Frieden in Zeiten des Krieges.

Freiburg

Überlegungen zu Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“

Die historische Situation im Ausgang des 18. Jahrhunderts ist gekennzeichnet durch die aus der Französischen Revolution sich ergebenden epochalen Umwälzungen. Die politischen Verhältnisse in Europa waren instabil und von kriegerischen Konflikten geprägt. Die Frage eines acht- und haltbaren Friedens zwischen den Staaten war auf der politischen Agenda und in den intellektuellen Debatten omnipräsent, aber ebenso auch die Kriegslust und das Machtstreben der Großmächte.

Als Kants Friedensschrift im Oktober 1795 erschien, stieß sie sogleich auf allgemeines Interesse. Bis zu Kants Tod im Jahr 1804 kamen zehn weitere Auflagen hinzu. So wurde die Friedensschrift für Kant zu einem großen Erfolg. Sie dominierte über lange Zeit intellektuell die Debatten um Krieg und Frieden. Und auch heute, in einer Situation, in der im europäischen Nahbereich und an dessen Rändern wieder erbitterte Kriege geführt werden, lohnt sich ein Blick auf Kants Friedensschrift. Verfasst im Geiste der Aufklärung bietet sie den gesellschaftsphilosophischen Versuch, die Welt und ihre Ordnung aus der Anwendung der moralisch-praktischen Vernunft heraus zu konzipieren. Ob und inwieweit sich Kants Problemstellung und sein Lösungsansatz heute noch als tragfähig erweist, möchte der Vortrag erproben.

Veranstalter: Akademie der Älteren Generation Freiburg e. V.
Bildverweis: imago, Zoonar, Heinz-Dieter Falkenstein
Ort

Theater im Augustinum

Uhrzeit
15:15 Uhr
Eintritt
5 Euro
Veranstaltungsart
Vortrag
Vortragende/-r
Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander, Freiburg
Veranstaltungsreihe
Akademie der Älteren Generation Freiburg e. V.