Rose Schapire und die "Brücke"

Hamburg

Kunsthistorikerin mit Weitblick und Förderin der „Brücke“-Künstler, die in den 1930er Jahren nach England fliehen musste.

Rose Schapire (1874-1954) und „die Brücke“
mit Kunsthistorikerin Ilona Konrad

„Gute Kunst setzt sich durch“ hoffen wir zumindest, doch in aller Regel braucht auch die beste Kunst, vor allem wenn sie „sehr modern“ ist, gute und vorausschauende Fürsprecher*innen, wie die Kunsthistorikerin Rose Schapire (1874-1954) es war. Sie promovierte als eine der ersten Frauen in der Kunstwissenschaft und sah ihre Aufgabe darin, die jungen Künstler, die in Dresden unter der Gruppenbezeichnung „Brücke“ firmierten, zu unterstützen und ihre Ausstellungsmöglichkeiten zu befördern. Ihr Selbstbewusstsein und ihre Expertise - sie setzte besonders auf den vielseitigen Maler und Bildhauer Karl Schmidt aus Rottluff - empfanden ihre Zeitgenossen als allzu „keck“. Rose Schapire sprach mehrere Sprachen, arbeitete unter anderem als Übersetzerin, war reiselustig und gut vernetzt. Doch was sich in Deutschland ab den dreißiger Jahren politisch anbahnte, konnte sie, die künstlerisch so weitsichtig war, nicht voraussehen. Sie schaffte es noch Hamburg, zu verlassen, und ging nach England. Die Nazis behielten ihre Kunstsammlung ein. Doch so wie Rose Schapire von der Kunst beeinflusst wurde, machte auch sie Eindruck auf verschiedene Künstler. Das zeigen ihre Porträts von Karl Schmidt-Rottluff, Walter Gramaté, Rolf Nesch und Franz Radziwill. Die Auswahl orientiert sich an der Ausstellung „Jüdische Sammler“ im Bucerius Kunst Forum.

 

Foto: KI-generiert

Ort

Clubraum, Augustinum Hamburg, Neumühlen 37, 22763 Hamburg

Uhrzeit
15:30 Uhr
Eintritt
9 Euro
Veranstaltungsart
Seminar
Vortragende/-r
Ilona Konrad
Veranstaltungsreihe
KUNST im GESPRÄCH