Die Magie des Kunstliedes

Bonn

Kleine Form, ganz groß

In seinem „Italienischen Liederbuch“ hat Hugo Wolf die folgenden Zeilen vertont. „Auch kleine Dinge können uns entzücken. Auch kleine Dinge können teuer sein.“ Teuer meint allerdings nicht den materiellen, sondern den ideellen, den ästhetischen Wert. Gerade das Lied ist in seiner komprimierten Form eine einzigartige Gattung. In ihr verschmelzen Wort und Ton, Literatur und Musik auf unterschiedliche Weise: mal als Miniaturoper, etwa in den mehr erzählenden Balladen, mal als klingende Reflexion, mal als kompletter Zyklus. Ein erster Markstein in der Geschichte des deutschen Kunstliedes ist Franz Schubert. Gerade die weiteren Romantiker über Robert Schumann und Johannes Brahms bis zu Gustav Mahler und Richard Strauss und eben Hugo Wolf haben den Zauber der Gattung entscheidend geprägt. Dr. Christoph Vratz ist Musikjournalist, schreibt für zahlreiche Printmedien und gibt Konzerteinführungen in der Kölner Philharmonie.

Foto: © Wikipedia, Franz Schuberts "Erlkönig"

Ort

Augustinum Bonn,

Römerstraße 118, 53117 Bonn

Vortragssaal, 2. Etage

Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
9 Euro, 6 Euro (ermäßigt)
Veranstaltungsart
Vortrag mit Musikbeispielen
Vortragende/-r
Dr. Christoph Vratz
Veranstaltungsreihe
MUSIKGESCHICHTE(N)