KI-Zukunftswerkstatt Augustinum

Augustinum Kleinmachnow bei Berlin

Wie lässt sich digitale Technologie, insbesondere Künstliche Intelligenz, sinnvoll und alltagsnah für Bewohnerinnen und Bewohner einsetzen?

Mitte April veranstaltete das Augustinum Kleinmachnow mit der „Zukunftswerkstatt Augustinum“ einen besonderen Auftakt zum Thema „Künstliche Intelligenz – KI“: Gemeinsam mit dem Berliner Startup HumanIQ, der Hochschule für Technik und Wissenschaft Berlin (HTW) sowie der Universität Hamburg wurde ein neues Format gestartet, das sich mit der Frage beschäftigt, wie digitale Technologien, insbesondere Künstliche Intelligenz, sinnvoll und alltagsnah für Bewohnerinnen und Bewohner eingesetzt werden können. Der Impuls zu diesem Projekt kam über die Kulturbeauftragte Mirjam Meßmer.  

Wer ist HumanIQ?

HumanIQ ist ein Bildungs- und Innovationsansatz, der darauf abzielt, Menschen, insbesondere ältere Generationen, im Umgang mit digitalen Technologien zu befähigen. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass der Erfolg von Digitalisierung nicht allein von der Technologie abhängt, sondern davon, ob Menschen sie im Alltag verstehen und nutzen können. 

Was ist das Ziel der Zukunftswerkstatt? 

Die Zukunftswerkstatt ist als so genanntes „Living Lab“ angelegt. Das bedeutet: Digitale Lösungen werden nicht theoretisch entwickelt, sondern gemeinsam mit den Menschen, die sie später nutzen. Ziel ist es, 

  • die digitale Selbstständigkeit unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken, 

  • konkrete Anwendungsfälle für KI im Alltag zu erproben 

  • und gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung besser nutzbarer digitaler Anwendungen in der Pflege zu gewinnen. 

Konkret arbeiten Studierende der HTW Berlin (Master Industrial Design) in festen Teams mit den Bewohner*innen zusammen. Ralf Schlüter, Leiter Bewohnerservice, hat die Schnittstellenarbeit HumanIQ/Hochschule/Universität/Bewohnerschaft und die interne Organisation des Projekts mit viel Elan und Freude übernommen.  

Die Zusammenarbeit erfolgt über mehrere Wochen hinweg im direkten Alltag im Augustinum und wird von Prof. Pelin Celik begleitet. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Consumer and Healthcare Design sowie Design for Ageing & Technology. 

Die Uni Hamburg (Fakultät Erwachsenenbildung) begleitet mit Prof. Dr. Claudia Kulmus die Lab-Sessions von Studierenden und Bewohner*innen am Rand im Rahmen ihrer Forschungsschwerpunkte Lebenslanges Lernen und Pädagogik im Alter. 

 

Bild: Start des gemeinsamen Projekts auf der Theaterbühne: Gründer HumanIQ Florian Otto und der Direktor des Augustinum Kleinmachnow, Dietmar Stallein, bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung, 16 Studierende der HTW Berlin, Prof. Celik und acht Bewohner*innen. Sie bilden nun kleine „Forschungsteams“ (Lab-Sessions), in denen sie gemeinsam die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz erkunden und weiterentwickeln.