecca Gehrig

Madagaskar – Der Ruf der Lemuren

Einem Kindheitstraum folgend, reist die Autorin Rebecca Gehrig in die letzten Regenwälder Madagaskars, um Lemuren zu beobachten. Die Reise wird ein Abenteuer voller unerwarteter Begegnungen. Wanderungen mit Naturschützern durch wilde Regenwälder, Einladungen von Schmugglern zum Essen, Bedrohung durch korrupte Polizisten – der Aufenthalt auf Madagaskar fordert die Autorin heraus, Grenzen zu überwinden und Privilegien zu hinterfragen.

In ihrem Vortrag berichtet Rebecca Gehrig von ihren Erlebnissen auf Madagaskar, erzählt Legenden, liest aus ihrem im Reisedepeschen Verlag erschienenen Buch „Der Ruf der Lemuren – Bei den stillen Helden Madagaskars“ und zeigt Fotos aus dem Regenwald – untermalt von Musik und Lemurengesängen.

Foto: Rebecca Gehrig

Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 - 1945
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2 88662 Überlingen

Datum
30.04.2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
Der Eintritt ist frei, wir danken für einen freiwilligen Obolus
Vortragende/-r
Prof. Dr. Götz Aly

In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler benötigte den Krieg - das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?
Die Antwort ist vielschichtig. Götz Aly schildert in einer fesselnden Erzählung die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.
Prof. Dr. Götz Aly ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Historiker und Journalist. Thematisch konzentriert er sich auf den Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts und auf die Zeit des Nationalsozialismus, insbesondere auf die Wirtschaft und Gesellschaft des NS-Staats, die NS-Rassenhygiene und den Holocaust.


Eine gemeinsame Veranstaltung von vhs Konstanz, Kulturamt der Stadt Konstanz, DIG Bodensee-Region, GCJZ Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz, Augustinum Überlingen, EEB Evangelische Erwachsenenbildung Bodensee und der BuchLandung Überlingen.

Foto: Coypright: © Susanne Schleyer

Ruslan & Ludmilla
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 2, 88662 Überlingen

Datum
08.05.2026
Uhrzeit
18:30 Uhr
Eintritt
10 Euro, Gäste: 11 Euro
Vortragende/-r
Cornelia Thiele und Thomas Kieck

Die Welt der Märchen ist nicht nur für Kinder phantasievoll und abenteuerlich. Auch für Erwachsene bietet sie etwas ganz Besonderes: die Möglichkeit, in längst vergangene Kinderträume zu schauen und sich von der Poesie der Geschichte verzaubern zu lassen. Der Held Ruslan ist auf der Suche nach seiner geliebten Ludmilla, die in der Hochzeitsnacht von einem listigen Zwerg entführt wurde. Aber auch drei Nebenbuhler haben es auf die Schöne abgesehen, und eine hinterlistige Hexe erschwert ihm mit böser Zauberei den Weg ...

Durch das ausdrucksstarke Spiel von Cornelia Thiele wird aus dieser amüsanten Geschichte ein ganz besonderes Erlebnis. Ob spannend oder romantisch – die jeweilige Stimmung wird von Thomas Kieck an der Gitarre mit Tonmalerei und Klangteppichen wunderbar unterstützt. Ein Märchenspiel, das den Staub des Alltags von der Seele wäscht.

Erleben Sie die Lebendigkeit von Puschkins Märchenpoem in dieser beeindruckenden Inszenierung.

 

Cornelia Thiele und Thomas Kieck präsentieren unter dem Namen KIECK-Theater schon seit 1991 literarisch-musikalische Programme, in denen sich Schauspiel, Pantomime und Musik verbinden. Sie können auf bisher über 2700 Auftritte zurückschauen. Mit ihrer Mischung aus witzigen, dramatischen und nachdenklichen Klein-Kunststücken lassen sie die Zuschauer von Basel bis Rostock und von Bautzen bis Essen lachen, träumen, schmunzeln und ergriffen sein. Wer einmal beim KIECK-Theater war, kommt gern wieder!

Geheimnisvolles Schottland
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. b2 88662 Überlingen

Datum
11.05.2026
Uhrzeit
18:30 Uhr
Eintritt
10 Euro
Vortragende/-r
Andreas Huber

In seiner neuen Reisereportage stellt Ihnen Andreas Huber Schottland vor, ein Land mit vielen Gesichtern, in dem die Vergangenheit so nah ist, dass man sie schon fast zu spüren glaubt. Seit einigen Jahren bereist der Fotograf regelmäßig die beeindruckenden Naturlandschaften vom südlichsten Punkt am Mull of Galloway bis in den hohen Norden der Shetlandinseln.
Im zweiten Teil der Show sind wir erst in einer Region mit vielen Whisky-Brennereien unterwegs, bevor wir versuchen das Geheimnis um Nessie, dem Seeungeheuer von Loch Ness auf die Spur zu kommen. Neben den Highlands auf dem Festland geht es aber auch auf die Orkney- und Shetland-Inseln. Und nach Lewis & Harris, die zu den Äußeren Hebriden gehören, muss natürlich auch noch ein Besuch auf der Insel Skye zum Programm gehören.
Schottland ist mehr als nur das Land der Dudelsäcke und der traditionellen Kilts, mehr als die Heimat des Whiskys und historischer Stätten. Neben den beliebten Klassikern zeigt Andreas Huber auch die raue Natur weniger bekannter Plätze abseits der Touristenpfade. Dabei begegnet er vielen faszinierenden und herzlichen Menschen, die viel vom Charme des Landes ausmachen. Man muss nicht lange nach Gründen suchen, um sich in Schottland zu verlieben.
In seinem ebenso humorvollen wie informativen Live-Kommentar bekommen Sie viele wertvolle Reiseinfos, um Schottland selbst zu erleben.
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Chiaki Nagata: Hommage à Debussy
Ort

