Homöopathie: Der Versuch eines unvoreingenommenen Blicks auf eine umstrittene Heilweise

Heidelberg

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Robert Jütte

Vor über zweihundert Jahren begründete der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755–1843) die Homöopathie. Dass sich diese umstrittene Heilweise bis heute weltweit behaupten konnte, ist ein spannendes medizinhistorisches und gesellschaftliches Phänomen. In seinem Vortrag stellt Robert Jütte das Konzept der Homöopathie und ihren historischen Kontext vor, illustriert anhand von Dokumenten und Objekten aus der homöopathiegeschichtlichen Sammlung Robert Boschs. Außerdem beleuchtet er die Faktoren, die das Überleben der Homöopathie – in Deutschland und international – möglich gemacht haben.

Robert Jütte ist Medizinhistoriker. Er studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft in Marburg, London und Münster und war Dozent und später Professor für Neuere Geschichte an der Universität Haifa/Israel. 1990 bis 2020 leitete er das Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart. Seit 1991 ist er Honorarprofessor an der Universität Stuttgart und 2025 wurde ihm das Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft verliehen. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zur Medizingeschichte sowie zur Geschichte des medizinischen Pluralismus und der Homöopathie, darunter eine historische Studie zur Alternativen Medizin sowie eine Biografie Samuel Hahnemanns.

Bildverweise: Martin Stolberg (Portrait) / Wellcome Images (Pamphlet)


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Ort

Augustinum Heidelberg, Jaspersstraße 2, 69126 Heidelberg

Uhrzeit
15:30 Uhr
Eintritt
frei