Auf den Spuren der Antike – Johann Heinrich Wilhelm Tischbein in Italien

Kassel

Bebilderter Vortrag von Kunsthistorikerin Caroline von der Osten-Sacken

Zweimal war Johann Heinrich Wilhelm Tischbein längere Zeit in Italien: Von 1779 bis 1781 war er als erster Stipendiat der neu in Kassel gegründeten Kunstakademie in Rom. Ein zweites Mal reiste er 1783 dorthin und wohnte in einer Wohnung, in die Johann Wolfgang von Goethe wenige Jahre später ebenfalls einzog. Zusammen waren sie in der ewigen Stadt unterwegs, reisten aber auch gemeinsam in den Süden. Ihre Wege trennten sich in Neapel, wo Tischbein Direktor der Kunstakademie wurde.

Während der zehn Jahre dauernden Tätigkeit lernte er den englischen Botschafter, Sir William Hamilton, und dessen Frau Emma kennen. Hamilton hatte eine große Vasensammlung mit griechischen Vasenbildern, die Tischbein für ein umfassendes Buchprojekt abzeichnete; dessen schöne Frau Emma wurde zum Vorbild vieler Porträts. Außerdem zeichnete er für ein eigenes Werk Motive von Reliefs, Skulpturen, Münzen und Gemmen ab, die sich auf Homers Ilias und Odyssee bezogen. Als Kupferstiche erschienen sie in Tischbeins Werk „Homer nach Antiken gezeichnet“.

Anlässlich des 275. Geburtstages von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (*1751) am 15.02.2026!

Bild: Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Selbstbildnis, um 1787 (c) Klassik Stiftung Weimar, Bestand Museen

Ort

Festsaal im Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
8 / 5 Euro (Bewohner)
Veranstaltungsart
Bebilderter Vortrag
Vortragende/-r
Caroline von der Osten-Sacken, Kunsthistorikerin