Theatersaal des Augustinum Überlingen, Mühlbachstr. 288662 Überlingen

Datum
17.05.2026
Uhrzeit
17:00 Uhr
Eintritt
11 Euro, Gäste: 12 Euro
Vortragende/-r
Chiaki Nagata

Die Pianistin Chiaki Nagata ist dem Augustinum Überlingen engstens verbunden. Seit vielen Jahren begleitet sie die "Lange Nacht der Bücher" gab Solokonzerte, Kammermusikabende und Konzerte mit dem Madrigalchor. Grund genug für uns, die Musikerin wieder zu einem Soloabend zu verpflichten. Nagata widmet ihre außergewöhnliche Musikalität, ihr Stilempfinden und ihr technisches Können nun dem französischen Klavierkomponisten schlechthin: Claude Debussy.

Die japanische Pianistin Chiaki Nagata begann ihr Klavierstudium an einer der ältesten privaten Musikhochschulen Japans, der Musashino in Tokio. Ihr Talent wurde schon früh erkannt und mit einem DAAD-Stipendium gefördert. Empfehlungen ihrer japanischen Dozenten führten sie bereits während ihres Studiums nach Deutschland. Zuerst nach Detmold zu Prof. Kunze, anschließend nach Trossingen zu Prof. Amiras, bei dem sie ihr Klavierstudium mit einem Konzertexamen im Jahr 2000 abschloss. Es folgten Auszeichnungen bei internationalen Klavierwettbewerben.

Als Solopianistin, sowie als Partnerin verschiedener Kammermusikensembles bereist Sie Europa und außereuropäische Länder, unter anderem auch ihre Heimat Japan.

Den heutigen Klavierabend hat sie den Werken von Claude Debussy gewidmet.

Claude Debussy (1862–1918) gilt als Wegbereiter der musikalischen Moderne. Mit seiner feinsinnigen Klangsprache, schillernden Harmonien und einer neuartigen Auffassung von Form löste er die Musik vom spätromantischen Ausdruckspathos und eröffnete völlig neue Klangräume. Anstelle klarer thematischer Entwicklung treten bei ihm Atmosphäre, Farbe und Momentempfinden in den Vordergrund – Musik wird zum Erlebnis von Licht, Bewegung und Stimmung.

Das Prélude zeigt exemplarisch Debussys Fähigkeit, mit zarten, schwebenden Klängen eine poetische Welt zu erschaffen. Die Musik entfaltet sich frei und fließend, fast wie ein gedanklicher Strom, in dem sich Motive eher andeuten als fest umrissen erscheinen. Klangfarben und harmonische Nuancen stehen über formaler Strenge und erzeugen eine träumerische, zeitentrückte Stimmung.

Die Première Rhapsodie für Klarinette und Klavier (bzw. Orchesterfassung) verbindet diese besondere Klangkunst mit virtuoser Brillanz. Das Werk entstand 1910 als Prüfungsstück für das Pariser Konservatorium und zeigt die Klarinette in all ihren Facetten: von samtig-weichen, gesanglichen Linien bis zu beweglichen, funkelnden Passagen. Trotz ihres freien, rhapsodischen Charakters ist die Komposition fein ausbalanciert und lebt vom Wechsel zwischen geheimnisvoll schimmernden Klangflächen und lebhafter, tänzerischer Energie. Dass Stück wird von Chiaki Nagata in einer Berabeitung Jaques Charlot für Solo Klavier von präsentiert.

Beide Werke machen deutlich, wie Debussy Instrumentalklang neu dachte: nicht als bloßes Trägermedium von Melodien, sondern als eigenständige, farbenreiche Ausdruckswelt.

 

Programm:

Claude Debussy (1862-1918)

 

Préludes prime Livre (1910)

 

Satzbezeichnungen

1. Danseuses de Delphe Lent et grave

2. Voiles. Modéré

3. Le vent dans la plaine Animé

4. Les sons et les parfums tournent dans l’air du soir. Modéré

5. Les collines d’Anacapri Très modéré

6. Des pas sur la neige Triste et lent

7. Ce qu’a vut le vent d’ouest Animé et tumultueux

8. La fille aux cheveux du lin Très calme et doucement expressif

9. La sérénade interrompue Modérément animé
10. La Cathédrale engloutie Profondement calme
11. La Danse de Puck Capricieux et léger
12. Minstrels. Modéré

 

Première Rhapsodie (1910)

 

Bearbeitung von „Première Rhapsodie für Klarinette und Klavier“

 

Satzbezeichnungen

Rêveusement lent – Animé, scherzando

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Kontakt zur Kulturreferentin

Olivia Schnepf
Telefon: 07551 940-460
E-Mail: olivia.schnepf(at)augustinum.de