Stehen wir am Beginn eines neuen imperialistischen Zeitalters?

Braunschweig

Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Menzel

In der Geschichtswissenschaft wird die Phase von der Berliner Kongo-Konferenz 1884 bis zum 1. Weltkrieg als Zeitalter des Imperialismus bezeichnet, der in Afrika und in China sogar bis zum 2. Weltkrieg seine wichtigsten Schauplätze hatte. Mit der Gründung der UNO und spätestens mit dem Ende des Ost-West-Konflikts schien das Zeitalter einer regel- und völkerrechtsbasierten „Neuen Weltordnung“ begonnen zu haben.

Erleben wir mit Putins Versuch, das Zarenreich mit militärischen Mitteln zu restaurieren, mit Trumps „Dollarimperialismus“ zur Vergrößerung des Territoriums der USA und mit Xi Jinpings „Neuer Seidenstraße“ zur Restauration des chinesischen Tributsystems, das während der frühen Ming-Zeit Anfang des 15. Jhs. seine größte Ausdehnung erfahren hatte, den Beginn eines neuen imperialistischen Zeitalters zur Aufteilung der Welt in drei von den USA, Rußland und China beherrschte Teile der Welt? Welche Rolle wird Europa, welche Rolle die EU und welche Rolle wird Deutschland darin spielen? Wird die Anarchie der Staatenwelt, die Rückkehr zur Selbsthilfe statt der Kooperation in den internationalen Beziehungen, wird das Recht des Stärkeren in Zukunft die Welt bestimmen? Im Vortrag werden wesentliche Merkmale des alten mit denen des neuen Imperialismus verglichen.

Ort

Augustinum Braunschweig

Am Hohen Tore 4A

38118 Braunschweig

Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
8 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. Ulrich Menzel
Veranstaltungsreihe
Vielstimmig