Walter Habdank - der Hauskünstler des Augustinum

Essen

Kunstvortrag von Frank Troue zum 25. Todestag

Der aus Bayern stammende Maler und Grafiker Walter Habdank gilt als Hauskünstler des Augustinum. In allen Residenzen finden sich Wangemälde, Aquarelle, Holzschnitte, Glasfenster sowie teils auch Tryptichen in den Kapellen. Im Augustinum Essen gibt es seit März 2026 einen ausgewiesenen Galeriebereich, der den Arbeiten des Künstlers gewidmet ist.

Doch wer war der Mensch und Künstler Walter Habdank, dessen 25. Todestag nun im Rahmen eines Vortrags bedacht wird?

Habdanks Werke wurden oft belegt mit Kommentaren wie "viel zu gegenständlich, unzeitgemäß " oder "die Sinnlichkeit seiner Werke lenkt von der religiösen Thematik ab“. Habdank selbst empfand diese schonungslose Kritik geradezu als Ehrung, denn er, der fromme Christ, war beileibe nicht der Ansicht, dass Sinnlichkeit von Gott entferne, im Gegenteil: eine blutleere Abstraktion würde der genialen göttlichen Schöpfung nicht gerecht. So entstanden zahlreiche Kunstwerke in unterschiedlichen Techniken – neben den besonders markanten Holzschnitten mit biblischen Motiven, die zu seinem Markenzeichen wurden, auch "pralle Erotik in Öl, vielfarbige Lebensfreude in Acryl, Clownerien, Grotesken, sanfte südliche Sonnenuntergänge in Aquarell", wie die Theologin und Journalistin Johanna Haberer in ihrem Nachruf auf Habdank festhielt.

Der Vortrag stellt zunächst das Leben und Wirken Habdanks vor. Anschließend werden beispielhafte Holzschnitte, die der ehemalige Kölner Kardinal Meißner als „eine Art westlicher Ikonen" bezeichnet hat, interpretiert und gewürdigt.

 

Bild: © Augustinum gGmbH

Ort

Renteilichtung 8 - 10, 45134 Essen

Theater

Uhrzeit
19:00 Uhr
Eintritt
8 Euro, 10 Euro
Vortragende/-r
Frank Troue