Gelbe Briefe

Bad Soden

Drama um den Preis der Kunst- und Meinungsfreiheit

D, F, TÜR 2026, 128 Min., FSK: ab 12

Regie: İlker Çatak mit Özgü Namal, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, İpek Bilgin

Die Schauspielerin Derya und der Regisseur und Uni-Dozent Aziz leben in Ankara. Als das erfolgreiche Künstlerehepaar ein besonders regierungskritisches Theaterstück aufführt, verändert sich schlagartig alles. Während sie glauben, einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte geleistet zu haben, bekommen sie die volle Härte des Regimes zu spüren: Sie werden entlassen, verlieren ihr Gehalt und schließlich auch ihre Wohnung, werden angeklagt…

Was fürchten Autokraten am meisten? Die kritischen, klugen, kraftvollen Stimmen. Aber wie lange können diese Stimmen kraftvoll bleiben, wenn man ihnen sowohl die berufliche Unterstützung als auch die private Existenzgrundlage entzieht?

Kaum ein Regisseur inszeniert aktuell so gekonnt subtilen Druck und psychologische Spannung wie İlker Çatak. Nachdem der Film „Das Lehrerzimmer“ für einen Oscar nominiert wurde, gewann sein neuer Film „Gelbe Briefe“ den „Goldenen Bären“ für den besten Film auf der Berlinale 2026. Berlin „spielt“ darin Ankara und Hamburg Istanbul. Und vielleicht ist dieser Deutschlandbezug gar nicht zu weit hergeholt, wenn angesichts der jetzt anstehenden Landtagswahlen sich immer mehr Kulturschaffende, Forschende und Gedenkstätten-Leiter öffentlich äußern, dass sie ihre Arbeit wegen des drohenden Rechtsrucks in Gefahr sehen…

Bild: Alamode Film, Ella Knorz

Ort

Theater im Augustinum Bad Soden

Georg-Rückert-Str. 2

65812 Bad Soden

Uhrzeit
16:00 Uhr - 18:00 Uhr
Eintritt
9 Euro, 6 Euro ermäßigt
Veranstaltungsart
Kino
Veranstaltungsreihe
Cinema Augustinum