Deutschland rettet Lebensmittel!

Unter dem Motto „Deutschland rettet Lebensmittel!“ fand vom 22. bis zum 29. September 2020 die erste bundesweite Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung statt. Sie ist eine gemeinsame Initiative von Zu gut für die Tonne!, einer Aktion des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, und den Ländern.

Aktionen im ganzen Land sollten auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen und mehr Wertschätzung für unsere Lebensmittel erreichen. Denn Lebensmittelverschwendung ist nicht nur ein Kostenfaktor, sondern auch schlecht für die Umwelt. Jährlich landen entlang der Lebensmittelversorgungskette knapp zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll.

Das Augustinum ist bereits seit 2019 Pilotbetrieb im Rahmen der „Nationalen Strategie zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Schon heute achten wir in der Küche und im Restaurant verstärkt auf Produktionsmengen und Rückläufe auf den Tellern. Auf dieser Seite zeigen wir ein paar Fakten auf, und legen dar, was das Augustinum noch alles gegen Lebensmittelverschwendung tut. Wir freuen uns, ein Teil der bundesweiten Aktionswoche gewesen zu sein und damit einen Beitrag zu mehr Lebensmittelwertschätzung in der Gesellschaft leisten zu können.

Aktuelle Informationen, Tipps zur Lebensmittelrettung und viele kreative Reste-Rezepte gibt es unter zugutfuerdietonne.de

Mit unserem Live-Blog begleiteten wir Sie durch die Woche

Ein kleiner Ansporn

Im Augustinum Kassel zeigt eine besondere Bildstrecke den Bewohnerinnen und Bewohnern diese Woche, was man gemeinsam schaffen kann. Der Serviceleiter wiegt jeden Tag die Überbleibsel auf den Tellern und zählt alles zusammen. Gleichzeitig bieten die Servicemitarbeiterinnen und –mitarbeiter aktiv “halbe Portionen” und “Nachschlag” an.

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Zukunftsmusik

Bereits heute testet das Augustinum in einem unserer Häuser, wie sich Fotos von Gerichten auf das Bestellverhalten auswirken. Auf einem Bildschirm im Restaurant können die Bewohnerinnen und Bewohner die Tagesgerichte und somit auch die Portionsgrößen schon vorher begutachten.

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Wir versemmeln hier gar nichts!

In unserem Augustinum Überlingen werden klassische Semmelknödel aus übrig gebliebenem Brot oder Brötchen, etwa vom Frühstück, hergestellt. Unser Küchenchef zeigt im Video, wie es geht.

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Ist das Kunst oder kann man das essen?

Man kann es nicht anders sagen: In der Lebensmittelindustrie herrscht ein Schönheitswahn. Obst und Gemüse muss schön aussehen, sonst bleibt es im Supermarkt in den Regalen. Dabei ist aussortiertes Obst und Gemüse, das vielleicht nicht ganz geradeaus wächst, genauso lecker und genauso gesund. Doch wegen dieses Schönheitswahns landen bis zu 30 Prozent der Ernte nicht auf unseren Tellern.

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Woher weiß der das?

Unsere Bewohnerinnen und Bewohner können in den Restaurants täglich aus vier verschiedenen Menüs nach Lust und Laune auswählen, also Vorspeise und Hautspeise austauschen, und auch die Beilagen wechseln. Schließlich bevorzugt der ein oder die andere lieber Kartoffeln anstatt Reis, oder nimmt zur Abwechslung doch mal den Fisch.

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Was ist eigentlich diese Jus?

Jus ist eine dunkle Grundsoße vom Rind und gehört zu den Klassikern in der Küche. Sie kocht sich fast wie von allein (aber verraten Sie das bitte bloß nicht unseren Küchenchefs!). Doch wie wird sie eigentlich hergestellt?

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Was das Mindesthaltbarkeitsdatum uns sagt

Kaum zu glauben: Jeder von uns wirft im Jahr durchschnittlich 75 Kilogramm Lebensmittel weg. Allein in Privathaushalten landen damit rund 6 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Als wäre das nicht schon traurig genug: Fast die Hälfte davon wäre noch genießbar gewesen.

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Eine ganze Woche mal nachhaltig unter die Lupe genommen

Im Augustinum Essen gibt es diese Woche jeweils ein Gericht auf der Tageskarte, das aus Resten der Vortage gekocht wurde. Natürlich nur aus solchen Resten, die gemäß den Hygienevorschriften weiterverwendet werden dürfen: Sicherheit geht vor!

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Eine Sache der Haltung!

Christoph Specht, Geschäftsführer der Augustinum Gastronomie, hat die Lebensmittelinitiative ins Augustinum geholt. Im Video spricht er über die Bedeutung des Themas und über die Aktivitäten in unseren Häusern. 

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Digitale Abfallanalyse

In Zusammenarbeit mit United against Waste e.V., einem Verein gegen Lebensmittelverschwendung, analysiert das Augustinum in einigen unserer Häuser in regelmäßigen Abständen den Küchenabfall. Im Augustinum Stuttgart-Killesberg läuft seit Anfang September die Messung der Lebensmittelabfälle in den Bereichen Lager, Produktion, Tellerrücklauf und Ausgaberücklauf. Jede gewogene Menge wird in einem Programm erfasst. Nach vier Wochen werden die Daten ausgewertet.

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Auswirkungen von Lebensmittelverschwendung

Die Herstellung von Lebensmitteln benötigt Ressourcen. Wenn Äpfel, Brot oder Käse im Abfall landen, werden auch die verwendeten Ressourcen verschwendet: Wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger, Energie für Ernte, Verarbeitung und Transport.

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Aus Schalen wird Gemüsebrühe

Bei der Verarbeitung von frischen Lebensmitteln entsteht unvermeidbarer Lebensmittelabfall. Die Schalen von Karotten, Sellerie, Zwiebeln und Co. werden bei der Gemüsezubereitung selbstverständlich entfernt, da sie zum Teil nicht gut zu verdauen sind. 

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Lebensmittelabfälle im Augustinum

In einem Restaurant und einer Restaurantküche, wie es jedes Augustinum hat, lassen sich Lebensmittelabfälle nur bedingt verhindern, da die Hygienevorschriften sehr streng sind. So dürfen beispielsweise Reste des Salatbuffets nicht wiederverwertet werden. Aber auch hier gibt es viele Möglichkeiten, Lebensmittelabfälle zu vermeiden.

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Bildrechte Titelbild: © Elena.Katkova/shutterstock