Senioren und Studierende erforschen Künstliche Intelligenz

Pressemitteilung

Kleinmachnow / Berlin. Was passiert, wenn 22-Jährige und 85-Jährige gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz arbeiten? In einem Pilotprojekt erforschen Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit Studierenden generative künstlicher Intelligenz wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Initiiert vom gemeinnützigen Verein HumanIQ untersucht das sogenannte Living Lab, wie ältere Menschen KI nicht nur nutzen, sondern aktiv mitgestalten können.

Gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin), der Augustinum Gruppe und unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Hamburg entsteht ein neuartiger Ansatz für digitale Teilhabe, generationenübergreifendes Lernen und menschenzentrierte KI-Kompetenz. Die beteiligten Hochschulen erhalten dabei direkte Einblicke in die praktische Anwendung generativer KI im Alltag sowie in neue Formen intergenerationellen Lernens.

Für HumanIQ-Gründer Florian Otto markiert das Projekt den Auftakt für bundesweite Living Labs zur gesellschaftlichen Mitgestaltung Künstlicher Intelligenz. Ort des Pilotprojekts war die Seniorenresidenz der Augustinum Gruppe in Kleinmachnow bei Berlin. Dort trafen sich Seniorinnen und Senioren mit Studierenden des Masterstudiengangs System Design der HTW Berlin – der Älteste 89 Jahre, die Jüngste 22 Jahre alt. Einmal in der Woche arbeiteten sie gemeinsam an KI-Alltagsanwendungen. Apps und Tablets stellte das Projekt „Digital mobil im Alter“ zur Verfügung, eine Initiative der Stiftung Digitale Chancen und von O2 Telefónica.

Im Living-Lab-Ansatz von HumanIQ übernehmen Studierende die Rolle von KI-Mentoren. Die Seniorinnen und Senioren bringen ihre eigenen Fragen, Erfahrungen und Bedürfnisse ein und prägen so unmittelbar, wie generative KI-Anwendungen erklärt und weiterentwickelt werden. „Die Generation 60+ mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung wird eingebunden in die digitale Entwicklung, junge Studierende lernen mit und von den Älteren. Die Senior:innen werden so zum aktiven Nutzer und Mitgestalter altersgerechter KI“, verdeutlicht Florian Otto.

Die Augustinum Gruppe mit bundesweit 25 Seniorenresidenzen ist dabei Partner der ersten Stunde. „Das Augustinum versteht digitale Teilhabe als Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe. Das Konzept von HumanIQ eröffnet unseren Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, die digitale Zukunft mitzuerleben und aktiv mitzugestalten. Die überaus positiven Rückmeldungen der Teilnehmer sprechen für das Projekt“, so Dietmar Stallein, Direktor des Augustinum Kleinmachnow.

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„Living Lab“ im Augustinum Kleinmachnow. Foto: HumanIQ

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