Eine eigene Glocke für Roth

Augustinum Roth

Inspiriert durch den Besuch einer Glockengießerei kam das Augustinum Roth auf die Idee, sich eine eigene Glocke gießen zu lassen – seit kurzem ist sie im Einsatz.

Wer kennt sie nicht – die „Glocke“? Friedrich Schiller hat sie uns im übertragenen Sinne einst ins Gehirn gebrannt. Im Augustinum Roth geht es aber um eine reale Glocke: Zum Anfassen, Anschlagen und Erklingen lassen. Seit Ende Oktober ist sie im Gottesdienst und zu besonderen Anlässen zu hören. 

Und sie bringt ihre ganz eigene Geschichte mit. Vor einem Jahr führte die Bewohnerreise des Hauses nach Innsbruck und dort in die Glockengießerei Grassmayr. Fasziniert von der Technik und dem Wissen, wie komplex ein Glockenguss ist, reifte im Nachgang der Entschluss, sich eine eigene Glocke gießen zu lassen. Aus einer Erbschaft stand der erforderliche Geldbetrag zur Verfügung. Gesagt – getan.

Die Zusammenarbeit mit der Glockengießerei bedarf der Erwähnung. So kundenorientiert und schnell war der Entwurf gesetzt und Mitte September erfolgte der Guss. Die Glocke wiegt 18 Kilogramm und bekommt noch ein eigenes Gestell. Sie trägt den Spruch „Wo die Liebe wohnt, ist Gott“ und ist mit dem augustinischen Phi geschmückt. Pfarrerin Andrea Jülich wollte schon immer einer Glockenweihe beiwohnen – nun konnte sie die Zeremonie selbst übernehmen. Dazu gab es die passende musikalische Umrahmung durch den Singkreis des Hauses.