
Augustinum Essen
Als „Hugo“ zum ersten Mal vor dem Augustinum Essen stand, war schnell klar: Der E-Bus ist mehr als nur ein neues Fahrzeug. Bei seiner Taufe wurde nicht nur ein Name vergeben: Gefeiert wurde auch ein neues Mobilitätsangebot für die Bewohnerinnen und Bewohner. Seitdem bringt der elektrische Kleinbus Menschen zu Ausflügen, Einkäufen und Kulturangeboten in der Region. Zugleich zeigt er im Kleinen, wie nachhaltigere Mobilität den Alltag in einer Seniorenresidenz konkret bereichern kann.
Seit Ende 2020 werden im Augustinum auslaufende Dienstwagen konsequent durch reine Elektrofahrzeuge ersetzt. Inzwischen sind 53 E-Fahrzeuge im Einsatz. Dank der wachsenden Verfügbarkeit von E-Nutzfahrzeugen konnten zuletzt auch elektrische Hausbusse für die Augustinum Seniorenresidenz Essen und das Augustinum Berchtesgadener Land angeschafft werden. Damit die Fahrzeuge zuverlässig genutzt werden können, baut das Augustinum seit 2021 seine Ladeinfrastruktur kontinuierlich aus. Heute stehen an 21 Standorten Ladesäulen zur Verfügung, darunter 19 Seniorenresidenzen und zwei Pädagogische Einrichtungen. 74 Ladepunkte sind bereits in Betrieb, weitere kommen hinzu. Allein 2025 wurden rund 11.000 Ladevorgänge an Augustinum-Ladesäulen registriert. Die Tendenz ist steigend. Das Besondere am Augustinum-Konzept: Die Ladeinfrastruktur wird nicht ausschließlich für den eigenen Fuhrpark aufgebaut: Die Ladesäulen können auch von Bewohnerinnen und Bewohnern, Besucherinnen und Besuchern sowie von Menschen aus der Nachbarschaft genutzt werden. Die Standorte sind in vielen Lade-Apps sichtbar und leisten damit zugleich einen Beitrag zur öffentlichen Ladeinfrastruktur.
Mobil bleiben, auch ohne eigenes Auto
Wie sich diese Strategie ganz konkret auswirkt, zeigt das Beispiel des Augustinum Essen. Dort ist seit Juni 2026 der neue E-Bus namens „Hugo“ regelmäßig unterwegs. Mehrmals pro Woche bringt er Bewohnerinnen und Bewohner zu Ausflügen, Einkaufszielen oder kulturellen Angeboten in der Region. Für viele eröffnet das neue Möglichkeiten, aktiv zu bleiben und selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Besonders wertvoll ist das Angebot für Menschen, die ihr Auto oder ihren Führerschein bereits abgegeben haben. Der Weg zum Lieblingsgeschäft, zum Markt oder zu vertrauten Orten im Umfeld bleibt trotzdem möglich. Passend zum neuen E-Bus wurde in Essen eine zusätzliche Ladesäule direkt am festen Stellplatz des Fahrzeugs errichtet. Sie erleichtert den täglichen Betrieb und bietet gleichzeitig einen öffentlichen Ladepunkt. So zeigt sich beispielhaft, wie Fahrzeug und Infrastruktur zusammengedacht werden können.
Doch der eigentliche Mehrwert lässt sich nicht in Ladepunkten oder Fahrzeugzahlen messen. Bei den gemeinsamen Fahrten im Augustinum Essen entstehen Gespräche, neue Bekanntschaften und manchmal sogar Freundschaften. Bewohnerinnen und Bewohner kommen miteinander in Kontakt, planen gemeinsame Unternehmungen und entdecken neue Ziele. So wird der Bus zu einem Ort der Begegnung – und zeigt beispielhaft, wie nachhaltigere Mobilität Lebensqualität und Teilhabe im Alltag einer Seniorenresidenz unterstützen kann.