Wissenswert: Freiwilliges Engagement

Wissenswert

Freiwilliges Engagement 

Wer an Ehrenamt denkt, hat oft die Freiwillige Feuerwehr oder den Sportverein vor Augen. Doch bürgerschaftliches Engagement ist heute weit mehr: Es reicht von der Begleitung hilfsbedürftiger Menschen über digitale Unterstützung bis hin zu Nachbarschaftsprojekten. Die Möglichkeiten, sich für andere einzusetzen, waren nie vielfältiger als heute. Als freiwilliges Engagement wird eine Tätigkeit verstanden, die freiwillig und gemeinschaftlich in der Freizeit außerhalb von Familie und Beruf ausgeübt wird, die nicht auf materiellen Gewinn abzielt und im öffentlichen Raum stattfindet. Die Gemeinwohlorientierung der freiwilligen Tätigkeit ist dabei wesentlich, sie ist auf einen gemeinschaftlichen sozialen Zweck ausgerichtet oder darauf, anderen Menschen zu helfen. 

Aktuelle Zahlen 

Die wichtigste Studie, der aktuelle Deutsche Freiwilligensurvey1 , zeigt, dass sich 2024 rund 37 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren freiwillig engagieren. Das entspricht knapp 27 Millionen Menschen in Deutschland. Obwohl die Quote gegenüber 2019 leicht zurückgegangen ist, investieren Engagierte heute wieder mehr Zeit in ihre Aufgaben. Fast jede zweite engagierte Person ist mindestens einmal pro Woche aktiv. 

Die klassischen Säulen des Ehrenamts 

Viele Menschen engagieren sich weiterhin in traditionellen Bereichen. Sportvereine, Kulturinitiativen, Kirchengemeinden, soziale Einrichtungen, Freiwillige Feuerwehren oder Rettungsdienste wären ohne ehrenamtliche Unterstützung kaum denkbar. Hier übernehmen Freiwillige Verantwortung, organisieren Veranstaltungen, betreuen Menschen oder leisten praktische Hilfe. 

Neue Formen des Mitmachens 

Gleichzeitig verändert sich das Engagement. Viele Menschen möchten sich heute flexibler engagieren als früher. Statt einer langfristigen Verpflichtung bevorzugen sie zeitlich begrenzte Projekte oder konkrete Aufgaben. Hinzu kommt die Digitalisierung. Wer früher beim Ausfüllen von Formularen half, unterstützt heute vielleicht bei Online-Anträgen, Videotelefonie oder Smartphone-Problemen. Auch Online-Beratung, digitale Nachhilfeangebote oder Mentoring-Programme gewinnen an Bedeutung. Diese Entwicklung zeigt: Ehrenamt ist längst nicht mehr nur an Vereine oder bestimmte Organisationen gebunden. Es findet zunehmend dort statt, wo Menschen Unterstützung benötigen – sowohl vor Ort als auch digital. 

Engagement kennt kein Alter 

Besonders wertvoll ist das Engagement älterer Menschen. Nach dem Berufsleben bringen rund 37 Prozent der Senior*innen im Alter von 65 bis 75 ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Netzwerke ein. Sie übernehmen Besuchsdienste, organisieren Freizeitangebote, beraten Vereine oder unterstützen ihre Nachbarschaft. Mit zunehmendem Alter sinkt diese Beteilung kontinuierlich, verweilt aber in der Altersgruppe 75 Jahre und älter immer noch bei rund 21 Prozent. Erfreulich: Die Engagementbeteiligung in den jüngeren Altersgruppen ist mit rund 40 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen am höchsten. 

Die kleinen Beiträge zählen 

Oft wird Ehrenamt mit großen Projekten verbunden. Tatsächlich beginnt bürgerschaftliches Engagement häufig im Kleinen: jemandem den Umgang mit einem Smartphone erklären, eine Veranstaltung mitorganisieren, einen Besuchsdienst übernehmen oder für Mitbewohner*innen Besorgungen erledigen. Diese alltäglichen Hilfen bleiben häufig unsichtbar, haben aber eine große Wirkung. Sie schaffen Vertrauen, fördern das Miteinander und tragen dazu bei, dass sich Menschen in ihrer Umgebung gut aufgehoben fühlen. 

Jede Stunde nutzt 

Ob im Verein, in der Nachbarschaft, online oder innerhalb einer Hausgemeinschaft: Freiwilliges Engagement hat viele Gesichter. Es lebt von Menschen, die bereit sind, Zeit, Wissen und Aufmerksamkeit zu schenken. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Millionen Menschen in Deutschland diesen Beitrag leisten. Sie alle beweisen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht von selbst entsteht, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen. 

Sie wollen sich im Augustinum engagieren?  

Raum München: Ehrenamtlich die Freizeitgestaltung von Menschen mit Behinderung begleiten 

Sie wollen anderen Menschen eine Freude machen? Sie haben ab und zu Zeit und Lust, sich ehrenamtlich zu engagieren? Sie würden gerne einmalig eine Aktion anbieten? Dann sind Sie bei uns genau richtig! 
 

  • Singen, Malen, Spazieren, Kaffee trinken, Brettspiele, gemütlich quatschen? 

  • Jeweils 1 – 2 Stunden oder ein ganzer Nachmittag? 

  • Einmal die Woche oder doch lieber nur einmal im Monat? 

  • Regelmäßig oder für einmalige Aktionen? 
     

Wir suchen für die Augustinum Wohnstätten in und um München einfühlsame Menschen, die gerne Zeit mit unseren Bewohner*innen verbringen möchten. Möglich sind Aktivitäten mit Einzelpersonen oder Kleingruppen. 

Weitere Infos: Ehrenamtliche gesucht | Augustinum Wohnstätten 

Weiterführende Informationen: 

Deutscher Freiwilligensurvey 2024 
www.bundesregierung.de 
Stichwort: „Freiwilligensurvey“ 

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
www.b-b-e.de 

Ehrenamt finden im Internet: 

Wer sich engagieren möchte, findet heute zahlreiche digitale Angebote: vostel.de: Ehrenamtsbörse für soziale und ökologische Projekte 

  • engagement-plattform.de: Bundesweite Plattform von Aktion Mensch