George Sand und Gustave Flaubert – eine Annährung

Kassel

Ein Beziehungsportrait von Kulturreferentin Anja Eckard M.A.

George Sand (1804–1876) und Gustave Flaubert (1821–1880) verband eine der berühmtesten platonischen Brieffreundschaften der französischen Literaturgeschichte. Zwischen 1863 und 1876 tauschten die beiden gegensätzlichen Autoren über 400 Briefe aus, die als intellektueller Dialog über Kunst, Wahrheit, Politik und das Schreiben gelten. Während Sand als lebensbejahende Idealistin – auch bekannt für ihre gesellschaftskritischen und feministischen Werke – an die Verbesserung der Menschheit glaubte, war der jüngere Flaubert ein pessimistischer, asketischer Realist, der sich der Poetik der Unpersönlichkeit verschrieb. Dennoch schätzten und ergänzten sie sich tief, was sich auch in ihrer Anrede widerspiegelte: Flaubert nannte sie ehrfurchtsvoll „cher Maître“ (lieber Meister), während sie ihn liebevoll „mon vieux troubadour“ (mein alter Troubadour) nannte.

Ein Portrait mit Auszügen aus dem Briefwechsel von George Sand und Gustave Flaubert -
anlässlich des 150. Todestages von George Sand (†1876) am 8. Juni!

Bildhinweis: AI-generiert

 

Ort

Festsaal des Augustinum Kassel

Im Druseltal 12

34131 Kassel – Bad Wilhelmshöhe

Uhrzeit
16:30 Uhr
Eintritt
frei
Veranstaltungsart
Vortrag und Rezitation
Vortragende/-r
Anja Eckard M.A., Kulturreferentin Augustinum Kassel
Veranstaltungsreihe
Streiflichter