Tanzproduktion „Räume. Zeit. Stimmen.“

Augustinum Freiburg

Mit „Räume. Zeit. Stimmen.“ präsentierten die Studierenden des Vertiefungskurses Tanz am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg ihre diesjährige Tanzproduktion unter der künstlerischen Leitung von Tina Plötze.

Ende Juli verwandelte sich der voll besetzte Theatersaal des Augustinum Freiburg in einen Ort intensiver Begegnungen, bewegender Bilder und großer Emotionen: Mit „Räume. Zeit. Stimmen.“ präsentierten die Studierenden des Vertiefungskurses Tanz am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg ihre diesjährige Tanzproduktion unter der künstlerischen Leitung von Tina Plötze. Ausgehend von den Werken Virginia Woolfs und der eindrucksvollen Musik von Max Richter (Three Worlds: Music from Woolf Works) sowie Kompositionen von Travis Lake entstand ein vielschichtiger Tanzabend über Identität, Selbstwerdung und zwischenmenschliche Begegnungen. In den drei Kapiteln Räume, Zeit und Stimmen setzten sich die Tänzerinnen und Tänzer mit Fragen von Selbst- und Fremdwahrnehmung, gesellschaftlichen Rollenbildern und persönlicher Entwicklung auseinander. Kraftvolle Ensemblepassagen, intensive Begegnungen und fein abgestimmte Bewegungsqualitäten machten innere Spannungen und individuelle Erfahrungen auf eindrucksvolle Weise sichtbar und berührten das Publikum nachhaltig.

Dass sich die Studierenden mit so viel Offenheit und Hingabe auf diesen anspruchsvollen künstlerischen Prozess eingelassen haben, ist nicht zuletzt der inspirierenden Arbeit von Tina Plötze zu verdanken. Nach dem letzten Bild hielt das Publikum einen Moment lang den Atem an, bevor begeisterter Applaus den Saal erfüllte. Es gab stehende Ovationen – ein echter Gänsehautmoment. Ein besonderes Zeichen setzte an diesem Abend auch das Publikum selbst: Bewohnerinnen und Bewohner des Augustinum, Studierende, Angehörige und Gäste unterschiedlichster Generationen erlebten die Aufführung gemeinsam. Diese Begegnung von Jung und Alt verlieh dem Tanzabend eine besondere Atmosphäre und zeigte einmal mehr, wie bereichernd kulturelle Veranstaltungen sein können, wenn sie Menschen über Generationen hinweg zusammenbringen.

 

Foto: Christoph Gerlitz