Umbau der Chest Pain Unit in der Klinik Augustinum München

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Chest Pain Unit: Die Brustschmerzeinheit in der Klinik Augustinum München bietet mit vier Plätzen schnelle Notfallversorgung unter anderem bei Verdacht auf Herzinfarkt

Die Klinik Augustinum München hat ihre Brustschmerzeinheit (Chest Pain Unit, CPU) umgebaut: Patienten mit unklaren Brustschmerzen, einem Verdacht auf Herzinfarkt oder anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen mit Brustschmerzen bekommen im Wolkerweg 16 im Stadtteil Hadern schnell qualifizierte Hilfe. Die neue CPU wurde am Montag, 18. November, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die umgebaute Chest Pain Unit der Klinik verfügt über vier Plätze. So können mehrere Patienten gleichzeitig untersucht, behandelt und überwacht werden. Sie ist Teil der internistischen Notaufnahme der Klinik Augustinum München. Ankommende Patienten werden sofort mit EKG und Ultraschallgerät untersucht. „Damit wir Hochrisikopatienten so rasch wie möglich identifizieren, können die speziell geschulten Ärztinnen und Ärzte zudem mittels Schnelltests wichtige Blutwerte bestimmen“, sagt Professor Michael Block, Chefarzt der Kardiologie und stellvertretender ärztlicher Direktor der Klinik.

Herzchirurgen und Intensivstation sind im Fall der Fälle vor Ort

Dadurch können lebensrettende Maßnahmen so schnell wie möglich durchgeführt werden, wie etwa die Öffnung des Herzkranzgefäßes bei einem Herzinfarkt, Medikamentengabe bei einer schweren Lungenembolie oder eine sofortige Herzoperation bei einem Einriss der Hauptschlagader. „Alle diese Behandlungen kann unsere speziell geschulte Bereitschaft jederzeit durchführen“, so der Kardiologe Block. In der Klinik stehen drei Herzkatheter-Labore zur Verfügung, zudem kooperiert die Klinik Augustinum München mit der Herzchirurgie der Ludwig-Maximilians-Universität, deren Herzchirurgen direkt nebenan arbeiten. Auf Notfälle ist die Klinik daher bestens vorbereitet, zudem liegt die Intensivstation direkt gegenüber der Chest Pain Unit.

Die Chest Pain Unit der Klinik wurde erstmals 2009 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert und war bislang im Intensivbereich angesiedelt. Nun wurde sie in den Notaufnahmebereich eingegliedert und dementsprechend umgebaut. „Dadurch können wir den Anforderungen dieser Patienten organisatorisch und räumlich noch besser entsprechen“, so Angela Benne, Geschäftsführerin der Klinik Augustinum München – „wir freuen uns, dass der Umbau rasch voran gegangen ist, und haben dabei in modernste technische Geräte investiert, um unsere Patienten fachgerecht und schnell zu versorgen.“ Damit stellt die Klinik langfristig sicher, dass der Stadtteil Hadern und angrenzende Stadteile notfallmedizinisch gut versorgt sind. Zudem nimmt das Augustinum dank der Chest Pain Unit auch weiterhin an dem vom Gemeinsamen Bundesausschuss reformierten System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern teil.

Meist gibt es zum Glück Entwarnung

Wer Brustschmerzen hat und sich nicht sicher ist, woher sie kommen, kann daher einfach in die Klinik Augustinum im Wolkerweg 16 gehen. Da die Chest Pain Unit Teil der regulären Notaufnahme ist, hat sie 24 Stunden am Tag geöffnet. Eine Anmeldung ist unter der Telefon-Nummer 089 / 7097-1171 möglich, die für Patienten mit akuten Brustschmerzen reserviert ist. „Bei den meisten Patienten mit unklaren Brustschmerzen können unsere Fachkräfte zum Glück Entwarnung geben und sie wieder in die Hände ihres Hausarztes übergeben“, berichtet Professor Block, „trotzdem gilt: Unklare Brustschmerzen sollte man immer abklären lassen.“