Manuel Knoll, Minister für Jugend und Demokratie, besucht Samuel-Heinicke-Fachoberschule

Samuel-Heinicke-Fachoberschule

Sein erster Schulbesuch im neuen Amt führte ihn nun an die Samuel-Heinicke-Fachoberschule in München, wo er sich 90 Minuten lang Zeit nahm, Fragen der Jugendlichen zu beantworten und mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.

Seit langem hat sich die Samuel-Heinicke-Fachoberschule die politische Bildung auf die Fahnen geschrieben. Daher war es nun kein Zufall, dass Jutta Behnke, Lehrerin an der SHF und seit vielen Jahren in Sachen „Europa“ engagiert, dem bundesweit ersten Jugendminister, Manuel Knoll, zu seiner Ernennung gratulierte. Knoll, seit 2023 Mitglied des Bayerischen Landtags, ist seit 30. September 2026 Bayerischer Staatsminister für Jugend und Demokratie in der Bayerischen Staatskanzlei. 

Nach einem einleitenden Überblick über seinen Werdegang erläuterte er seine Ziele. Ihm gehe es darum, zu vermitteln, „welches tolle politische System wir haben“, er wolle also Botschafter für unser politisches System und gleichzeitig Botschafter für die Jugend im bayerischen Kabinett sein. So meinte er etwa – nach konkreten Plänen gefragt – er könne sich einen „Jugend-Check“ für Gesetze vorstellen. Den Begriff „Jugend“ wolle er aber nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränken, vielmehr gehe es darum, „dass künftige Generationen gute Perspektiven haben“. 

Auf die Frage, wie man das Interesse Jugendlicher an der Politik erhöhen könne, antwortete Knoll kurz und bündig: „Politik ist alles. Alles, was irgendwie mit unserer Lebensrealität zu tun hat“. Da Politik aber sehr komplex sei, sei es oft schwer, den Menschen die Hintergründe von politischen Entscheidungen zu vermitteln. Um sich selbst besser zu informieren, empfahl der Minister den Schülerinnen und Schülern, beispielsweise „klassische“ Tageszeitungen zu lesen. Ein guter Einblick in das politische Geschehen lasse sich etwa durch Praktika bei Politikern oder Engagement im Jugendrat der eigenen Kommune gewinnen. 

Um die Eskalation von Demonstrationen, wie kürzlich in Frankreich geschehen, zu vermeiden, halte er es für das Wichtigste, miteinander zu reden: „Wir leben ja vom Kompromiss.“ Entscheidend sei ein respektvoller Umgang. Kompromisslosigkeit gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sei „zutiefst demokratiefeindlich“. 

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Juniorbotschafterinnen und Juniorbotschafter der Schule zusammen mit den betreuenden Lehrkräften Jutta Behnke und Michael Botz die Mitschülerinnen und Mitschüler eingeladen, ihre Fragen an den kürzlich ernannten Minister für Jugend und Demokratie zu formulieren. Diese wurden dann in mehrere Themenblöcke zusammengefasst, die jeweils von einer Moderatorin bzw. einem Moderator vorgetragen wurden. Die Vorbereitung der Veranstaltung musste innerhalb kürzester Zeit geschehen: von der Information, der neue Minister könne uns einen Schulbesuchstermin anbieten, bis zum Gespräch verging gerade einmal eine Woche.